Lokalsport Südhessen

Spiel der Woche Bürstädter entscheiden das Kreisoberligaderby gegen die FSG Riedrode mit 2:0 für sich

VfR macht es spannender als nötig

Bürstadt.Vor der für ein Kreisoberligaderby durchaus stattlichen Kulisse von 320 Zuschauern hat der VfR Bürstadt im heimischen Robert-Kölsch-Stadion im Bürstädter Lokalderby gegen die FSG Riedrode einen umjubelten 2:0 (1.0)-Sieg gefeiert. „Wir standen defensiv sehr gut und auch taktisch diszipliniert und haben nur wenig zugelassen. Wenn wir unsere Chancen noch besser ausnutzen, können wir sogar höher gewinnen. Der Sieg ist daher absolut verdient“, war der erst kürzlich aus dem Urlaub zurückgekehrte VfR-Cheftrainer Karl-Heinz Göbel mit dem Heimauftritt seiner Mannschaft sehr zufrieden. „Trotzdem hat man auch gesehen, dass es noch einige Dinge gibt, an denen wir arbeiten müssen“, sah Göbel nach dem Sieg im Duell zweier hoch gehandelter Kreisoberligateams keinen Grund abzuheben, obwohl die Schwarz-Weißen aus Bürstadt mit dem Sieg den dritten Platz festigten.

Chancenverwertung als Manko

„Der Sieg des VfR war sicher nicht unverdient. Gerade im Spiel nach vorne hat uns am Ende zu oft die nötige Konsequenz gefehlt und wir haben viel zu selten den gefährlichen Ball nach vorne gespielt“, fehlte Andreas Keinz, der die FSG Riedrode gemeinsam mit Duro Bozanovic trainiert, vor allem die nötige Durchschlagskraft.

Zunächst wurde allerdings die Defensive der Spielgemeinschaft aus SG und FSV Riedrode kalt erwischt, als sich Amer Gara Hassan, der letzte Saison noch für den FSV Riedrode auflief, über links durchsetzte. Der Ball landete vor den Füßen von Luca Schäfer, der zum 1:0 (3.) für die Platzherren traf. „Das frühe Tor hat dem VfR gegen uns natürlich in die Karten gespielt“, war der Rückstand für Keinz mehr als ärgerlich. „Die frühe Führung kam uns schon entgegen“, wollte denn auch Göbel diesen Umstand nicht bestreiten. Der VfR hätte rasch das 2:0 nachlegen können, aber nach einem Freistoß von Timo Seyfried ging der Kopfball von Besim Reka neben das von Christian Knecht gehütete FSG-Tor (6.). In der 17. Minute versuchte es Niels Döhren aus dem Getümmel heraus, aber auch dieser Schuss verfehlte sein Ziel. Döhren agierte eigentlich als rechter Verteidiger und er meisterte diese Aufgabe mit großem Kämpferherz, was ihn allerdings nicht daran hinderte, sich auch ins Spiel nach vorne mit einzuschalten. In der 25. Minute war Knecht vor VfR-Stürmer Christoph Schamber am Ball, sonst hätte es wohl 2:0 gestanden. Die Offensivaktionen der Gäste aus Riedrode blieben dagegen überschaubar und bei einem Kopfball von Nils Schwaier war VfR-Torwart Maximilian Kölsch nicht wirklich gefordert. Christoph Schamber hatte dagegen Pech, als er mit seinem Schuss nur das Außennetz des FSG-Tores traf (37.).

„Wir hätten eigentlich schon in der ersten Hälfte das 2:0 nachlegen müssen“, musste Göbel nach Wiederbeginn zunächst mitansehen, wie der VfR dickste Chancen ausließ. So tankte sich Döhren über rechts durch und schlug eine butterweiche Flanke auf den freistehenden Luca Schäfer, der aber neben das Tor köpfte (49.). Eine Hereingabe von Schamber konnte Schäfer zum Leidwesen des VfR-Anhangs nur drei Minuten später ebenfalls nicht verwerten (52.) und auch in der 55. Minute überwanden Reka und Schamber Knecht nicht. Erst in der 87. Minute erlöste Reka die Hausherren. Noch war das Spiel nicht zu Ende. In der 92. Minute entschied der Unparteiische Benedict Ruff auf Handspiel von Gara Hassan und gab Elfmeter für die FSG. Tomislav Tadijan lief an und scheiterte an Keeper Kölsch, der in der vergangenen Runde noch gemeinsam mit Tadijan beim FSV Riedrode gespielt hatte.

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