Lokalsport Südhessen

Fußball Christoph Schamber, Nils Döhren und Rudy Stalyga entwickeln „FuPer“ für Spieler im Alter von zehn bis 15 Jahren

Über 500 Erklärvideos auf neuer Trainings-App

Archivartikel

Bergstraße.Wie kann ich junge Menschen erreichen – und sie dafür begeistern, selbst daran zu arbeiten, noch besser zu werden? Diese Frage stellt sich Christoph Schamber nicht nur in seinem Beruf als Lehrer an der Erich-Kästner-Schule in Bürstadt praktisch täglich. Auch außerhalb der Schule ist der 30-Jährige als Fußballtrainer in Sachen Wissensvermittlung äußerst aktiv. Bis zur Saison 2018/2019 war Schamber beim Kreisoberligisten VfR Bürstadt als Spieler und Co-Trainer tätig, ehe er zur Saison 2019/2020 den Ligakonkurrenten KSG Mitlechtern als Chefcoach übernahm.

„Wenn die Saison 2019/2020 weitergegangen wäre, hätten wir wohl trotzdem nichts mit dem Abstieg zu tun gehabt“, blickt Schamber auf die wegen der Corona-Pandemie vorzeitig beendete Spielzeit zurück, in der er mit der KSG auf Rang elf ins Ziel kam. „Auch in der aktuellen Runde wollen wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, betont der Coach der Odenwälder.

Coach am DFB-Stützpunkt

Doch sein Trainerengagement geht noch deutlich weiter, schließlich ist er schon seit Jahren an seinem Wohnort Bensheim als Trainer am dortigen DFB-Stützpunkt tätig. „Wenn du Stützpunkttrainer bist, dann tauchen bei den Kindern immer wieder dieselben Fragen auf, die es dann zu beantworten gilt. Das hat mich beschäftigt“, machte sich Schamber Gedanken, den Spielern im Bereich U 12 bis U 15 etwas mit an die Hand zu geben, dass es ihnen sogar zuhause ermöglicht, Antworten auf ihre Fragen zu erhalten. Dabei war er nicht allein. Mit Niels Döhren, mit dem Schamber bis 2019 beim VfR Bürstadt spielte und der danach zur SG Einhausen (seit Juli 2020 SSG Einhausen) wechselte, sowie Rudi Stalyga, der als Trainer und Trainerausbilder am DFB-Stützpunkt in Ober-Abtsteinach tätig ist, brachte er im August eine Trainings-App für Smartphones und Tablets heraus. Diese richtet sich an junge Fußballer im Alter zwischen zehn und 15 Jahren und trägt dem Namen „FuPer“. „Das ist eine Namenskombination aus Fußball und Performance“, erläutert Schamber.

„Als wir vor zwei Jahren damit begonnen haben, diese Onlinetrainingsplattform zu entwickeln, hätte wohl keiner gedacht, dass wir bis zur Veröffentlichung 16 000 Arbeitsstunden in das Projekt stecken würden. Chris kannte ich vom VfR Bürstadt und Rudi Stalyga letztlich auch, er hat ja dort noch mit meinem Vater zusammen in der Oberliga Hessen gespielt“, berichtet Döhren und ergänzt: .„Wir haben zwölf Leute im Hintergrund, die wissen, wie man eine App erstellt. Insgesamt arbeiten 30 Personen am Projekt.“

Zur Freude Döhrens stehen auf der Plattform als Ergebnis dieser Arbeit nun über 500 Erklärvideos und ein Punktebelohnungssystem zur Verfügung. „Es wird kindgerecht erklärt, wie man was machen muss. Und das kann man dann eben auch daheim im Garten oder zusammen mit Freunden auf dem Bolzplatz machen“, legt Stalyga großen Wert darauf, dass jeder Schritt der zwanzigminütigen Einheiten im Video ausführlich erläutert wird. „Es geht darum, dass es den Kindern Spaß macht, an den eigenen Fertigkeiten zu arbeiten und diese zusätzlich zu den eigentlichen Trainingseinheiten im Verein oder Stützpunkt zu verbessern. Ich sichte viel auf Sportplätzen – und da fallen einem bisher so um die zehn junge Talente auf. Künftig könnten es dann vielleicht 20 oder 30 sein“, ist die Freude bei Stalyga groß, dass die kostenfreie Testversion in den ersten zehn Tagen deutschlandweit schon 540 Mal abgerufen wurde.

Die kostenpflichtigen Premiumpakete beinhalten eine Version für Feldspieler und eine für Feldspieler und Torhüter. and

Info: Weitere Informationen unter fuper.de

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