Lokalsport Südhessen

Handball-A-Liga Groß-Rohrheim erwartet Lorsch zum absoluten Topduell

Spannender Titelkampf

Groß-Rohrheim.Ist es schon das Endspiel um die Meisterschaft? Zumindest wird das Heimspiel des TV Groß-Rohrheim am Sonntag (16 Uhr) gegen die Tvgg Lorsch ein deutlicher Fingerzeig werden. „Es ist das Spitzenspiel schlechthin. Aber von einer Vorentscheidung im Kampf um den Titel würde ich noch nicht sprechen. Wir haben danach noch drei Spiele, die nicht einfach sind, Lorsch noch vier. Aber wenn wir Meister werden wollen, dann sollten wir gewinnen“, fordert TVG-Trainer Sascha Holdefehr unmissverständlich zwei Punkte.

Aktuell belegt Groß-Rohrheim Rang eins mit 34:6 Punkten, aber die Klosterstädter sind nach Minuspunkten bereits vorbeigezogen, haben 33:5 Zähler auf dem Konto. „Sie haben einen Lauf“, gibt Holdefehr zu. Während seine Mannschaft in der Hinrunde bereits drei Punkte abgegeben hat, hat Lorsch noch eine weiße Weste. Den TVG-Coach schmerzt vor allem noch die jüngste 23:30-Niederlage in Eberstadt, „als wir völlig neben uns standen und die gute Ausgangsposition im Titelkampf aus der Hand gaben“. Allerdings: Wirklich geändert hat sich nicht viel: Gegen Lorsch muss gewonnen und das Restprogramm mit den Partien in Rüsselsheim und Büttelborn sowie zu Hause gegen Biblis erfolgreich absolviert werden. „Wir haben nach wie vor alles selbst in der Hand“, so Holdefehr.

Beste Erinnerungen hat der erfahrene Trainer an das Hinspiel in Lorsch, als seine Mannschaft „richtig überzeugend“ auftrat und der Tvgg nicht den Hauch einer Chance ließ: „Das 38:30 war sehr gut herausgespielt. Lorsch war sogar noch gut bedient, weil wir in der Deckung etwas zu viel zugelassen hatten“, blickt Holdefehr zurück, um dann gleich wieder den Fokus auf den morgigen Sonntag zu richten: „Lorsch hat sich seitdem sehr gut entwickelt und ist stabiler geworden. Mit Spielern wie Pascal Kärchner oder Jannick Schwöbel sind sie im Rückraum sehr gut besetzt. Nun kam auch wieder Torbjörn Müller zurück, der auch seine Stärken im Spiel Eins-gegen-Eins hat. Da müssen wir in der Deckung sehr aufmerksam sein.“

Großer Respekt

Zuletzt hat der TVG-Trainer den Gegner in der Woche vor Ostern beobachtet, als die Klosterstädter das Spitzenspiel gegen Bensheim mit 35:33 gewonnen haben. „Viel Neues gab es da nicht zu sehen. Man kennt sich ja inzwischen auch schon lange genug, weiß über die Stärken und Schwächen des Gegners Bescheid“, erwartet Holdefehr keine allzu großen Überraschungen. Ganz ähnlich sieht es sein Lorscher Kollege Daniel Brendle: „Viel wird von der Tagesform abhängen. Wir sind wohl bis auf Marvin Mischler komplett, was in so einem Spiel extrem wichtig ist.“ Großen Respekt hat Brendle, der nach dieser Runde Lorsch verlässt und Jugendtrainer und –koordinator beim SV Erbach wird, vor der individuellen Klasse der Gastgeber: „Gerade im Rückraum ist Groß-Rohrheim schon sehr gut besetzt. Aber wir gehen mit dem Rückenwind von zwölf Siegen in Folge in dieses Spitzenspiel, dass wir uns durch unsere guten Leistungen in den letzten Monaten verdient haben“, so Brendle.

Beim TVG wird neben Lukas Baumann, bei dem sich die erste Diagnose Kreuzbandriss bestätigt hat und der schon am Montag operiert wird, wohl auch noch Christoph Penn fehlen. Ein Fragezeichen steht hinter Manuel Kohl, der zwar wieder mit lockerem Training begonnen hat, aber noch nicht bei hundert Prozent ist. Der eigentlich eingeplante A-Jugendliche Niklas Fries verdrehte sich im Ski-Urlaub das Knie und wird ebenfalls ausfallen. „Ich hoffe, dass es bei Niklas nichts Schlimmeres ist“, so Holdefehr, der seinen Kader wohl mit Spielern aus der zweiten Mannschaft auffüllen wird. „Wir werden eine starke Truppe stellen und alles daran setzen, einen großen Schritt Richtung Meisterschaft zu machen“, so Holdefehr. me

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