Lokalsport Südhessen

Handball-Bezirksoberliga Tabellenführer Groß-Rohrheim erwartet mit Rüsselsheim eine knifflige Aufgabe

TVG plant nächsten Schritt

Archivartikel

Groß-Rohrheim.Das nächste Spitzenspiel wartet auf die Handballer des TV Groß-Rohrheim: Morgen um 18 Uhr muss das Team von Trainer Sascha Holdefehr als Tabellenführer beim Liga-Vierten MSG Rüsselsheim/Bauschheim/Königstädten ran. „Eine anspruchsvolle Aufgabe“, wie der TVG-Coach betont. „Für mich ist Rüsselsheim neben Langen und uns das spielstärkste Team in der Liga. Sie spielen einen richtig schönen Handball“, hat Holdefehr beobachtet. Doch bei allem Respekt vor dem Gegner. „Auf dem Weg zur Meisterschaft wollen wir dort natürlich die Punkte mitnehmen“, betont der Trainer.

Im Hinspiel zeigte der TVG gegen die Rüsselsheimer eine starke Leistung, „die aber auch nötig war“, meint Holdefehr mit Blick auf das 37:32 aus dem November. Entsprechend geht der Übungsleiter auch nicht davon aus, dass seine Spieler den Gegner auf die leichte Schulter nehmen könnten: „Alle wissen, dass das ein hartes Stück Arbeit war und alle wissen auch, dass wir es mit einem richtig guten Gegner zu tun bekommen.“

MSG fehlen Leistungsträger

Dabei ist für Holdefehr nebensächlich, dass seinem Gegenüber Markus Ryback wohl einige Leistungsträger fehlen. So zog sich Torjäger Yannick Popp einen Kreuzbandriss zu und wird definitiv ausfallen. Mirco Reinheimer musste zuletzt auch verletzt passen. Dass sie aber durchaus in der Lage sind, dies zu kompensieren, zeigten die Rüsselsheimer am vergangenen Wochenende bei ihrem 35:30-Sieg in Lorsch.

Beim TV Groß-Rohrheim sieht es indes personell gut aus: Lukas Baumann hat zwar etwas Probleme mit dem Sprunggelenk, sollte aber ebenso dabei sein wie Andreas Ochs, der unter der Woche beruflich bedingt ein Training ausfallen lassen musste. Damit fehlt morgen nur der langzeitverletzte Oliver Sziebert. Dass nach dem jüngsten 30:20-Sieg beim Tabellendritten in Crumstadt erste Gratulationen zum Titel kamen, schiebt Holdefehr ganz weit von sich: „Da können wir nach den beiden kommenden Spielen mal reden. Mit der Partie in Rüsselsheim und danach in Bonsweiher haben wir noch zwei dicke Brocken vor uns“, so der Coach.

Während er überzeugt ist, dass die Partie in Rüsselsheim von seiner Mannschaft keinesfalls unterschätzt werden wird, sieht er die Aufgabe danach gegen den Tabellenachten Bonsweiher „mental vielleicht einen Tick schwerer“ an. „Aber da muss ich dann als Trainer in der Vorbereitung die passenden Worte finden“, würde er nur zu gerne im danach folgenden Heimspiel gegen Heppenheim den ersten Matchball zur Meisterschaft haben und natürlich auch verwandeln.

„Heppenheim ist unser einziges verbleibendendes Heimspiel. Das würde schon passen“, meint Holdefehr mit einem kleinen Schmunzeln und schiebt dann ernst hinterher: „Wir haben noch vier Spiele, acht Punkte sind zu vergeben. Unser Vorsprung beträgt zwei Zähler und wir haben gegenüber dem Konkurrenten Langen den besseren direkten Vergleich. Entsprechend einfach ist die Rechnung: Wir brauchen drei Siege – egal gegen wen.“

Dass die HSG Langen noch einmal straucheln könnte, damit rechnet Holdefehr nicht. „Höchstens am letzten Spieltag in Heppenheim. Wenn es dann aber dort für sie um die Meisterschaft gehen würde, holen sie auch dort die Punkte“, sieht der TVG-Coach den Verfolger ebenfalls in guter Form.

Heute Abend muss Langen in Arheilgen ran, nach Ostern empfängt der Tabellenzweite noch Crumstadt, ehe das Finale in Heppenheim ansteht. „Realistisch betrachtet, wird die HSG drei Spiele gewinnen. Aber wir sind in der sehr angenehmen Situation, dass wir den Titelgewinn selbst in der Hand haben“, erklärt Holdefehr.

Mit einem Sieg morgen Abend in der Sporthalle in Bauschheim könnten die Groß-Rohrheimer einen weiteren großen Schritt in Richtung Landesliga machen. „Das ist spielerisch auf alle Fälle die anspruchsvollste Aufgabe, die wir noch haben“, ist bei Holdefehr dann wieder der Respekt vor dem „technisch und taktisch sehr guten Gegner“ da. me

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