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Fußball-Gruppenliga Gegen den defensivstarken Aufsteiger sieht der Eintracht-Coach sein Team nicht chancenlos / Personallage bei FSG Riedrode spitzt sich zu

Sigmund will Primus Langstadt Paroli bieten

Ried.Für die Bürstädter Fußball-Gruppenligisten gibt es auch nach der Englischen Woche keinen Anlass, den Fuß vom Gas zu nehmen. Schon am Samstag (15 Uhr) empfängt Eintracht Bürstadt den Tabellenführer SG Langstadt/Babenhausen. Am Sonntag (15 Uhr) misst sich die FSG Riedrode zu Hause mit dem TSV Höchst.

Et. Bürstadt – Lang./Babenhsn.

Lässig hatte Eintracht-Spielertrainer Benjamin Sigmund nach dem 4:2-Erfolg in Höchst die Chancenausbeute seiner Elf kommentiert. „Wir haben definitiv drei Tore zu wenig geschossen. Vielleicht wollten sich die Jungs ja etwas für das Spiel am kommenden Samstag aufsparen“, merkte der 40-Jährige im Spaß an. Freilich hätte Sigmund nichts dagegen, wenn am Samstag aus Spaß Ernst wird. „Auf dem tiefen Rasen in Höchst hatten wir sicher nicht die Standfestigkeit wie sonst. Aber wir haben uns viele Chancen erspielt und hoffen, dass wir es jetzt besser machen“, betont Bürstadts Coach, der allerdings auch warnt: „Ich denke nicht, dass wir so viele Chancen bekommen werden.“

Die elf Gegentore von Primus Langstadt/Babenhausen (28 Punkte) sind Gruppenliga-Bestwert. Mehr als die Defensivstärke des zurzeit stärksten Aufsteigers hat Sigmund jedoch das Gesamtpaket der SG im Blick. „Sie haben mit Sicherheit auch offensiv sehr viel Qualität und arbeiten gut gegen den Ball. Aber auch wir haben Qualität und beim 4:2 gegen Fehlheim gezeigt, dass wir gegen Top-Konkurrenten mithalten können. Ich bin zuversichtlich, dass wir ein gutes Spiel abliefern und Paroli bieten können“, sagt der Eintracht-Coach.

Die zurückliegende Englische Woche schloss die Sigmund-Elf mit Höhen und Tiefen ab. Dem 4:2 gegen den Zweiten Fehlheim folgte ein 1:4 beim wiedererstarkten FC 07 Bensheim. Am Sonntag beendete die Eintracht dann die Siegesserie des TSV Höchst. Mit 18 Punkten (sechs Siege, fünf Niederlagen) finden sich die Grün-Weißen somit auf Rang acht wieder – wobei gleich vier Teams bei 19 Punkten stehen.

Auf die fehlende Konstanz in den Ergebnissen will sich Sigmund allerdings keinen Reim machen. „Ich mag den Begriff ‚Wundertüte‘ nicht. Wenn man unsere elf Spiele nimmt, haben wir in Summe vielleicht eineinhalb schwache Partien abgeliefert“, hält der Eintracht-Coach dagegen. Personell muss die Eintracht am Samstag Abstriche machen. Matthias Wegerle und Juan Marroqui Cases weilen im Urlaub, Mehmet Tutay konnte nach einem Pressschlag in dieser Woche noch nicht trainieren.

FSG Riedrode – Höchst

Erst fünf Siege in Folge und der Sprung auf Platz drei, dann eine Englische Woche mit drei Niederlagen: Hinter Aufsteiger Riedrode liegen äußerst bewegte Wochen. „So, wie vorher die fünf Siege zustande gekommen sind, werden wir jetzt auch die drei Niederlagen betrachten“, will FSG-Trainer Duro Bozanovic „nichts überbewerten“, wie er klarstellt: „Gegen Rüsselsheim und Büttelborn stand es bis zur 87. Minute unentschieden, beim 0:4 in Fehlheim stand es zur Pause 0:0. Wir werden nicht in Panik verfallen – zufrieden sind wir aber natürlich auch nicht.“

Mit 19 Zählern gehören Riedrode (22:21 Tore) und Höchst (20:22 Tore) zu den vier Teams, die sich die Plätze fünf bis acht teilen. Vor dem 2:4 gegen die Eintracht hatte der TSV sechs Siege in Serie geholt. „Mit Christian Remmers, Christoph Eisenhauer und Torjäger Rico Blecher, der gegen uns wieder dabei sein sollte, hat Höchst schon ein paar richtig gute Kicker“, zollt Bozanovic dem TSV Respekt: „Es wäre gut, wenn wir von fünf Chancen mindestens zwei nutzen und nicht mehr so viel zulassen.“

Die Personallage bei der FSG spitzt sich zu. Neben den Langzeitverletzten Qendrim Dzackaj, Julian Ille und Marc Kress fallen Dominic Kohl (Leistenzerrung), Maxi von Dungen (Oberschenkel), Marcel Daniel (Prellung) und Musa Comma (Schichtarbeit) aus. cpa

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