Lokalsport Südhessen

Spiel der Woche Die TSV Auerbach bleibt das Team der Stunde in der Kreisoberliga / Tapfere Bürstädter müssen sich 0:3 geschlagen geben

TSV für den VfR eine Nummer zu groß

Archivartikel

Bürstadt.Den Weg auf das Bensheimer Winzerfest durften die Gäste von der TSV Auerbach am Samstag als Tabellenführer der Kreisoberliga antreten, musste sich der VfR Bürstadt doch auf eigenem Platz den Rot-Weißen mit 0:3 (0:2) geschlagen geben. Mit dem Sieg holten sich die Auerbacher Platz eins im Bergsträßer Fußball-Oberhaus zurück, den sie am Donnerstagabend an die SG Wald-Michelbach verloren hatten. „Das ganze Team hat sehr gut gespielt. Wir haben im dritten von fünf Ligaspielen kein Gegentor bekommen und waren am Ende auch konditionell überlegen“, nahm der ehemalige VfR-Spieler Tunjo Bozanovic als Gästecoach die drei Punkte bei seinem Heimatverein gerne mit in den Bensheimer Stadtteil.

Fehlende Alternativen

„Ich kann meiner Mannschaft gar keinen Vorwurf machen, sie hat alles gegeben. Dennis Böck, Branko Bozic und Burak Karlidag sind schon angeschlagen ins Spiel gegangen“, musste VfR-Trainer Goran Barisic in der Partie weitere Nackenschläge einstecken, als der bis dahin sehr aktive Haris Hodzic nach 43 Minuten verletzt raus musste. Mangels Alternativen auf der Bank brachte Barisic in der 52. Minute erneut den eigentlich verletzten Salem Nesust.

„Letztlich hat sich das bestätigt, was ich vor dem Spiel schon gesagt habe: Die TSV Auerbach verfügt über eine gute Mannschaft und einen guten jungen Trainer, dessen Handschrift gerade beim Spiel über die Flügel gut zu sehen ist. Der Sieg ist auch in der Höhe verdient“, gab sich Barisic als fairer Verlierer.

„Wir hätten wohl auch höher gewinnen können, aber unser Sieg geht in Ordnung“, will Bozanovic dagegen den hervorragenden Saisonstart der Auerbacher nicht überbewerten. Vor dem Spiel mussten die Gäste aber eine sehr kurzfristige Veränderung im Kader vornehmen. „Unser Stammtorwart Hanifi Durak hat mich am Samstagmorgen angerufen und gesagt, dass er nicht spielen kann, weil er Vater wird. Das geht natürlich vor. Schließlich ist es der schönste Tag in seinem Leben. Da wir auch in der zweiten Mannschaft nur einen Torhüter haben, der am Samstag ebenfalls spielen musste, ist unser Sportlicher Leiter Horst Dreher eingesprungen und hat das gut gemacht“, lobte Bozanovic seinen 42-jährigen Ersatzkeeper.

Im Blickpunkt der Partie sollte allerdings dessen Gegenüber stehen. Bereits nach sieben Minuten musste Maximilian Kölsch einen Kopfball von TSV-Stürmer Karlo Soltic entschärfen. In der 16. Minute war Kölsch schon geschlagen, doch Soltics Kopfball landete am rechten Pfosten. Fast hätten die Hausherren das Auslassen dieser Torchancen in der 31. Minute bestraft, als Serdar Özbeks Schuss am linken Pfosten des TSV-Tores landete. „Wenn der reingeht, kann das die Mannschaft natürlich zusätzlich pushen“, kommentierte Barisic die Szene.

Angetrieben von ihrem Mittelfeldmotor Javier Scalzo bestimmten die Auerbacher den Lauf der Begegnung, auch wenn der Führungstreffer etwas glücklich zustande kam: Die VfR-Abwehr brachte an der eigenen Strafraumgrenze den Ball nicht richtig weg. Das vor seine Füße prallende Kunstleder versenkte Soltic zum 1:0 (32). Das 2:0 war dagegen eine überragende Aktion von TSV-Torjäger Nassim El Yassimi, der die perfekt getimte Linksflanke von Özkan Cin unhaltbar einköpfte (40.). Auch das 3:0 erzielte El Yassimi, als ihn der nach der Pause eingewechselte Khaled Gawas zum 3:0 (64.) bediente. In der 86. Minute hätte Scalzo seine gute Leistung fast mit einem Tor gekrönt, aber Kölsch hatte etwas dagegen (86.).

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