Lokalsport Südhessen

Spiel der Woche Oliver Schader trifft mit dem Fußball-Kreisoberligisten FV Hofheim auf seinen alten Trainer Karl-Heinz Göbel und Ex-Verein VfR Bürstadt

Wenn eine Freundschaft kurz ruht

Bürstadt.Das Lokalderby bei der Eintracht hat der VfR Bürstadt gerade erst hinter sich, da steht in der Fußball-Kreisoberliga Bergstraße schon das nächste Nachbarschaftsduell auf dem Programm, wenn der FV Hofheim am Sonntag (15.15 Uhr) im Bürstädter Robert-Kölsch-Stadion zu Gast ist. Der VfR kletterte durch einen 2:1-Erfolg beim Tabellenführer auf Rang drei und ist gegen Kellerkind Hofheim der klare Favorit.

"Wir haben in zehn Spielen 19 Punkte geholt und setzen damit unsere starke Rückrunde aus der vergangenen Saison fort, als uns 25 Zähler gelungen sind und damit auch der kaum noch für möglich gehaltene Klassenerhalt", blickt VfR-Trainer Karl-Heinz Göbel auf den saisonübergreifenden Trend der Schwarz-Weißen aus Bürstadt, die er im Winter übernommen hat. Bereits drei Jahre zuvor war Göbel als Coach beim VfR tätig, einer seiner Spieler: Oliver Schader. "Er war unter mir Spieler beim FC Olympia Lampertheim und beim VfR Bürstadt - und nicht ganz unbeteiligt daran, dass ich als Trainer bei beiden Stationen Erfolge feiern durfte", lobt Göbel den aktuellen Spielertrainer des FV Hofheim.

Ein Glücksgriff

"Für mich ist es sicherlich am Sonntag ein besonderes Spiel, auf den ehemaligen Trainer und einen ehemaligen Verein zu treffen, das hat man nicht alle Tage. Außerdem haben Karl-Heinz und ich ein gutes Verhältnis zueinander, trotzdem geht es in diesem Spiel nicht um mich", ist Oliver Schader selbst eher gespannt, ob der FVH seine kleine Erfolgsserie mit drei Spielen in Folge ohne Niederlage fortsetzen kann.

"Ich denke sowohl als Trainer als auch charakterlich ist Oliver ein Glücksgriff für den FV Hofheim. Als Jungtrainer hat er allerdings einen ersten Fehler gemacht und mich am Mittwoch angerufen, so etwas tut man eigentlich vor dem direkten Aufeinandertreffen nicht, das habe ich ihm auch gesagt. Schließlich sind wir beide gut miteinander befreundet", berichtet Göbel mit einem Schmunzeln. Während der Partie am Sonntag wird die Freundschaft der beiden Übungsleiter aber erst einmal ruhen, schließlich wollen nicht nur die Gäste aus Hofheim weiter in der Erfolgsspur bleiben, sondern auch der VfR könnte seine aktuelle Serie von sieben Ligaspielen in Folge ohne Niederlage weiter ausbauen. Bei den Hausherren wird Marco Müller dabei aber nicht mitwirken können, der sich einer Kniespiegelung wegen eines möglichen Knorpelschadens unterziehen muss. "Bei ihm wird man abwarten müssen, was die Untersuchung ergibt, aber er ist ja nicht nur Spieler bei uns, sondern auch Sportlicher Leiter", so Göbel. Beim FVH kann Oliver Schader personell ebenfalls nahezu aus dem Vollen schöpfen - nur Peter Metzke wird den Blau-Weißen am Sonntag wahrscheinlich fehlen, für ihn rückt dann Leon Rückher in die Startelf.

Alles andere als optimal findet Göbel die Platzverhältnisse im Robert-Kölsch-Stadion. "Jetzt kommt wieder die kalte und nasse Jahreszeit. Der Rasenplatz ist sehr tief und davor ist ja auch noch das Spiel der zweiten Mannschaft, was den Zustand des Platzes nicht besser macht", bemängelt der VfR-Coach.

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