Lokalsport Südhessen

Handball-Bezirksoberliga Aufsteiger peilt einen einstelligen Tabellenplatz an / Turnier in der Bürgerhalle als letzter Härtetest vor dem Saisonstart

TV Groß-Rohrheim liegt bislang im Plan

Groß-Rohrheim.Kräftig schwitzen müssen derzeit die Handballer des TV Groß-Rohrheim. Der Aufsteiger legt derzeit die Grundlagen für eine möglichst erfolgreiche Saison in der am 16. September mit dem Spiel bei der HSG Langen beginnenden Saison in der Bezirksoberliga. „Wir sind bislang im Plan, ich bin zufrieden“, meint Trainer Sascha Holdefehr.

Momentan läuft die im wahrsten Sinne des Wortes heiße Phase. Dreimal pro Woche bittet Holdefehr das Team in die Bürgerhalle, legt Schwerpunkte im Bereich Athletik, arbeitet aber parallel dazu auch schon viel mit dem Ball. Zweimal pro Woche geht es danach noch zum Laufen und am Wochenende stehen Spiele oder andere Maßnahmen an.

In den Testspielen bei Landesliga-Aufsteiger HSG Fürth/Krumbach (26:30) und gegen den Oberligisten TV Büttelborn (28:30) machten insbesondere die beiden aus der A-Jugend nachrückenden Ryan Haas und Alexander Hess einen guten Eindruck. Ein Sonderlob gibt es vom Coach aber auch für Felix Stumpf – und zwar aus einem ganz einfachen Grund. „Ich hatte gar nicht mit ihm gerechnet“, sagt Holdefehr.

Ein Wechsel seines Studienortes von Pforzheim nach Rüsselsheim macht kurzfristig wieder ein regelmäßiges Training bei seinem Heimatverein möglich. „Eigentlich war ausgemacht, dass Felix mitmacht, wenn es die Zeit zulässt. Jetzt hat er zu Beginn der Vorbereitung in der Halle gestanden und bislang voll mitgezogen. Es ist klasse, unverhofft eine weitere Alternative zu haben“, so Holdefehr mit Blick auf den 22-jährigen Rückraumspieler, relativiert dann aber doch etwas: „Ryan Haas, Alexander Hess und auch Felix Stumpf brauchen schon etwas Zeit. Aber sie in der Hinterhand zu haben, kann im Laufe einer langen Runde sehr viel Wert sein. Wir werden sie behutsam auf- und einbauen.“

Behutsam gilt es auch mit den beiden Langzeitverletzten Oliver Sziebert und Lukas Baumann umzugehen. Sziebert laboriert noch an den Folgen seiner Patella-OP, könnte aber im Idealfall schon wieder im September ins Mannschaftstraining einsteigen. Bei Baumann wird es nach Kreuzbandriss und Meniskusschaden ungleich länger dauern, vor Januar ist mit dem Rückraumspieler nicht zu rechnen.

Sziebert braucht noch Zeit

„Sie sind aber beide regelmäßig dabei, machen individuelle Übungen und bekommen natürlich alle Zeit, die sie brauchen, um wieder richtig fit zu werden“, betont der Trainer. Ein spektakuläres Teamevent stand auch schon auf dem Plan: Die Mannschaft versuchte sich auf dem Altrhein bei Erfelden im Drachenbootfahren. „Das war wieder eine riesen Gaudi, aber man wird dabei auch kräftemäßig und koordinativ gefordert“, weiß Holdefehr aus der Vergangenheit. Immerhin stand solch eine alternative Trainingseinheit schon im dritten Jahr auf dem Plan. „Wenn da einer nicht aufpasst und seinem Vordermann das Paddel in den Rücken haut, ist das nicht lustig.“ Team und Trainer wurden immer wieder vom Steuermann zu kurzen, knackigen Sprints angetrieben, insgesamt rund zwei Stunden waren die Handballer auf dem Wasser unterwegs. „Angesichts der Temperaturen war das genau die richtige Abwechslung“, berichtet Holdefehr. Von Freitag bis Sonntag fahren die Groß-Rohrheimer noch zu einem Trainingslager nach Großwallstadt – inklusive Spielen gegen die gastgebende Reserve des Altmeisters und Erlenbach. Tests gegen die TG Laudenbach und Büttelborn II stehen auch noch an. Der Höhepunkt der Vorbereitung ist aber das Sebastian-May-Gedächtnisturnier am 2. September in der Bürgerhalle. Mit den beiden Landesligisten HSG Fürth/Krumbach und TSV Pfungstadt sowie dem Liga-Rivalen HC VfL Heppenheim hat der TVG hierzu ein starkes Teilnehmerfeld eingeladen.

„Das wird ein echter Härtetest für uns kurz vor dem Rundenstart sein“, so Holdefehr, der in der 14er-Liga einen einstelligen Tabellenplatz als Ziel ausgegeben hat: „Wenn wir von Verletzungen weitestgehend verschont bleiben, sollte das realistisch sein.“ me

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