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Fußball Gegen den VfL Wolfsburg peilt der FSV Mainz seinen dritten Heimsieg an und will das mit seinen vorgegebenen Prinzipien erreichen

Wenn Sturheit plötzlich zur Tugend wird

Archivartikel

Mainz.Sandro Schwarz fordert Beharrungsvermögen von seinen Profis beim FSV Mainz 05. „Wir müssen stur bei unseren vorgegeben Prinzipien bleiben, dann haben wir eine Chance“, sagte der Trainer der Rheinhessen vor dem Heimspiel am Mittwoch (20.30 Uhr/Sky) in der Fußball-Bundesliga gegen den punktgleichen VfL Wolfsburg.

Das 0:1 am Sonntag bei Bayer Leverkusen sei lehrreich für die 05er gewesen. „Die zweite Halbzeit hat den Spielern bewiesen, wie gut sie sind, wenn sie sich an die Prinzipien halten“, erklärte der 39-Jährige. Es wären die besten 45 Minuten der Saison gewesen - „nur der Abschluss fehlte“.

Schwarz warnt vor Standards

Gegen die Wolfsburger, die in den letzten beiden Spielzeiten erst in der Relegation die Klasse hielten, streben die Mainzer ihren dritten Heimsieg an. Schwarz erwartet großen Widerstand und weist besonders auf die Stärke der Wolfsburger bei Standards hin. Der VfL hat wie die 05er sieben Punkte auf dem Konto und musste auch am vierten Spieltag die erste Niederlage einstecken. Das 1:3 daheim gegen den SC Freiburg war ein Rückschlag, der die Mainzer aber nicht zu Leichtsinn verführen soll.

„Wir werden sicher auch Druckphasen zu überstehen haben, deshalb müssen wir von Beginn an aktiv sein, nahe am Mann stehen und die richtige Mentalität zeigen“, forderte Schwarz. Besonders das Spiel im Strafraum sei entscheidend: „Da haben wir zuletzt oft die falsche Entscheidung getroffen.“

Im zweiten Teil der Englischen Woche – am Samstag folgt noch der Auftritt beim FC Schalke 04 – gilt es, frische Spieler an den Start zu bringen. Allzu groß wird die Rotation aber wohl nicht ausfallen. Die Abwehr um Stefan Bell soll unverändert bleiben. Alexander Hack ist nach seinem Mittelfußbruch zurück im Training, aber noch nicht reif für einen Einsatz. Die taktische Ausrichtung bestimmt die Besetzung von Mittelfeld und Angriff. Schwarz liebäugelt mit dem gemeinsamen Einsatz der Stürmer Jean-Philippe Mateta und Anthony Ujah. „Möglich ist das“, meinte der 05-Trainer.

Quasion meldet Ansprüche an

Doch auch Robin Quaison meldete in Leverkusen Ansprüche an. In Schutz nahm Schwarz Levin Öztunali und den 18-jährigen Jonathan Burkardt. „Levin hatte seinen ersten Einsatz, Honny seinen zweiten in der Bundesliga. Wir müssen geduldig sein.“ Auf einen Einsatz drängt mit guten Trainingsleistungen Neuzugang Jean-Paul Boetius.

Zur späten Stunde am Mittwochabend werden wie schon gegen den FC Augsburg viele Plätze in der Opel Arena unbesetzt sein. „Bisher sind 17 000 Karten verkauft“, erklärte Pressesprecherin Silke Bannick am Dienstag. Wolfsburg war nie ein Quotenbringer in Mainz, die Niedersachsen bringen schon gar nicht an einem Werktag viele Fans mit. „Wir freuen uns über jeden, der kommt. Und denen wollen wir ein echtes Mainz-05-Spiel bieten“, sagte Schwarz.

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