Lokalsport Südhessen

Fußball-Kreisoberliga Lampertheims Trainer Rudi Kecskemeti peilt einen Platz im oberen Tabellendrittel an / Zugänge Zimmermann und Schmitt als Verstärkung

TVL fühlt sich im Windschatten wohl

Archivartikel

Lampertheim.Auch in der neuen Saison wird der TV Lampertheim ein Schwergewicht in der Fußball-Kreisoberliga Bergstraße bleiben. Da die Mannschaft der Spargelstädter im Großen und Ganzen zusammenblieb und in der vergangenen Spielzeit Platz vier erreichte, ist jedenfalls nicht damit zu rechnen, dass die Fußballer des 1883 gegründeten Turnvereins plötzlich in der Liga Probleme bekommen könnten.

„Natürlich wollen wir eine gute Runde spielen und klar ins obere Tabellendrittel. Aber den Aufstieg in die Gruppenliga peilen wir gewiss nicht an“, erklärt Trainer Rudi Kecskemeti die Zielsetzung.

Dass sich der aus Mannheim kommende Übungsleiter so in Zurückhaltung übt, ist auch etwas der Historie geschuldet. Gerade die Saison 2017/18 ist dem Verein in unguter Erinnerung. Damals wurde die Mannschaft nach dreimaligem Nichtantreten automatisch aus der Gruppenliga abgemeldet. „Die Gruppenliga ist nichts für uns. Weite Fahrten, wenig Zuschauer gegen Dieburg oder Michelstadt. Da passt die Kreisoberliga doch viel besser zum TV Lampertheim“, so Kecskemeti. Und es hat noch einen weiteren Grund, weswegen die Lampertheimer etwas bescheiden sind. Die „goldene“ Fußballgeneration beim TV Lampertheim mit einem Daniel Willhard, Peter Hecher, Pascal Simon, Daniel Willhardt, Philipp Hensel, Robert Meier oder René Salzmann wird sich irgendwann aus dem aktiven Spielbetrieb verabschieden und sportlich etwas kürzerzutreten.

„Die Großen ärgern“

Die junge Fußball-Generation wird also künftig gefordert sein. Und die ist gerade dabei, sich ihre Sporen zu verdienen. Das gelang im Fall von Nico Jäger und Tim Gärtner recht gut. Nicht zu vergessen Torwarttalent Jannik Roos, der schon mehr als einmal ein sichererer Rückhalt zwischen den Pfosten war. Auch der nun zur SG Hüttenfeld abgewanderte Maximilian Busch stellte in zahlreichen Spieleinsätzen seine Fähigkeiten unter Beweis. „Wir wollen weiterhin die Großen der Liga ärgern“, hätte auch der reaktivierte TVL-Pressesprecher Frank Willhardt nichts dagegen, lediglich im Windschatten der Spitzenteams zu fahren, ohne dabei die Gruppe anführen zu müssen. Qualität ist im Lampertheimer Kader mehr denn je vorhanden. Dies liegt auch an den beiden Zugängen Alexander Zimmermann und Ole Schmitt. Zimmermann kehrt nach vielen Jahren in der Fremde zu seinem Heimatverein zurück und bringt Ole Schmitt mit, mit dem er bei der Tvgg Lorsch schöne fußballerische Tage erlebte. Auch die weiteren zahlreichen Zugänge sollen für Qualität im Kader und auch dafür, dass die Mannschaft der Spargelstädter wieder etwas konstanter wird. „Unsere Ergebnisse schwankten in der vergangenen Runde doch sehr“, bemängelt Sportausschussmitglied Jürgen Hofmann.

Nagelprobe in Unter-Abtsteinach

Erste Erkenntnisse, was die neue Lampertheimer Mannschaft taugt, wird es schon am 4. August kurz vor 15 Uhr geben. Da nämlich ist das erste TVL-Rundenspiel beim Aufsteiger SG Unter-Abtsteinach II bereits beendet. Holt die Elf von Trainer Kecskemeti hier ein Unentschieden, kann sie sich durchaus etwas einbilden, denn die Unter-Abtsteinacher werden ganz hoch gehandelt. Kecskemeti zählt sie sogar zum Favoritenkreis. hias

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