Lokalsport Südhessen

Spieler der Woche Torhüter Robin Lammel gehört zu den Stützen des B-Liga-Neulings / Nächste Aufgabe am Sonntag in Affolterbach

Starker Hüttenfelder Rückhalt

Archivartikel

Hüttenfeld.Im Lampertheimer B-Liga-Derby zwischen dem FC Olympia Lampertheim und der SG Hüttenfeld ging es am vergangenen Sonntag eng zu. Am Ende trennten sich die Lokalrivalen mit einem 1:1 (1:1)-Unentschieden, wobei SGH-Torwart Robin Lammel in der Nachspielzeit den Punkt für die Gäste festhielt.

„Nachdem wir durch den Elfmeter in der 90. Minute den 1:1-Ausgleich kassiert haben, hat er uns mit zwei starken Paraden in der Nachspielzeit den Punkt gesichert“, lobt der Hüttenfelder Trainer Jury Mai seinen Schlussmann.

„Noch höher klettern“

„Das eine war ein Freistoß und das andere die letzte Chance im Spiel. Beide Male konnte ich abwehren“, erinnert sich Lammel selbst an die turbulenten Schlussminuten. Coach Mai ergänzt: „Am Ende war das Unentschieden ein gerechtes Ergebnis. Robin war schon letzte Saison ein sehr starker Rückhalt für uns.“

In der Aufstiegssaison ging es hauptsächlich gegen Teams aus dem Ried. Das ist jetzt eine Etage höher anders, oft treffen die Hüttenfelder auf Mannschaften aus dem Odenwald. „Da wird schon ein etwas anderer Fußball mit mehr Betonung auf den Zweikämpfen gespielt“, berichtet Lammel. „Als Aufsteiger hat man es sowieso nicht so leicht, aber diese Liga ist schon sehr ausgeglichen, da darf man auch nicht abschalten, wenn man 2:0 oder 3:0 vorne liegt“, sieht er den Meister der vergangenen C-Liga-Saison aber auf dem richtigen Weg.

Das Saisonziel der Ried-Fußballer ist es, um die Plätze fünf bis acht mitzuspielen. Nach der Hinrunde steht das Team auf Platz sieben. „Ich bin überzeugt, dass wir noch etwas höher klettern können“, gibt sich Lammel selbstbewusst.

Dass der Aufsteiger aus Hüttenfeld nach der Hälfte der Saison nach dem Spitzenreiter TSV Hambach, dem Tabellendritten TSV Weiher und dem Lokalrivalen FC Olympia Lampertheim mit 25 Gegentoren aktuell die nominell viertbeste Abwehr der Kreisliga B stellt, freut Lammel natürlich. „Das ist ein Verdienst des gesamten Teams“, weiß der 26-Jährige, dass es auch aufmerksame Vorderleute braucht, um in der Defensive gut auszusehen. Als Teamplayer wird Lammel auch von seinem Coach wahrgenommen. „Das Zusammenspiel zwischen ihm und unserem zweiten Torhüter Max Massion klappt sehr gut. Robin kommt selbst auf einen als Trainer zu und sagt auch mal: ’Lass mal den Max spielen, der hat auch hart dafür trainiert’“, gefällt Mai diese Einstellung.

Oliver Kahn als Vorbild

Von den bisherigen 15 Ligaspielen hat Lammel allerdings 14 Mal zwischen den Pfosten gestanden. Das letzte Spiel im Kreispokal bestritt aber Massion. „Du musst auch ihm Einsatzmöglichkeiten geben“, findet Lammel, dessen Vorbild als Torhüter nicht mehr auf dem Fußballplatz aktiv ist. „Das ist Oliver Kahn. Das war auch einer, der nichts schön geredet hat, wenn es mal nicht so gelaufen ist“, betont Lammel, der in der Bundesliga aber nicht dem Rekordmeister FC Bayern München, sondern Eintracht Frankfurt die Daumen drückt.

„Natürlich freue ich mich über jedes Spiel, wo ich ohne Gegentor bleibe. Noch mehr würde ich mich aber freuen, wenn wir am Sonntag beim Rückrundenauftakt in Affolterbach mit einem Sieg etwas für unsere Auswärtsbilanz tun könnten“, blickt Lammel voraus.

Die bisher gesammelten vier Zähler auf fremden Plätzen sind noch deutlich ausbaufähig.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional