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Spiel der Woche Trennung am Saisonende trotz Bürstädter Sprung an die Spitze der Fußball-Kreisoberliga / 3:1-Heimsieg über Auerbach

Trainer Göbel hört beim VfR auf

Bürstadt.Das Kreisoberliga-Spiel zwischen dem VfR Bürstadt und der TSV Rot-Weiß Auerbach war im Robert-Kölsch-Stadion längst beendet, da versuchte man beim VfR herauszubekommen, was der 3:1 (1:0)-Heimsieg gegen die auf dem Abstiegsrelegationsplatz stehenden Gäste aus dem Bensheimer Ortsteil tatsächlich wert ist. Als dann das 3:3-Unentschieden der FSG Riedrode gegen den SV Fürth bekannt wurde, war klar, dass die Schwarz-Weißen aus Bürstadt aufgrund des besseren direkten Vergleichs die FSG an der Spitze abgelöst haben. Der Sprung auf Platz eins war allerdings nicht das einzige Thema beim VfR, denn wie am Sonntag bestätigt wurde, wird Cheftrainer Karl-Heinz Göbel seinen Posten zum Saisonende aufgeben. „Es fällt mir nicht leicht, das was hier in den letzten 30 Monaten aufgebaut wurde, zu verlassen. Aber es gibt persönliche Gründe, die mich zu diesem Schritt veranlassen“, sieht Göbel seine Zukunft als Trainer nicht mehr beim VfR.

Doppelpack von Besim Reka

„Wir haben unter der Woche noch einmal Gespräche geführt, aber Karl-Heinz Göbel war nicht mehr umzustimmen“, bedauert VfR-Vorsitzender Klaus Gassert diesen Schritt, nachdem man im Winter noch den Vertrag mit dem Erfolgscoach verlängert hatte. „ Göbel kam als Feuerwehrmann hierher und hat den Klassenerhalt geschafft. In der folgenden Saison hat er den VfR auf Platz sechs geführt und nun ja mindestens auf Platz zwei, wenn nicht sogar mehr“, schmerzt den VfR-Chef die bevorstehende Trennung zum Saisonende, auch weil sich der VfR nun intensiv um einen Nachfolger bemühen muss. „Gespräche mit Kandidaten laufen bereits“, berichtet Gassert.

Von all dem ließ sich die VfR-Mannschaft aber nicht negativ beeinflussen. „Unser Sieg ist sicher verdient – und hätten wir unsere Chancen noch konsequenter genutzt, wäre das wohl noch höher ausgegangen. In der Schlussphase hat dann im Gefühl des sicheren Sieges etwas die Konzentration nachgelassen und wir bekommen noch ein Gegentor“, hatte Göbel von den Gästen mehr Gegenwehr erwartet. TSV-Coach Tunjo Bozanovic erklärte: „Es war klar, dass wir hier defensiv gut stehen müssen, wenn wir etwas mitnehmen wollen – und wir hier den VfR auch nicht in Grund und Boden spielen werden. Das 1:0 ist aus meiner Sicht aus einer Abseitsposition gefallen. Nach der frühen Gelb-Roten Karte gegen uns wurde es natürlich enorm schwer.“ Dem ehemaligen VfR-Spieler gefiel die Moral seiner Auswahl, die weiterhin mit dem Abstiegsrelegationsrang vorlieb nehmen muss, aber nicht mehr direkt absteigen kann. „In den letzten 20 Minuten haben wir zwei drei richtig gute Torchancen gehabt und dann auch das Tor gemacht“, sagte Bozanovic.

Um die Überlegenheit in der ersten Halbzeit in eine 1:0-Führung umzumünzen, brauchte der VfR 39. Minuten, dann schlug Besim Reka zum 1:0 zu. Wenig später musste dann der bis dato beste Auerbacher Javier Scalzo mit der Ampelkarte vom Platz (41.). In der 51. Minute schoss Reka einen Freistoß an die Unterkante der Latte, der wohl sogar hinter der Torlinie aufsprang. VfR-Kapitän Andreas Krämer beseitigte mit seinem Kopfballtor zum 2:0 (51.) aber jegliche Zweifel. In der 65. Minute traf Reka zum 3:0. Gökhan Bostan verkürzte noch auf 3:1 (88.).

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