Lokalsport Südhessen

Handball HSG unterliegt Tabellenführer Thüringen nur 26:32

Trotz Niederlage ernten Flames Komplimente

Bensheim.Selten war die Stimmung nach einer Niederlage der HSG Bensheim/Auerbach in der Weststadthalle ausgelassen wie am Samstag. Der Grund: Der Aufsteiger in die Frauenhandball-Bundesliga unterlag dem Thüringer HC, der auf dem Weg zu seinem siebten Meistertitel nicht mehr zu stoppen sein wird, vor 950 alles andere als enttäuschten Zuschauern „nur“ mit 26:32 (13:19). Dabei waren die personellen Vorzeichen einmal mehr äußerst ungünstig, fehlten diesmal doch sieben Spielerinnen.

„Ich bin absolut zufrieden, und ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Letztlich haben wir alles richtig gemacht und gegen den deutschen Meister nur mit sechs Toren verloren, nachdem wir schon mit zwölf zurückgelegen hatten. Darauf können wir stolz sein“, bezog Bensheims Trainerin Heike Ahlgrimm Stellung.

Hinsichtlich Ballbesitz und Spielanteilen war der Leistungsunterschied nicht allzu groß, so dass die Bensheimerinnen mit mehr Effektivität und Cleverness ein noch respektableres Ergebnis hätten erzielen können. Zwei verworfene Siebenmeter von Carolin Schmele (47.) und Sarah van Gulik (52.) sowie zwei raffinierte „Bogenlampen“ von Bogna Sobiech, die die Beute der sicheren TCH-Torhüterinnen Dinah Eckerle (27.) und Jana Krause (35.) wurden, sollen hier nur als Beispiele genannt werden. Einmal mehr erwies sich Linksaußen Bogna Sobiech als die größte Unruhestifterin bei der HSG und erzielte sieben Treffer.

Zweimal gingen die Flames gegen den Favoriten zu Spielbeginn in Führung. Sarah van Gulik traf nach 49 Sekunden zum 1:0 und Merel Freriks nach 97 Sekunden zum 2:1. Überhaupt lieferte das Ahlgrimm-Team dem deutschen Abonnements-Meister in den ersten zehn Minuten ein Duell auf Augenhöhe, danach übernahm der THC.

Mitte des zweiten Durchgangs schien den Flames die Luft auszugehen, so dass sich der souveräne Tabellenführer auf zwölf Tore (32:20, 55.) absetzte. Doch die Flames starteten eine Aufholjagd. Einen 6:0-Lauf gegen den designierten deutschen Meister hat schon lange keine Mannschaft mehr hingelegt.

Flames: Radke, Kockler – Ernsberger (1), Schmele (3/3), Ettaqi (3), Platen (4), Freriks (3), Van Gulik (3), Maidhof (2), Sobiech (7). rs

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