Lokalsport Südhessen

Tischtennis Lampertheimer Drittliga-Herren setzen sich mit 6:4 durch / Oberliga-Damen gegen Oberzeuzheim unter Druck

TTC schlägt auch Siek

Lampertheim.Das Endergebnis spiegelte nicht den Spielverlauf wider. „So knapp war es nicht“, sagte Lampertheims Vorsitzender Uwe van gen Hassend nach dem 6:4-Heimerfolg des ersten TTC-Herrenteams gegen den SV Siek in der 3. Tischtennis-Bundesliga Nord. Doch so oder so: Am Ende zählte der doppelte Punktgewinn – und den feierte der TTC Lampertheim vor 55 Zuschauern in der Sedanhalle.

„Die Spiele, die an uns gingen, haben wir deutlich gewonnen“, ging van gen Hassend nach dem zweiten Saisonerfolg in die Analyse: „Von den vier Punkten, die Siek geholt hat, kamen drei im fünften Satz zustande. Die knappen Spiele haben wir diesmal leider alle verloren.“ Mit 5:3 Punkten nisten sich die Lampertheimer im Liga-Mittelfeld ein. Aussagekräftiger als der Blick auf die oberen Plätze ist jedoch zurzeit das Geschehen im Tabellenkeller. Der Achte TSV Schwarzenbek (3:9 Punkte), der Vorletzte Siek (2:8) und der TTC Herne (0:10) haben schon Einiges an Minuspunkten beisammen. „Diese drei Teams werden wohl die beiden Absteiger unter sich ausmachen. Wir haben jetzt schon ein Polster, das brauchen wir aber auch angesichts der nächsten Aufgaben“, stellte van gen Hassend klar.

Udra trotzt Verkehrsunfall

Vor dem dritten Saison-Heimspiel kam den Südhessen entgegen, dass sich zwei große Fragezeichen zu ihren Gunsten klärten. „Unsere Nummer eins, Alfredas Udra, hatte am Montag einen Verkehrsunfall. Er war zwar fit und konnte spielen, war aber sicher nicht in Hochform“, stufte van gen Hassend den Vier-Satz-Erfolg des Litauers gegen Sieks Spitzenmann Adrian Wiecek besonders hoch ein.

Lampertheims Nummer zwei, Andrey Semenov, kam erst am frühen Nachmittag in der Spargelstadt an. „Er ist erst um drei Uhr nachts in Minsk losgeflogen, nachdem er dort an den Belarus Open teilgenommen hatte“, meinte der TTC-Vorsitzende. Auch Semenov gelang es, Sieks Top-Mann Wiecek zu schlagen. Der Russe punktete zudem im Auftaktdoppel mit Landsmann Dmitry Zakharov gegen Daniel Cords/Rimas Lesiv zum 1:1-Ausgleich, nachdem das TTC-Spitzendoppel Udra/Istvan Molnar in drei Sätzen gegen Wiecek/Valentin Nad Nemedi verloren hatte.

Eine tadellose Leistung lieferte der Ungar Molnar auf Position vier ab. Sowohl Cords (11:7, 11:8, 11:7) als auch Lesiv (12:10, 11:8, 11:6) waren nach drei Sätzen abgefertigt. Den vorentscheidenden Punkt zur 5:4-Führung hatte zuvor Zakharov mit einem Vier-Satz-Sieg über Cords beigesteuert. Lampertheims Nummer drei machte es allerdings auch unnötig spannend, als er im ersten Einzeldurchgang eine 2:1-Führung gegen Lesiv verspielte, im vierten Satz mit 12:14 und im fünften Satz mit 11:13 unterlag. „Dieses Spiel durfte Dmitry so nicht verlieren. Manchmal will er mit dem Kopf durch die Wand“, rüffelte van gen Hassend Zakharovs schwaches taktisches Auftreten. Am Sonntag (14.30 Uhr) treffen Lampertheims Tischtennis-Herren zu Hause auf den SC Buschhausen.

„Wir hoffen auf eine ähnlich gute Stimmung wie gegen Siek. Da hat es sich ja angefühlt, als wären 100 Leute in der Halle gewesen“, setzt TTC-Boss van gen Hassend einmal mehr auf den Heimvorteil. Dass Buschhausen (5:5 Punkte) „Best of the rest“ hinter den Top-Teams Berlin, Velbert und Düsseldorf werden will, interessiert van gen Hassend nur am Rande: „Wir wollen ein ordentliches Spiel abliefern und gewinnen. Ich denke, das ist auch möglich.“

Nach dem Spiel gingen die Teams aus Lampertheim und Siek gemeinsam Pizza essen. Das Verhältnis mit den Gästen aus Schleswig-Holstein gilt als freundschaftlich – nicht zuletzt, weil Siek vor einigen Wochen dem Wunsch des TTC nach einer Terminverschiebung entsprochen hatte. „Eigentlich hätten wir am 27. Oktober spielen sollen. Bei uns hätten aber zwei Leute gefehlt, wir wären chancenlos gewesen. So eine Fairness gibt es nur noch selten“, lobte van gen Hassend das Entgegenkommen der Norddeutschen als einen „Höhepunkt, was die Werte des Miteinanders im Sport angeht“.

Am Samstag (15 Uhr, Sedanhalle) greifen die Oberliga-Damen des TTC wieder ins Geschehen ein. Der Tabellenletzte (2:8 Punkte) will nach einem miesen Start mit vier Niederlagen gegen den Siebten TTF Oberzeuzheim (2:6 Zähler) bestehen. „Das ist ein Vier-Punkte-Spiel, das muss gewonnen werden“, machte van gen Hassend deutlich.

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