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Tischtennis Lampertheimer Drittligist sichert sich mit 6:4-Heimsieg über Velbert den zweiten Tabellenplatz

TTC übertrifft Erwartungen

Lampertheim.Mit Superlativen konnte Uwe van gen Hassend, der Vorsitzende des Tischtennis-Clubs (TTC) Lampertheim, in der laufenden Saison noch nicht so häufig ums Eck kommen. Nach dem 6:4-Heimsieg des ersten TTC-Herrenteams gegen Union Velbert in der 3. Bundesliga Nord war es so weit. „Wir sind jetzt auf dem zweiten Platz“, realisierte van gen Hassend: „Das ist Wahnsinn.“

Einen Spieltag vor dem Abschluss der Hinrunde weist der Sensations-Vizemeister der vergangenen Runde 11:5 Punkte auf. Nur der übermächtige Primus Hertha BSC (16:0 Punkte) steht besser da als die Südhessen, die am Samstag (18.30 Uhr) beim Vierten TTC Champions Düsseldorf (9:7 Zähler) zu Gast sind.

Saisonziel bleibt unverändert

Wie diese Partie auch ausgeht: Van gen Hassend ist schon jetzt mehr als zufrieden mit der ersten Saisonhälfte. Mit dem Erfolg über Velbert blieb der TTC auch im neunten Heimspiel 2019 ungeschlagen – acht Siege und ein Remis stehen zu Buche. Die letzte Heimniederlage datiert vom 30. September 2018, da gab es ein 4:6 gegen den späteren Meister 1. FC Köln. „12:4 Punkte wären maximal für uns drin gewesen. Jetzt stehen wir bei 11:5 Punkten. Das ist absolut in Ordnung“, lobt der TTC-Boss das Quartett um Alfredas Udra, Andrey Semenov, Dmitry Zakharov und Istvan Molnar.

Vom erklärten Ziel, am Saisonende zwischen Platz vier und sechs zu landen, rückt van gen Hassend nicht ab: „Wenn man sieht, was für eine Finanzkraft hinter anderen Vereinen steckt, ist ein Platz zwischen vier und sechs das Optimum.“

Düsseldorf, aber auch Velbert zählt van gen Hassend zu jenen Clubs, die mehr Geld aufbringen können als Lampertheim. Beide hatten in der bisherigen Vorrunde jedoch ein Problem: Sie konnten nicht immer in Bestbesetzung antreten. So erging es den Düsseldorfern, die beim 4:6 in Buschhausen am Sonntag wieder einmal ohne ihren serbischen Top-Mann Aleksandar Karakasevic auskommen mussten – und so erging es auch dem SV Union Velbert (jetzt Siebter mit 7:9 Punkten), der ohne seine Nummer eins, den Ex-Nationalspieler Lars Hielscher, ins Ried reiste. „Von seinem Ausfall haben wir profitiert“, räumte van gen Hassend ein.

Den TTC-Erfolg vor 65 Zuschauern in der Sedanhalle soll das nicht schmälern. „Der Sieg hätte noch höher ausfallen können“, meinte Lampertheims Vorsitzender. Während das TTC-Spitzendoppel Udra/Molnar nach einem 0:2-Rückstand gegen Patrik Klos/Karl Walter noch einen Fünf-Satz-Erfolg holte, landeten Semenov/Zakharov gegen Constantin Cioti/Michael Minh Tran einen überraschend souveränen Sieg (11:2, 10:12, 11:7, 11:8). „Da haben wir einen Big Point gemacht“, freute sich van gen Hassend.

Das 2:0 aus der Doppelphase war spielentscheidend. In den Einzeln hatte Velbert Vorteile im Spitzenpaarkreuz (3:1), die Lampertheim mit einer 3:1-Ausbeute im hinteren Paarkreuz ausglich. Zunächst stellte Udra gegen Tran auf 3:0, dann verlor Semenov gegen Cioti – 1:3. Nach der Pause hatte Zakharov wenig Mühe mit Union-Ersatzmann Walter und baute den Vorsprung auf 4:1 aus. Doch Klos gegen Molnar und Cioti gegen Udra brachten die Gäste auf 3:4 heran. Danach stellte Semenov gegen Tran das Remis sicher – 5:3. Nach dem 4:5 von Klos gegen Zakharov holte mit Molnar (11:8, 13:11, 8:11, 11:3 gegen Walter) auch der vierte TTC-Crack einen Einzelerfolg.

In Düsseldorf rechnet van gen Hassend fest damit, dass die Rheinländer „King Kara“ Karakasevic, derzeit 120. der Weltrangliste, aufbieten werden. „Wenn er spielt, wird nichts gehen. Wir können befreit aufspielen“, so der TTC-Boss.

Nächste Niederlage der Damen

Die sechste Niederlage im achten Spiel kassierte das TTC-Damenteam mit dem 6:8 bei Blau-Weiß Münster in der Oberliga Hessen. „Wir haben 3:1 und 6:4 geführt. Entsprechend gefrustet sind wir“, sagte van gen Hassend, der sich nicht erklären konnte, wie Lampertheims Damen den dritten Einzeldurchgang mit 0:4 verloren geben konnten. Mit 3:13 Punkten ist der TTC jetzt Letzter. Mit einem Sieg beim Vorletzten SV Ober-Kainsbach (3:11) könnten die Südhessinnen am Samstag (18 Uhr) aber noch auf Relegationsplatz acht klettern. Allerdings fallen Inessa Leckel und Alina Metzner aus.

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