Lokalsport Südhessen

Spiel der Woche Hamdija Catic tritt beim Fußball-A-Ligisten VfB Lampertheim zurück

Trainerschock vor dem 0:9-Debakel

Archivartikel

Lampertheim.Mit 0:9 (0:3) ist der VfB Lampertheim im A-Liga-Derby gegen die Azzurri Lampertheim untergegangen. Für VfB-Coach Hamdija Catic war es das letzte Spiel, was allerdings schon vor dem Stadtderby am Sonntag feststand. „Ich habe den VfB-Vorstand am Samstag davon informiert, dass ich nicht als Trainer weitermachen werde und möchte mich an dieser Stelle für die Unterstützung bedanken, die ich gerade von Seiten des VfB-Vorstandes erfahren habe“, erklärte Catic.

„Der Mannschaft habe ich das erst am Sonntag nach dem Spiel gesagt, ich wollte ja, dass sie sich voll auf das Duell mit den Azzurri konzentriert. Das mit der Konzentration hat allerdings nicht funktioniert“, berichtete Catic, der sich zum Abschied ein anderes Resultat als ein 0:9-Debakel gegen den Lokalrivalen gewünscht hatte.

„Es gab interne Dinge bei der Ersten und Zweiten Mannschaft, die mir nicht gefallen haben“, begründete Catic seinen Schritt. „Wir haben erst am Samstag vom Rücktritt erfahren und müssen das jetzt sacken lassen, bevor wir uns dann zusammensetzen, um eine Lösung zu finden“, berichtete die VfB-Spielausschussvorsitzende Gisela Hanusch, dass sich der Vorletzte der Kreisliga A auf Trainersuche befindet.

Azzurri-Coach Martin Göring freute sich unterdessen über wichtige drei Punkte für sein Team, wollte den Kantersieg im Günderoth-Stadion aber auch nicht überbewerten. „Natürlich ist dieses Ergebnis auch gut für die Tordifferenz, wichtig waren aber die drei Punkte – und trotz des Resultats von 9:0 gibt es jetzt keinen Grund abzuheben, schließlich steht uns am Donnerstag mit dem Heimspiel gegen Aschbach schon wieder ein ganz anderes Kaliber ins Haus. Wir haben jetzt zehn Punkte und können mit den beiden Heimspielen in der kommenden Woche weiter nach oben kommen“, sagte Göring mit Blick auf die richtungsweisenden Partien gegen Aschbach und Lindenfels.

Torwart Gön bester VfB-Spieler

Die Hausherren vom VfB haben dagegen aktuell als Vorletzter den Tabellenkeller gebucht und waren am Sonntag faktisch schon nach sechs Minuten besiegt. „Nachdem wir in den letzten Spielen schon zehn Elfmeter gegen uns hatten, hatte ich eigentlich gehofft, dass es diesmal keinen Strafstoß gegen uns gibt“, sollte diese Hoffnung des scheidenden VfB-Coaches Catic schon in der ersten Spielminute hinfällig sein. Gegen den über rechts durchgebrochenen Nunzio Pelleriti konnte VfB-Torwart Fatih Gön noch parieren, den Abpraller schnappte sich Marcel Rose und zog ab. VfB-Abwehrspieler Fabrice Makamba klärte den Ball in Torwartmanier mit der Hand von der Torlinie und ließ dem Schiedsrichter keine andere Wahl, als ihm Rot zu geben und auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Nunzio Pelleriti lief an und es hieß 1:0 (2.) für die Azzurri.

Gerade einmal vier Minuten später war Pelleriti erneut zur Stelle und es stand 2:0 (6.). Danach ließen die Gäste reihenweise Tormöglichkeiten aus und scheiterten in vielen Situationen an VfB-Torwart Fatih Gön. „In der ersten Halbzeit war unsere Chancenverwertung ganz schlecht, da müssen wir das Spiel schon viel früher klar für uns entscheiden. Der beste VfB-Spieler war ihr Torwart“, zollte Göring Gön Respekt.

Dieser musste aber noch vor der Pause zum dritten Mal hinter sich greifen, als Hüseyin Ulutas auf 3:0 (44.) erhöhte. In der zweiten Hälfte schraubten Hüseyin Ulutas (51. und 73.), Tunc Ünlü (60. und 70.), Pelleriti (77.) und Emre Gülmez (85.) das Ergebnis schließlich fast in zweistellige Höhen.

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