Lokalsport Südhessen

Spieler der Woche 30-Jähriger glänzt im Tor des Fußball-Kreisoberligisten TV Lampertheim – und akzeptiert seine Situation als Vertreter von Peter Hecher ohne Murren

Ungewohnte Rolle für Daniel Obert

Lampertheim.Den Heimnimbus, als einziges Team der Fußball-Kreisoberliga Bergstraße auf eigenem Platz noch ungeschlagen zu sein, nahm der TV Lampertheim durch den 2:1-Sieg gegen Alemannia Groß-Rohrheim mit unter den Weihnachtsbaum. Dabei waren die Gäste vom FCA dicht dran, den Rot-Weißen die erste Heimniederlage zuzufügen oder zumindest nach Anatolia Birkenau als zweites Team überhaupt einen Zähler aus dem Sportzentrum Ost mitzunehmen. Dass es nicht so kam, hatten die Spargelstädter ihrem Torhüter Daniel Obert zu verdanken, der in der Anfangsphase eine durchaus mögliche 3:0-Führung der Gäste mit seinen Paraden verhinderte.

„Als ich zum ersten Mal eingreifen musste, waren gerade erst 17 Sekunden vorbei“, erinnert sich der 30-Jährige wie das FCA-Sturmduo Marcel Eckhardt und Patrick Schmitt schon früh gefährlich vor ihm auftauchte – und er gegen Schmitt schon in der ersten Minute eine Großtat verrichten musste. Es war kaum eine weitere Minute vergangen, da musste Obert schon die nächste hundertprozentige Tormöglichkeit von Schmitt zunichtemachen – und in der fünften Minute war es dann mit Marcel Eckhardt der Toptorjäger der Kreisoberliga, der den TVL-Goalie aus kurzer Distanz nicht überwinden konnte. „In diesen Situationen hatte ich auch das nötige Glück“, weiß Obert. Für ihn war es dabei erst sein dritter Saisoneinsatz im TVL-Tor. Da Stammkeeper Peter Hecher grippekrank passen musste, erhielt er seine Chance. Es ist schon ein wenig kurios, dass der gebürtige Mannheimer schon im Hinspiel in Groß-Rohrheim beim 5:4-Sieg der Lampertheimer für den damals nicht einsatzfähigen Hecher zwischen den Pfosten stand.

Trotz des Sieges hat Obert nicht die besten Erinnerungen an das Hinspiel in Groß-Rohrheim, weil er bei ein paar Gegentoren nicht die beste Figur machte. „Damals haben die Jungs für mich die Kastanien aus dem Feuer geholt, im Rückspiel konnte ich das jetzt zurückgeben“, freut er sich. „Zwei Drittel meiner Saisonspiele habe ich jetzt gegen Groß-Rohrheim gemacht, das andere war beim 0:0 bei der SG Wald-Michelbach“, ergänzt Obert mit einem Lächeln im Gesicht.

Dass er hinter Hecher die Nummer zwei im Tor ist, ist für den Bankbetriebswirt kein Problem. „Ich finde es gut, wenn es eine klare Nummer eins gibt, da weiß jeder, woran er ist. Peter hat letzte Saison noch in der Gruppenliga gespielt, ich mit dem TVL II in der Kreisliga B“, sind die Rollen für Obert klar.

Gemeinsame Jugendzeit

Beide haben schon in der D-Jugend zusammengespielt. „Peter ist ein Jahr älter als ich. Da gibt es keinen Neid auf den anderen. Das gilt für die gesamte Mannschaft und macht zusammen mit unserem neuen Trainer Rudi Kecskemeti auch den aktuellen Erfolg aus. Damit hätte sicher nicht jeder gerechnet“, ist der 30-Jährige selbst ein wenig überrascht, dass die aus den Resten des letztjährigen Gruppenliga- und B-Ligateams zusammengestellte Mannschaft nun in der Kreisoberliga sogar auf Platz zwei überwintert.

Auf den TVL Hallen-Cup am 9., 11. und 13. Januar freut sich Obert, schließlich stand er im Januar 2018 zwischen den Pfosten, als der TVL das eigene Turnier gewinnen konnte. „Das war schon etwas ganz Besonderes, aber ob Peter oder ich den Hallen-Cup spielen werden, wird man noch sehen“, sagt Obert.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional