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Fußball-Gruppenliga Bürstadt verliert beim neuen Primus Münster

Später K. o. für Eintracht

Ried.Ein Gegentor in der 88. Minute hat die Bürstädter Eintracht am vorletzten Hinrundenspieltag der Fußball-Gruppenliga um einen Punktgewinn gebracht. Mit 0:1 (0:0) verlor die Elf von Spielertrainer Benjamin Sigmund beim neuen Spitzenreiter SV Münster. Einen sichergeglaubten Sieg hat die FSG Riedrode aus der Hand gegeben. Beim Drittletzten SC Hassia Dieburg kamen die Ried-roder trotz einer 2:0-Pausenführung nicht über ein 2:2 hinaus.

Münster – Eintracht Bürstadt 1:0

Ein Konter, den Mark Braun zum 1:0 abschloss (88.), brachte Münster (jetzt 35 Punkte) an die Tabellenspitze. Am Donnerstagabend hatte der SVM einen 2:1-Heimerfolg im Nachholspiel gegen Schlusslicht Lengfeld gefeiert. „Das war ein typisches 0:0-Spiel, deshalb wäre ein 0:0 das gerechtere Ergebnis gewesen“, sprach Bürstadts Abteilungsleiter Marcus Haßlöcher von einem „glücklichen Sieg“ für die Blau-Weißen.

Aus Sicht von Haßlöcher, „ist das Tor aus dem Nichts entstanden. Das war ein normaler Konter, nachdem wir den Ball leichtfertig vertändelt haben“, meinte der Eintracht-Sportchef und merkte an: „Es war ein intensives Spiel, aber Riesenchancen habe ich weder für uns, noch für Münster notiert. In der ersten Halbzeit waren wir mehr am Drücker, die zweite Halbzeit ging an den Gegner. Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Umso ärgerlicher ist es, dass wir uns wieder selbst um den Lohn gebracht haben.“

Mit fünf Punkten Vorsprung auf Abstiegsplatz 13 findet sich die Eintracht auf Rang zehn wieder. „Damit haben wir uns wieder selbst unter Druck gesetzt“, erklärte Haßlöcher mit Blick auf das Heimspiel gegen den Zwölften SKV Büttelborn (19 Punkte) am kommenden Sonntag: „Das ist ein direkter Konkurrent. Da ist ein Sieg Pflicht, wenn wir die Vorrunde positiv abschließen wollen.“ Was das angeht, ist Haßlöcher allerdings guter Dinge: „Wir haben gegen den neuen Tabellenführer ein Spiel auf Augenhöhe gezeigt. Wir können uns keinen Vorwurf machen. Jeder hat sich ins Zeug gelegt. Wir sind nur enttäuscht, weil wir sehen, was für ein Potenzial da ist.“

Dieburg – FSG Riedrode 2:2

Reichlich bedient war das FSG-Trainergespann Duro Bozanovic/Andreas Keinz nach der Punkteteilung der FSG (jetzt 24 Punkte) beim Drittletzten Dieburg (13). „Das ist ein enttäuschendes Ergebnis. Ich bin stinksauer“, meinte Bozanovic. Der frühere Oberliga-Stürmer, der sich aufgrund der anhaltenden Personalnot kurz vor Schluss selbst einwechselte, schob den Grund für seinen Unmut gleich nach. „Was wir in der zweiten Halbzeit abgeliefert haben, war einfach schlecht. Da hat jegliche Einstellung, jegliche Leidenschaft gefehlt“, erklärte der 38-Jährige: „Dieburg hat in den ersten 20 Minuten gut angefangen, da hat uns Chris Keilmann mit zwei Paraden im Spiel gehalten. Danach machen wir aus zwei Schüssen zwei Tore und haben die Chance zum 3:0. Das Ergebnis musst Du nach Hause bringen. Stattdessen schauen wir beim 1:2 nur zu.“

Nach der guten Dieburger Anfangsphase sorgte FSG-Kapitän Tomislav Tadijan, der mit Abstand beste Mann bei Riedrode, für die 2:0-Pausenführung im Aufsteigerduell (19./36.). Nach dem Seitenwechsel brachten Mark Dillmann (57.) und Fabio Machado da Silva (78.) den SC Hassia vor über 200 Zuschauern zurück – und das, obwohl Keinz und Bozanovic in der Kabine auf ihre Elf eingeredet hatten. „Wir haben den Jungs gesagt, dass es noch mal ein richtiger Kampf würde. Aber wir hatten ja kaum Zweikämpfe. Von elf Spielern waren bei uns nur drei wirklich auf dem Platz.“

Aufgrund der anhaltenden Personalsorgen wollte Bozanovic zwar eigentlich nicht so hart mit seinem Team ins Gericht gehen. „Mir wäre es lieber, ich hätte nicht mich eingewechselt, sondern einen Marc Kress, einen Julian Ille, einen Oliver Schrah oder einen Qendrim Dzackaj“, stellte er klar. Doch genau darin liege zurzeit ein Problem: „Diejenigen, die gerade spielen, sind in einem Leistungstief und ruhen sich aus, weil sich hinten dran niemand anbietet. Es fehlt der Konkurrenzkampf.“ cpa

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