Lokalsport Südhessen

Spiel der Woche Azzurri-Trainer Martin Göring warnt seine Mannschaft davor, den Tabellenvorletzten der A-Liga zu unterschätzen

VfB wie ein angeschlagener Boxer

Archivartikel

Lampertheim.Mit erst einem Sieg steht der VfB Lampertheim nach sieben Spieltagen in der Kreisliga A Bergstraße auf dem vorletzten Platz. Am Sonntag um 15.15 Uhr empfangen die Grün-Weißen den Lokalrivalen Azzurri Lampertheim im Adam-Günderoth-Stadion. Aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs müssen sich die Gäste die Favoritenrolle gefallen lassen. Zwar rangieren die Azzurri in der Tabelle mit nur vier Punkten Vorsprung vor dem VfB auf Rang 13, doch diese Position hat – nicht nur weil die Italiener bisher ein Spiel weniger auf dem Buckel haben – nicht die richtige Aussagekraft.

„Ohne den Drei-Punkte-Abzug hätten wir schon zehn Zähler auf dem Konto und wären damit in Schlagdistanz zu Platz zwei und drei. Ich hoffe, dass meinen Spielern am Sonntag bewusst ist, dass wir mit einem Sieg die Chance haben, den Kontakt nach oben herzustellen“, weiß Martin Göring, wie eng es zurzeit in der Tabelle der A-Liga zugeht.

Catic hadert mit Elfmeterflut

Das ist auch die Hoffnung bei den Gastgebern, noch liegt das rettende Ufer für den VfB Lampertheim in greifbarer Nähe. Dass die Grün-Weißen dringend Zählbares benötigen, weiß VfB-Trainer Hamdija Catic. Umso ärgerlicher empfindet es der Coach daher, das man beim SV Anatolia Birkenau zuletzt unglücklich durch einen Handelfmeter mit 0:1 unterlag. „Der Elfmeter ist eine 50:50-Entscheidung. Gökhan Uygut wurde aus kurzer Distanz angeschossen. Was Elfmeter angeht, läuft es zurzeit gar nicht gut für uns. Wir haben in der Liga sieben Spiele gemacht und dabei zehn Elfmeter gegen uns bekommen. Fünf davon sind okay, aber bei den anderen hätte man auch anders entscheiden können“, bekommen Catic und der VfB zurzeit auch das Pech zu spüren, das man hat, wenn man unten steht.

„Trotz aller personeller Probleme hätten wir zuletzt in Birkenau punkten müssen, die Chancen dazu waren da. Auch bei den Spielen gegen Lindenfels und Winterkasten war ein Punkt für uns drin“, spielt beim bisherigen Saisonverlauf für Catic die Trainingsbeteiligung eine entscheidende Rolle. „Wenn du nur zwölf Mann zur Verfügung hast, bist du bei drei Schichtarbeitern und ein paar Urlaubern schnell bei sechs Mann oder weniger im Training“, musste der VfB-Coach auch schon Einheiten ausfallen lassen. „Im Spiel macht sich das bemerkbar, wenn bei uns die Kraft ausgeht“, würde sich Catic beim Trainingsbesuch und damit auch im Spiel mehr Konstanz bei den Grün-Weißen wünschen. „Mit Fatih Gön und Sinan Altuntas gehen nächste Woche zwei wichtige Spieler in Urlaub“, geht es für Catic und sein Team darum, irgendwie Zählbares einzusammeln, möglichst schon am Sonntag gegen die Azzurri.

Die Suche nach der Konstanz ist aber auch bei den Gästen ein Thema, die im einen Spiel ihren Trainer Martin Göring zu begeistern wissen und im nächsten dann aber nicht an diese Leistung anknüpfen können. „Wir haben noch keine Kontinuität. Es fehlen uns auch immer wieder Leute“, kann sich Göring bezüglich der Trainingsbeteiligung zwar nicht beklagen, aber durch Urlaub oder Krankheit konnte er bisher kaum die gleiche Startelf aufbieten.

Beim 3:3 im Heimspiel gegen den SV Lörzenbach bewiesen die Italiener zuletzt Kampfgeist. „Dieses Spiel hättest du gewinnen, aber auch verlieren können“, hätte Göring trotzdem gerne alle drei Punkte in der Spargelstadt behalten. „In der A-Klasse bekommst du aber gegen keine Mannschaft die drei Punkte geschenkt, das müssen meine Spieler noch begreifen“, warnt der Gästecoach daher auch davor, den VfB zu unterschätzen. „Der VfB ist wie ein angeschlagener Boxer, da reicht ein guter Schlag – und plötzlich läuft es anders. Derbys haben ja sowieso ihre eigenen Gesetze“, erwartet Göring daher am Sonntag zum Stadtderby auch einige Zuschauer.

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