Lokalsport Südhessen

Fußball-Gruppenliga Eintracht Bürstadt will am Samstag gegen Fürth nachlegen / Pokal-Achtelfinale gegen den VfR

Ungewohnte Rolle

Archivartikel

Bürstadt.Ein 5:2-Sieg im Pokal gegen die TSV Auerbach, ein 5:0 im Punktspiel gegen den SV Nauheim und zuletzt ein famoses 8:1-Torfestival bei den Sportfreunden Heppenheim: Die Bürstädter Eintracht hat ihre Anlaufschwierigkeiten in der Fußball-Gruppenliga Darmstadt hinter sich gelassen und zu einem veritablen Höhenflug angesetzt. Oder, um es mit den Worten von Spielertrainer Benjamin Sigmund auszudrücken: „Läuft bei uns, würde ich sagen.“ Diese flapsige Bemerkung hatte sich Bürstadts Coach kurz nach dem Abpfiff des ungleichen Duells im Heppenheimer Starkenburg-Stadion am Sonntag mit einem Schmunzeln erlaubt.

Der vorläufige Lohn für die Leistungssteigerung spiegelt sich auch in der Tabelle wider. Erstmals seit Mitte August steht der Aufsteiger nicht auf einem Abstiegsplatz. Mit zehn Punkten aus ebenso vielen Ligaspielen finden sich die Bürstädter auf Platz zwölf wieder. Und noch etwas wird im Kerwespiel am Samstag (16 Uhr, Eintracht-Sportplatz) im Heimmatch gegen den FC Fürth anders sein als bisher: Zum ersten Mal in der laufenden Runde trifft die Eintracht auf einen Kontrahenten, der im Klassement hinter ihr steht. Die Fürther sind aktuell mit sieben Zählern Drittletzter, haben allerdings eine Partie weniger absolviert.

„Ein hartes Stück Arbeit“

Für Sigmund ändert dieser Umstand allerdings wenig an der Ausgangslage. „Dass wir in der Tabelle nach oben geklettert sind, war ein hartes Stück Arbeit. Das kann sich aber ruck zuck wieder ändern. Wir wollen den Abstand zu Fürth halten, wenn nicht sogar ausbauen“, stellt Bürstadts Coach klar – und ergänzt: „Wir sind jetzt wettbewerbsübergreifend seit drei Spielen ungeschlagen und haben dabei 18 Tore erzielt. Wir sollten jetzt schon ein gesundes Selbstvertrauen haben, ohne den Gegner zu unterschätzen. Fürth wird uns alles abverlangen. Mit 50, 70 oder 80 Prozent wird es nicht gehen.“

In jedem Fall muss es ohne Juan Marroqui Cases gehen. Der Stürmer, der gegen Heppenheim dreimal traf, weilt für zwei Wochen im Urlaub. Auch der angeschlagene Mittelfeldmann Andi Schwöbel wird wohl ausfallen.

Die finale Gewissheit, dass der Klassenneuling mithalten kann, bezeichnet Sigmund als „Balsam auf der Seele“, wie er zugibt: „Ich konnte mir das nicht erklären, weil ich die Qualität meiner Mannschaft kenne. Umso dankbarer bin ich, dass es jetzt so gekommen ist. Es war eine Frage der Zeit, bis sich der Hebel umlegen würde, wenn man so akribisch und hart arbeitet wie wir.“

Sechs Punkte mehr, glaubt der Eintracht-Coach, könnte seine ETB-Elf auf dem Konto haben: „Ich behaupte, dass in Heppenheim keiner mehr 8:1 gewinnen wird – aber auch für diesen Sieg gibt es nur drei Punkte.“

Im Kreispokal gegen VfR Bürstadt

Ein kleines Schmankerl gab es am Mittwoch oben drauf. Die Kreispokal-Auslosung hat ergeben, dass die Eintracht im Achtelfinale auf den benachbarten Kreisoberligisten VfR Bürstadt trifft. „Ich denke, dass sich viele Einheimische darauf freuen werden. Mir ist es aber eigentlich egal, gegen wen wir spielen“, meint Sigmund.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional