Lokalsport Südhessen

Handball-Bezirksoberliga TV Groß-Rohrheim empfängt Tabellenvorletzten SV Erbach

„Unsere Hausaufgaben machen“

Archivartikel

Groß-Rohrheim.Eigentlich wollten die Handballer des TV Groß-Rohrheims schon letztes Wochenende wieder spielen, doch kurzfristig wurde wegen der WM die Partie in Bonsweiher verlegt. Jetzt will der TVG in der Bezirksoberliga wieder durchstarten und mit einem Sieg heute Abend ab 19 Uhr in der Bürgerhalle gegen den SV Erbach an die starke erste Saisonhälfte anknüpfen.

„Wenn wir Skrobic in den Griff bekommen, dann winken zwei Punkte“, bringt Groß-Rohrheims Trainer Sascha Holdefehr die Aufgabe gegen den Tabellenvorletzten auf den Punkt. Es scheint tatsächlich darum zu gehen, den Spielertrainer Nemanja Skrobic halbwegs aus dem Spiel zu nehmen. „Er ist der Dreh- und Angelpunkt bei den Erbachern“, hat Holdefehr, der mit seinem Team mit 23:5 Punkten Zweiter hinter Spitzenreiter Langen (25:5) ist, beobachtet.

Respekt vor Skrobic

Der Bosnier spielte letzte Runde noch beim Drittligisten SG Köndringen/Teningen und sorgt bisher im Rückraum der ansonsten eher sehr jung aufgestellten Erbacher für die nötige Stabilität – und auch für die Tore. „Er hat das schon im Hinspiel gegen uns wirklich gut gemacht. Aber damals hatten wir ihn auch noch nicht so richtig auf dem Schirm – und außerdem insgesamt nicht unseren besten Tag“, erinnert sich der TVG-Coach nur ungern an das 25:25-Remis aus dem September, „als wir einer Viertelstunde gut, dann aber 45 Minuten lang schlecht gespielt haben“. Doch bei aller Qualität, die Skrobic besitzt, geht Holdefehr aktuell davon aus, dass er ihn nicht in Manndeckung nehmen lässt.

„Wir werden uns auf alle Fälle gut vorbereiten und verschiedene Optionen haben. Ich könnte mir aber vorstellen, dass eine kompakte Deckung die bessere Wahl ist, da auch Erbach einige Lösungen gegen die Manndeckung inzwischen parat hat.“ So spielt der Tabellenvorletzte beispielsweise öfter mit dem siebten Feldspieler und Skrobic lässt sich mit seinem Bewacher bis hinter die Mittellinie zurückfallen. „Aber unter dem Strich zählt doch sowieso nur eins und das ist, dass wir unsere Leistung bringen. Wenn man den Anspruch hat, ganz oben mitzuspielen – und das haben wir –, dann muss man die Punkte zu Hause gegen Erbach behalten“, unterstreicht Sascha Holdefehr.

Zumal die Stimmung im Team derzeit richtig gut ist. Am Dienstag waren beispielsweise 18 Mann im Training, darunter auch ein paar aus der zweiten Mannschaft, die in der Bezirksliga B auf den Aufstieg schielt. „Die Zweite spielt direkt vor uns gegen Mörfelden und vielleicht wird der ein oder andere, der bei mir nicht die langen Spielanteile normalerweise hat, dort auch noch aushelfen. Das werden wir uns noch einmal anschauen“, würde sich Holdefehr einen Aufstieg der Reserve in die C-Liga wünschen.

Erstmals nach seiner überstandenen Verletzung wird sich heute auf jeden Fall Lukas Baumann wieder für das Bezirksoberliga-Team mit warm machen. „Ob er dann auch auf dem Spielberichtsbogen stehen wird, entscheiden wir kurzfristig. Es könnte aber schon sein, dass er zu seinen ersten Kurzeinsätzen kommt, die ersten Minuten sammelt“, so der TVG-Coach zum so lange außer Gefecht gesetzten Leistungsträger. „Wenn er wieder bei 100 Prozent ist, werden wir für die Gegner noch wesentlich schwerer auszurechnen sein“, ist Holdefehr überzeugt, schiebt aber nach: „Wir müssen jetzt von Woche zu Woche ganz solide unsere Hausaufgaben machen und tun gut daran, nicht zu weit nach vorne zu blicken.“ me

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