Lokalsport Südhessen

Handball-Bezirksoberliga Spargelstädter reisen zum Meisterschaftsfavoriten HSG Fürth/Krumbach

TV Lamperteim als klarer Außenseiter

Archivartikel

Lampertheim.Vor einer schier unüberwindbaren Hürde stehen die Handballer des TV Lampertheim heute Abend. Ab 19 Uhr müssen sie bei der HSG Fürth/Krumbach ran, dem haushohen Favoriten auf die Meisterschaft. Alle, ausnahmslos alle Trainer der Bezirksoberliga sehen die Odenwälder auf Platz eins und deren Coach Jens Becker nimmt diese Favoritenrolle auch gerne an: "Wenn man Vize-Meister war und sich noch etwas verstärkt hat, dann muss man als Ziel den Titel ausgeben." Von solchen Aussagen ist Achim Schmied natürlich noch weit entfernt.

Für den neuen Trainer der Spargelstädter geht es in erster Linie darum, einen ordentlichen Mittelfeldplatz einzunehmen - durchaus mit Blick Richtung vorderem Drittel. Aber das Wichtigste ist für Schmied und den TVL, dass die jungen Spieler wie Felix Nieter und Nils Lochbühler integriert werden und mittelfristig auch die Talente aus der Oberliga-A-Jugend den Sprung schaffen. Während Fürths Coach Jens Becker schon im März diesen Jahres bei der Vertragsverlängerung ankündigte, dass diese Saison seine letzte als Trainer sein wird - nicht nur bei Fürth, sondern überhaupt -, hat Schmied noch einen langfristigen Plan, der weit mehr erfordert, als den kurzfristigen Erfolg.

Herkulesaufgabe für TVL-Abwehr

Dennoch: Kampflos wollen sich die Lampertheimer in Fürth natürlich nicht geschlagen geben. "Wir wissen, was da auf uns zukommt und müssen vor allem in der Rückwärtsbewegung aufpassen, dass wir nicht überrannt werden", weiß Schmied über die gefährlichen Konter der Gastgeber bestens Bescheid. Aber auch im Positionsangriff verfügt Fürth über viel Wurfkraft, entsprechend wird auf die Deckung des TVL Schwerstarbeit zukommen. Da passt es so gar nicht, dass hinter dem Einsatz des nach wie vor angeschlagenen Matthias Zielonka ein Fragezeichen steht. Am vergangenen Wochenende bei der bitteren 27:30-Niederlage gegen Bonsweiher, wirkte er bis Anfang der zweiten Hälfte mit, dann ging es nicht mehr. Auch Yannick Adrian droht mit Rückenbeschwerden noch auszufallen, während es bei Michael Redig wieder etwas besser läuft. Der Routinier ist zwar noch nicht topfit, aber für einen Einsatz gegen Fürth sollte es reichen. Redig ist auch der Spieler des TVL, vor dem HSG-Trainer Jens Becker den größten Respekt hat: "Er kann an einem guten Tag ein Spiel allein entscheiden. Auf ihn müssen wir uns schon etwas einstellen."

Während der Fokus auf der Partie im Odenwald liegt, trauert Schmied schon noch etwas der knappen Auftaktniederlage nach. "Da war eindeutig mehr drin für uns. Aber wir haben uns zu viele Schwächephasen erlaubt", erinnert sich Schmied. Immer wieder kämpften sich die Lampertheimer heran, vergaben dann aber wieder gute Möglichkeiten oder leisteten sich auch ungewohnt viele technische Fehler. "Daran müssen wir arbeiten. In Fürth dürfen wir uns solche Aussetzer nicht erlauben, wenn wir eine Chance haben wollen", so der erfahrene Coach. me

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