Lokalsport Südhessen

Handball-Bezirksoberliga 34:29-Heimsieg über ESG Erfelden / Trainer Holdefehr verteilt Sonderlob an Rückraum-Spieler

TV Groß-Rohrheim mit souveräner Vorstellung

Groß-Rohrheim.Das war überzeugend: Die Handballer des TV Groß-Rohrheim gewannen am Freitagabend ihr Bezirksoberliga-Heimspiel gegen die ESG Erfelden sicher mit 34:29 (17:13). „Damit hatte ich im Vorfeld nicht gerechnet. Ich habe an unsere Chance geglaubt, aber das wir Erfelden so im Griff haben würden, das hat mich ehrlich gesagt selbst überrascht“, meinte TVG-Trainer Sascha Holdefehr.

Mit 5:3 Punkten kann der Aufsteiger mit dem Saisonstart nun durchaus zufrieden sein. „Auch wenn uns das Unentschieden aus der Vorwoche in Erbach schon ärgert“, so der Coach. „Wenn wir so aufgetreten wären wie jetzt gegen Erfelden, hätten wir keinen Punkt in Erbach gelassen“, ist er sich sicher.

Dabei wurden am Freitagabend die Nerven der Beteiligten erstmal strapaziert: Am Tag vor der Partie wurde die Ansetzung der Schiedsrichter geändert. „Weshalb weiß ich nicht“, berichtete Holdefehr. „Vielleicht war einer der beiden Unparteiischen krank geworden.“ Aber es wurde direkt ein neues Gespann eingeteilt, das aber nicht in der Bürgerhalle auftauchte. Hektisch wurde telefoniert und irgendwann war klar, dass das neue Gespann übersehen hatte, dass die Begegnung am Freitag ist.

„Sie wollten am Samstag kommen“, klärte Holdefehr auf. Da die Partie aber ausgetragen werden musste, erklärten sich Erfelden und Groß-Rohrheim bereit, dass die beiden TVG-Mitglieder und Schiedsrichter Heiko Winter und Oliver Sziebert die Leitung übernehmen. „Sie haben ihre Sache auch sehr gut gemacht“, lobte der Trainer, „auch Erfelden war im Nachhinein zufrieden.“

Als das Spiel nach fast 20 Minuten Verspätung angepfiffen wurde, war Groß-Rohrheim gleich hellwach. Basierend auf einen guten Alexander Wägerle im Tor und einen spielfreudigen und torgefährlichen Rückraum mit Sebastian Haas, Andreas Ochs und Till Haas setzten sich die Gastgeber auf 6:2 (7.) und 8:3 (10.) ab. Danach kam Erfelden zwar auf 6:9 und 9:10 (18.) heran, was aber in erster Linie an Unachtsamkeiten der TVG-Deckung lag.

„Da haben wir ein paar Bälle aus der zweiten Reihe durchgelassen, die man eigentlich blocken muss“, erkannte Holdefehr, der dennoch mit der eher defensiven Variante in der Abwehr zufrieden war. „Das war genau das Richtige gegen diesen Gegner“, so der Coach mit Blick auf sein ehemaliges Team. Schließlich war Erfelden die letzte Station des Übungsleiters, bevor er den Posten beim TVG übernahm.

Noch vor der Pause erhöhte Groß-Rohrheim wieder auf 15:11 und 17:12 – und als der Vorsprung Mitte der zweiten Hälfte auf 24:17 (43.) und 27:19 (46.) angewachsen war, war die Messe gelesen. „Leider haben wir dann etwas nachgelassen und einen noch deutlicheren Erfolg liegengelassen. Das war vor allem aber auch ärgerlich für Jonas Sartorius, der in dieser Phase für Alex Wägerle ins Tor kam und von seiner Abwehr einige Male im Stich gelassen wurde“, haderte Holdefehr. Sartorius konnte sich zwar bei einigen freien Bällen auszeichnen, aber die Stabilität ging etwas verloren. „Ohne das wir aber in Gefahr geraten wären“, so der Coach, der aus einer über 45 Minuten sehr guten, geschlossenen Mannschaftsleistung seine Rückraumachse hervorhob: „Es war schon wichtig, dass Andreas Ochs wieder einen sehr guten Tag erwischte und dass die Schulter von Sebastian Haas gehalten hat.“

Sicheres Kombinationsspiel

Tatsächlich hatte Erfelden gegen das schnelle und sichere Kombinationsspiel der Gastgeber nie ein probates Mittel gefunden, auch die phasenweise Manndeckung gegen Ochs verpuffte, weil dann die anderen Spieler die Räume nutzten.

TVG-Tore: Ochs (13/7), Sebastian Haas (8/1), Till Haas (7), Ehlert (3), Fries, Heß, Kohl (je 1). me

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional