Lokalsport Südhessen

Spiel der Woche Bürstadt muss in der Kreisoberliga bereits am Samstag gegen Alemannia Groß-Rohrheim ran

VfR gefällt sich in der Außenseiterrolle

Bürstadt.Bereits am Samstag um 16.30 Uhr empfängt der VfR Bürstadt den FC Alemannia Groß-Rohrheim zum Kreisoberligaderby. Die Duelle beider Teams waren zuletzt stets besondere Spiele – und auch diesmal hat das Nachbarschaftsduell einige Besonderheiten zu bieten. Das fängt schon bei der Spielstätte an, denn aus dem altehrwürdigen Bürstädter Robert-Kölsch-Stadion ist der Rasenplatz an der Nibelungenstraße geworden. Vor allem der Abriss der überdachten Tribüne, die einst auch die Zweitligatage der Schwarz-Weißen erlebt hatte, erfüllt den einen oder anderen mit Wehmut. Da macht auch der neue VfR-Trainer Goran Barisic keine Ausnahme. „Ich habe ja selbst einige Spiele hier gespielt und verbinde schöne Erinnerungen mit dem Robert-Kölsch-Stadion. Da ist es jetzt schon komisch, dass hier jetzt nur noch ein einfacher Sportplatz ist“, sagt der VfR-Coach.

Sein Team erwischte mit dem 5:1-Sieg beim SC Olympia Lorsch einen guten Start in die Runde, doch davon will sich Barisic nicht blenden lassen. „So klar wie es das Ergebnis aussagt, war der Spielverlauf nicht. Wir haben einfach ein paar Fehler weniger gemacht als Lorsch“, sagt Barisic.

Behrendt hadert

Über fünf Tore des eigenen Teams durfte sich am Dienstagabend auch der neue FCA-Trainer Alexander Behrendt zum verspäteten Punktspielauftakt freuen, doch der Jubel fiel dann doch nicht allzu groß aus, wurde das Heimspiel gegen den VfL Birkenau doch in der 65. Minute beim Stand von 5:0 für die Alemannia wegen Unwetters abgebrochen. „Natürlich wären wir am Samstag gerne mit fünf Toren und drei Punkten im Gepäck nach Bürstadt angereist. Gerade angesichts unseres schweren Auftaktprogramms. Nach dem Spiel in Bürstadt haben wir die Tvgg Lorsch zuhause, die ich als eine der stärksten Mannschaften der Liga einschätze. Und dann warten gleich drei Auswärtsspiele auf uns, davon zwei in Wald-Michelbach, das ist sicher nicht die glücklichste aller Ansetzungen“, bedauert der Gästecoach.

Sowohl beim VfR als auch beim FCA gab es vor der neuen Saison einen personellen Umbruch, doch Barisic blieb deutlich weniger Zeit, um ein Team zu formen. „Vor einer Woche standen mir nur neun Spieler zur Verfügung. Wir haben jetzt 14 bis 15 Mann für die Runde beisammen, das ist schon ein sehr kleiner Kader. Es wird noch dauern, bis dieser zusammenfindet“, hat Barisic daher den Klassenerhalt als Saisonziel ausgerufen.

Auf Patrick Bugert und Dennis Böck (beide in Urlaub) wird der VfR am Samstag nicht zurückgreifen können. „Für mich ist die Alemannia in diesem Spiel der Favorit. Ich konnte sie schon einige Male beobachten und wir haben auch in der Vorbereitung gegen sie gespielt“, denkt Barisic noch an das 0:6 beim Biblis Cup.

Wiedersehen mit Ex-Club

Mit Branko Bozic und Haris Hodzic sind zwei Spieler vom FCA vor der neuen Runde zum Ligakonkurrenten VfR Bürstadt gewechselt und auch die VfR-Neuzugänge Salem Nesust und Ibrahim Cephaneci haben eine Vergangenheit bei der Alemannia. „Gerade bei Branko und Haris hoffe ich, dass sie gegen ihren alten Club nicht zu viel wollen“, warnt Barisic vor Übermut. Die Abgänge von Bozic und Hodzic zum VfR hatten den FCA dabei durchaus überrascht.

„Dadurch waren wir gezwungen, personell noch mal nachzulegen. Aber ich glaube, dass wir diese Lücke mit Patrick Dommert und Terry Danso gut schließen konnten“, meint FCA-Coach Alexander Behrendt und sagt: „Wir wollen so schnell es geht 40 Punkte holen, um mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben.“

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