Lokalsport Südhessen

Tischtennis Bürstadts Hessenliga-Frauen empfangen Biebrich / TTC Lampertheim reist nach Oberrad

TVB will Angstgegner überraschen

Archivartikel

Ried.Müssten die Tischtennis-Damen des TV Bürstadt einen Angstgegner unter ihren Kontrahenten benennen, läge die Antwort wohl schnell auf der Hand: der TTC Biebrich. Selbst in der Saison 2017/18, als das junge TVB-Team sensationell Vizemeister wurde, taten sich die Bürstädterinnen gegen die Mannschaft aus dem Wiesbadener Ortsbezirk schwer. Einem knappen 8:6-Sieg in der Vorrunde stand damals ein 6:8 in der Rückserie gegenüber.

„Wenigstens ist das Spiel in Bürstadt“, sagt Tischtennis-Abteilungsleiter Frank Rosenberger vor dem Duell gegen Biebrich am Sonntag (14 Uhr). Für die TVB-Damen handelt es sich um den dritten Spieltag. In den ersten zwei Partien verloren die Bürstädterinnen jeweils mit 5:7 bei der SG Kelkheim und bei der Spvgg Hochheim. Biebrich steht nach drei Spielen bei 3:3 Zählern. Auffällig dabei: Der TTC hat schon acht Spielerinnen eingesetzt. „Es kommt also stark darauf an, wie Biebrich antritt“, ist Rosenberger auf die Vierer-Aufstellung der Gäste gespannt: „Biebrich weiß, dass es ein Abstiegsspiel gegen uns ist.“ Für Bürstadt werden Laura Rosenberger, Fabienne Zorn, Laura Wunder und Celine Plischka versuchen, die ersten Punkte einzusammeln. Laura, die Tochter des TVB-Abteilungsleiters, feilt zurzeit in Mainz an ihrer Bachelorarbeit. Vom Spielen hält das die 21-Jährige aber nicht ab. „Der Zusammenhalt ist gut, da passt alles“, berichtet Frank Rosenberger. Für Claudia Müller rückt Fabienne Zorn ins vordere Paarkreuz. „Fabienne ist gut drauf. Es wird interessant sein zu sehen, wie sie sich vorne schlägt“, traut Rosenberger der 21-Jährigen einiges zu: „Vielleicht gelingt uns ja eine Überraschung.“

Klassenkamerad TTC Lampertheim greift ebenfalls wieder ins Geschehen ein. Am Samstag (17 Uhr) geht es zur TSG Oberrad. „Das ist ein Spitzenspiel“, meint TTC-Vorsitzender Uwe van gen Hassend vor dem Kräftemessen zwischen den TTC-Damen, die sich Platz eins mit dem SV Ober-Kainsbach teilen (6:2 Punkte), und den Frankfurterinnen, die 5:3 Zähler vorweisen.

„Wir können das völlig entspannt angehen. Weil wir aus der Oberliga zurückgezogen haben, dürfen wir ja sowieso nicht aufsteigen“, erklärt van gen Hassend. Dem Rennen um die Meisterschaft wollen sich die noch ungeschlagenen TTC-Damen jedoch nicht entziehen.

„Ich denke schon, dass wir eine Chance haben“, betont van gen Hassend: „Unser Ziel war ja, wieder mehr Erfolgserlebnisse zu haben. Das klappt bisher ganz gut. Die Stimmung im Team passt – und mit Anne Lochbühler haben wir eine Spitzenspielerin, die immer für drei Siege gut ist.“

Wegen der Ferien ist Mannschaftstraining in Lampertheim zurzeit nicht möglich. „Die Halle ist zu“, erklärt der TTC-Boss: „Aber wir werden das schon hinkriegen.“

In der Bezirksliga musste Bürstadts drittes Damenteam ordentlich Lehrgeld zahlen. Bei der SKG Zell setzte es eine 0:12-Niederlage. Bis auf das Fünf-Satz-Match, in dem Sophie Rosenberger zweimal führte und zwei Matchbälle vergab, gab es für Bürstadts Nachwuchsteam wenig zu erben. „Ein paar Siege mehr hätten sie verdient gehabt. Doch am Erfolg für Zell gab es an dem Tag nichts zu rütteln“, räumte Frank Rosenberger ein.

Bürstadt III verliert 0:12

Dass Bürstadts Damen III jetzt mit 0:6 Punkten auf dem letzten Platz stehen, sieht der Abteilungsleiter nicht so tragisch. „Das ist eine sehr junge Mannschaft. Wir wussten von vornherein, dass es nicht leicht würde. Aber es werden noch Spiele kommen, in denen mehr möglich sein wird“, ist sich Rosenberger sicher. Nach einer fünfwöchigen Spielpause trifft Bürstadts Reserve am 6. November auf die SG Seidenbuch.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional