Lokalsport Südhessen

Tischtennis Abstiegskampf entspannt sich ein wenig

TTC-Herren können aufatmen

Lampertheim.Über Fastnacht hatte der TTC Lampertheim in der 3. Tischtennis-Bundesliga Nord spielfrei – doch den Abstiegskampf können die Südhessen jetzt „etwas entspannter angehen“, wie es Lampertheims Vorsitzender Uwe van gen Hassend formulierte. „So wie es aussieht, werden der SV Brackwede und der TTC Seligenstadt für die kommende Saison keine Drittliga-Lizenz beantragen“, erklärte van gen Hassend.

Während der hessische Konkurrent aus Seligenstadt (4:24 Punkte) zu jenen Mannschaften gehört, die die TTC-Herren (6:16 Punkte) wohl ohnehin hinter sich gelassen hätten, sind die Entwicklungen im Bielefelder Stadtteil Brackwede von struktureller Natur. Beim Heimspiel gegen den TSV Schwarzenbek Ende Januar waren dem SVB die Spielbälle ausgegangen. Die Brackweder griffen daraufhin auf andere Spielbälle zurück – was Schwarzenbek zum Anlass nahm, Protest einzulegen. Die Folge: Statt eines 6:2-Heimsiegs steht für Brackwede nun ein 0:6 zu Buche, die Ostwestfalen (2:22 Punkte) fielen dadurch auf den letzten Tabellenplatz.

Dazu sickerte durch, dass drei Spieler den Club zur neuen Runde verlassen werden. Weil aus der 2. Bundesliga mit dem TTC Jülich und dem 1. FC Köln voraussichtlich zwei Teams in die Nord-Gruppe absteigen werden, läuft es zudem auf einen statt zwei Absteigern aus der Dritten Liga hinaus.

Doppelte Auswärtsaufgabe

Den SV Brackwede empfängt der TTC Lampertheim am 25. Februar. Vorher erwartet die Spargelstädter eine doppelte Auswärtsaufgabe. Am Samstag (16 Uhr) geht es zum Vierten Union Velbert, am Sonntag (14 Uhr) ist der Siebte (6:16 Punkte) zu Gast beim Fünfte TTC Herne. „Herne steht im Niemandsland der Tabelle. Da rechne ich mir schon eher etwas aus als in Velbert“, sagt van gen Hassend, der nach fünf 4:6-Niederlagen gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte endlich einmal auf einen Punktgewinn hofft.

Zwei ungleiche Partien erwarten die TTC-Damen in der Oberliga Hessen. Am Samstag (18 Uhr, Sedanhalle) empfängt der Tabellenvierte (16:8 Punkte) den souveränen Tabellenführer NSC Watzenborn-Steinberg (28:2), am Sonntag (14 Uhr) geht es zum Siebten TSV Langstadt III (10:18 Punkte). „Wenn wir zwei Punkte am Wochenende holen, wäre das top“, meint van gen Hassend – und denkt dabei vor allem an Langstadt: „Sie haben eine unangenehme Spielweise, im Hinspiel haben wir nur ein 7:7 geholt. Trotzdem sollte dort etwas für uns machbar sein. In Watzenborn hängen die Trauben dagegen hoch.“ Von der geplanten Rotation (van gen Hassend: „Es sollen alle sechs Spielerinnen zum Einsatz kommen“) soll das TTC-Spitzenpaarkreuz um Anne Lochbühler und Inken Diederich verschont bleiben.

Schwere Aufgabe

Auf ein schweres Auswärtsspiel stellt sich Lampertheims zweite Herrenmannschaft in der Verbandsliga Süd ein. Der Spitzenreiter (21:1 Punkte) muss am Samstag (16.30 Uhr) zum Fünften TSV Höchst (12:10).

„Ein Auswärtssieg wäre unser Meisterstück, aber Höchst hat eine wirklich gute Mannschaft und mit Nico Jovchev einen Spitzenmann, der gegen jeden Gegner zwei Punkte holen kann“, erklärt van gen Hassend, der sich beim Stammverein von Tischtennis-Star Timo Boll auf eine „volle Halle“ einstellt: „Der Verein macht einen Event-Tag, da werden sicher 100 Zuschauer vor Ort sein.“

Das TTC-Polster auf den Zweiten Königstädten (16:6) und den Dritten Eintracht Frankfurt (14:8) ist unverändert komfortabel.

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