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Spiel der Woche Eintracht Bürstadts Neuzugang in spe stellt die Partie mit dem 2:2 für Riedrode auf den Kopf / Beide Vereine begehen einen historischen Tag

Theodorou schießt das letzte FSV-Tor

Archivartikel

Bürstadt.Für Einracht Bürstadt fand die wichtigste Szene des gestrigen Tages erst nach dem 2:2 (2:1) im Kreisoberliga-Derby gegen den FSV Riedrode statt. Kreisfußballwart Reiner Held überreichte den Grün-Weißen von der Wasserwerkstraße die Urkunde für die Meisterschaft in der Kreisoberliga Bergstraße. Mit dem Aufstieg in die Gruppenliga Darmstadt feiert die Eintracht den größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

„Als ich vor elf Jahren den Vorsitz bei der Eintracht übernommen habe, hätte ich mir nicht vorstellen können, dass wir eines Tages der am höchsten spielende Verein in Bürstadt sein würden. Der heutige Tag ist historisch“, machte ETB-Vorsitzender Rainer Beckerle keinen Hehl aus seiner Freude über das Erreichte: „Dieser Erfolg entspringt der Arbeit der letzten Jahre und ist der Konstanz und Zielstrebigkeit zu verdanken, womit ich vor allem Spieler und Trainer meine.“

Eintracht feiert Meisterschaft

„Wenn mir das jemand so gesagt hätte, dass wir von der A-Liga direkt in die Gruppenliga durchmarschieren, dann hätte ich das sofort unterschrieben“, strahlte auch Eintracht-Meistercoach Benjamin Sigmund, der bis zur 69. Minute selbst als Spieler auf dem Platz stand.

Als hätte es in einem Drehbuch gestanden, war es mit Vassilios Theodorou ausgerechnet der Spieler, der zur kommenden Runde zur Eintracht wechseln wird, der den späten 2:2-Ausgleich (87.) markierte. Dem jüngeren der beiden Theodorou-Brüder gelang damit das letzte Tor in der Geschichte des FSV, der in der neuen Runde eine Spielgemeinschaft mit der SG Riedrode bildet und dann als FSG Riedrode an den Start geht. „Es war heute das letzte Spiel für den FSV Riedrode. Das wollten wir nicht verlieren“, betonte FSV-Trainer Duro Bozanovic.

Nach dem Anpfiff musste der Kroate zunächst jedoch mit ansehen, wie seine Elf beim Meister so gar nicht in die Partie fand. Schon nach zwei Minuten brachte der zum FV Ladenburg wechselnde Diamant Osmanaj die Hausherren mit 1:0 in Führung. Nur acht Minuten später erhöhte Juan Marroqui Cases auf 2:0 für die Eintracht (10.).

Der Meister hatte im Folgenden genug Chancen, einen dritten Treffer nachzulegen, doch Valon Bajramis Kopfball verfehlte sein Ziel (27.). Marroqui Cases scheiterte kurz darauf an FSV-Torwart Maximilian Kölsch – Bajrami ließ eine weitere Gelegenheit ungenutzt (34.).

In der 37. Minute sah dann FSV-Stürmer Sinisa Pitlovic nach einem Foul an Maximilian Hödl die Gelbe Karte. Hödl musste den Platz verletzt verlassen, für ihn kam Raman Chiri ins Spiel (40.). In der letzten Aktion vor der Pause passte Vassilios Theodorou zu Pitlovic – nur noch 2:1 (45.). „Wenn wir zur Halbzeit 0:5 hinten liegen, können wir uns nicht beschweren“, fand Bozanovic.

Nach der Hereinnahme von Marc Kress wirkte der FSV deutlich angriffslustiger und erspielte sich weitere gute Chancen. So verpasste Perica Bozanovic das 2:2 nur knapp (48.), während Vassilios Theodorou (51., 62.) und wiederum Bozanovic (69.) an Eric Kamprath scheiterten, der Christian Steiner im ETB-Tor vertrat. In der 75. Minute vergab Andreas Schwöbel die Riesenchance, auf 3:1 zu erhöhen – er schoss aber aus kurzer Distanz drüber. In den Schlussminuten bestrafte Vassilios Theodorou seine künftigen Kollegen mit dem 2:2-Ausgleichstreffer. Das Remis hätte Marroqui Cases vermeiden können, doch der Eintracht-Offensivmann konnte die letzte Gelegenheit des Spiels nicht im Tor unterbringen – also blieb es bei der Punkteteilung (90.+2.).

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