Lokalsport Südhessen

Fußball-Kreisoberliga Mit ihrem neuen Trainer Rudi Kecskemeti wollen die „Turner“ nicht zuletzt Spieler aus der zweiten Reihe nach vorne bringen

TV Lampertheim mit Luft nach oben

Archivartikel

Ried.In der Fußball-Kreisoberliga Bergstraße ist Rudi Kecskemeti gerade dabei, sich als Trainer bei seinem neuen Verein TV Lampertheim einzuleben. „Das sind alle super Jungs und wir haben im Sportausschuss wirklich gute Leute, die den Verein nach vorne bringen“, freut sich Kecskemeti bei einem gut geführten Verein angeheuert zu haben – wenn da das Sportliche nicht wäre. Denn hier glaubt Kecskemeti, noch jede Menge Arbeit vor sich zu haben.

Zwar machte ihn der 2:1-Heimsieg seiner Mannschaft dank der beiden Treffer von René Salzmann und Pascal Simon gegen die U23 des SV Waldhof fast wunschlos glücklich, doch es gab auch ein glattes 0:9 gegen den neuen Verbandsligisten SG Unter-Abtsteinach. Auch die 2:5-Niederlage beim VfL Birkenau am vergangenen Wochenende, mit der die Turner aus dem Kreispokal flogen, war sicherlich keine Ruhmestat.

Viele Spieler noch im Lernprozess

„Unsere Chancenauswertung war dabei katastrophal. Wenn ich damals aufgelaufen wäre, hätte es noch wesentlich öfter gescheppert“, sagt der Trainer mit einem Augenzwinkern und erinnert dabei an eigene fußballerische Glanzzeiten. Dem Coach ist voll und ganz bewusst, dass er derzeit auch auf Akteure zurückgreifen muss, die in der vergangenen Saison lediglich in der zweiten Mannschaft oder bei den A-Junioren spielten. Diese will er aber fußballerisch nach vorne bringen.

„Auch hier wird aber irgendwann einmal der Lernprozess abgeschlossen sein und dann haben wir wieder einige Spieler mehr an die erste Mannschaft herangeführt“, so Kecskemeti. Auch am Sonntag (15.15 Uhr) muss sich der TV Lampertheim im Odenwald beweisen. Das erste Auswärtsspiel der neuen Saison findet bei der Spielvereinigung Fürth statt.

„Wenn es darum geht, den großen Meisterschaftsfavoriten zu benennen, redet jeder vom VfR Bürstadt oder der FSG Riedrode. Viele vergessen da die Fürther mit ihrem neuen Trainer Ludwig Brenner. Der hat viele gute Spieler bekommen. Das ist ein kleines Schatzkistchen“, sieht Rudi Kecskemeti seine Elf vor einer schweren Prüfung.

Im zweiten Jahr beim FV Hofheim ist nun Spielertrainer Oliver Schader. Er blickt auf eine gute Vorbereitung zurück, nach der die neuformierte Mannschaft immer mehr zusammenfindet. Schader weiß aber auch, dass hier der Integrationsprozess noch nicht ganz abgeschlossen sein kann. „In fünf Wochen bekomme ich so etwas nicht hin. Deswegen werden wir sicher noch etwas Zeit benötigen“, sagt Schader.

Der Coach freut sich darüber, dass sich einige Zugänge in der Vorbereitung richtig ins Zeug gelegt hätten: „Christian Baunach, Sascha Fetzer und Maximilian Eck haben ihr Bestes gegeben. Das hat mich sehr überzeugt, soll aber die Leistung der anderen neuen Spieler nicht schmälern.“ So sieht Oliver Schader dem Saisonauftakt gegen die TSV Auerbach, der er eine wesentlich bessere Runde zutraut als zuletzt, zuversichtlich entgegen. So muss er lediglich auf Florian Bach (Bänderverletzung) verzichten.

VfR muss zur Tvgg Lorsch

Mit dem Aufstieg des FC Ober-Abtsteinach spielt nun wieder ein alter Traditionsverein in dieser Liga. Dieser war schon in der Vorgängerklasse, der Kreisoberliga, am Ball. In der alten A-Klasse Süd mischten die Ober-Abtsteinacher schon munter mit, als da noch Teams aus dem Fußballkreis Darmstadt mit am Ball waren. Nun muss sich die FSG Riedrode zu Hause gegen diesen Gegner beweisen. Ebenfalls Heimrecht genießt der FC Alemannia Groß-Rohrheim, der die KSG Mitlechtern empfängt.

Dagegen ist der VfR Bürstadt erst einmal auswärts gefordert. Die Göbel-Elf muss zur Tvgg Lorsch, die mit ihren Zugängen Knaup und Gaggiano auf mehr Variabilität im Angriff hofft. hias

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