Lokalsport Südhessen

Spiel der Woche Abstiegskandidat wehrt sich tapfer gegen Spitzenreiter Riedrode und muss kurz vor Schluss doch noch den Treffer zum 2:3 hinnehmen

Tiefschlag für Hofheim in der Nachspielzeit

Archivartikel

Hofheim.Während die Spieler der FSG Riedrode gestern nach dem Abpfiff eine Jubeltraube bildeten, lagen die Spieler des FV Hofheim fassungslos auf dem Kunstrasenplatz. Es war das Sinnbild eines verrückten Kreisoberliga-Derbys zwischen dem Vorletzten aus Hofheim und dem Spitzenreiter aus Riedrode. Schließlich sah es bis in die dritte Minute der Nachspielzeit so aus, als könne der FVH gegen den Titelfavoriten zumindest einen Punkt ergattern, da traf FSG-Torjäger Sinisa Pitlovic die Hausherren ins Mark, die sich den Gästen nun doch noch mit 2:3 (1:1) geschlagen geben mussten.

„Wenn man das Siegtor in der Nachspielzeit macht, dann ist ein Sieg letztlich immer auch etwas glücklich. Auf der anderen Seite spricht es für die Moral unserer Truppe, das wir bis zum Schluss daran glauben, das noch etwas geht. Die Hofheimer haben heute kämpferisch voll dagegen halten. So spannend brauche ich es allerdings nicht immer“, nahm FSG-Trainer Andreas Keinz den Dreier gerne mit.

Während Keinz draußen zittern musste, war sein FSG-Trainerkollege Duro Bozanovic auf dem Platz sogar am Siegtor beteiligt, da er sich – auch mangels personeller Alternativen bei den von Verletzungen gebeutelten Riedrodern –, in der 83. Minute hatte einwechseln lassen. Bei Bozanovics Kopfball behinderten sich FVH Torwart Kenan Buyzer und Abwehrspieler Christoph Bittmann und Pitlovic netzte ein. „Was soll man da sagen? So ist es, wenn man unten drin steht. Dann kassiert man am Schluss noch so ein Tor, während man eins schießt, wenn man oben steht. Das ist für uns schon sehr bitter, denn ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, die heute wirklich alles gegeben hat“, bilanzierte FVH-Spielertrainer Oliver Schader.

Dabei hatte das Spiel gegen den Tabellenführer für die stark abstiegsbedrohten Gastgeber zunächst ganz nach Wunsch begonnen. In der elften Minute kam FSG-Torwart Eduard Tropman bei einer Ecke von FVH-Kapitän Marcel Mackemull nicht richtig an den Ball, Fabian Fandel allerdings schon, der das Kunstleder zum 1:0 für die Hausherren einköpfte. „Bei diesem Tor sah Edi nicht so gut aus, aber seinen Fehler hat er ja in der 61. Minute mit seiner Glanzparade gegen Oliver Schader wieder gut gemacht“, befand FSG-Coach Keinz. Trotz der Führung lag das Chancenplus aber ganz klar bei den Gästen, die schon in der 13. und 14. Minute durch Nils Schwaier gleich zweifach die Möglichkeit zum 1:1-Ausgleich besaßen, doch zunächst fehlte Schwaier das Zielwasser und in der zweiten Situation hielt Kenan Buzyer glänzend. Auch Marc Kress konnte Buzyer nicht überwinden (18.) und das Haare raufen aufseiten des Spitzenreiters ging weiter.

Halbzeitführung möglich

In der 20. Minute drang dann Sinisa Pitlovic nach schönem Zuspiel von Janis Wiesener in den FVH-Strafaum ein und wurde dabei von Sven Dexler getroffen. Der Unparteiische Nils Schock zeigte auf den Elfmeterpunkt und FSG-Kapitän Tomislav Tadjian verwandelte sicher zum 1:1-Ausgleich. Riedrode besaß noch weitere gute Tormöglichkeiten, etwas als Mario Basyouni in der 29. Minute freistehend zum Kopfball kam, aber auch hier war Buzyer zur Stelle. „Wir müssen zur Halbzeit eigentlich klar in Führung liegen“, meinte Coach Keinz.

Die Strafe für das Auslassen der eigenen Torchancen folgte dann in Hälfte zwei, als ein Schader-Freistoß von der Unterkante der Latte zurücksprang und Marcel Mackemull den Ball zum 2:1 (56.) für den FVH über die Linie drückte. Die FSG rannte nun zum Teil recht hektisch dem Rückstand hinterher, die Ruhe behielt allerdings der erst kurz zuvor eingewechselte Mirko Alimi, dessen schönes Zuspiel Oliver Schrah zum 2:2 (82.) verwertete. Durch diese Aktion bekamen der Spitzenreiter noch mehr Aufwind und schlug noch zum 3:2 zu.

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