Lokalsport Südhessen

Spiel der Woche TVL-Trainer Kecskemeti warnt davor, den VfR Bürstadt im Kreisoberliga-Derby zu unterschätzen

„Wie ein angeschlagener Boxer“

Lampertheim.Fußball-Kreisoberligist TV Lampertheim empfängt am Samstag (16 Uhr) den VfR Bürstadt im Sportzentrum Ost zum Derby. „Partien gegen den VfR Bürstadt sind immer etwas Besonderes – und gerade bei unserem Kerwespiel wollen wir natürlich gewinnen. Trotzdem haben wir vor jedem Gegner Respekt“, erklärt TVL-Coach Rudi Kecskemeti, der weiß, dass die Gäste aus Bürstadt zurzeit personell so ihre Probleme haben. „Das geht aber jedem Team in einer Saison einmal so. Wir hatten in der vergangenen Runde auch so eine Phase, da musste ich unseren Ersatztorhüter Daniel Obert als Feldspieler bringen. Im Moment ist der VfR so etwas wie ein angeschlagener Boxer“, ergänzt der Trainer, der die Gäste aus der Sonnenstadt nicht unterschätzen wird.

Der Gedanke, den kommenden Gegner zu unterschätzen, kommt bei VfR-Trainer Goran Barisic gar nicht erst auf, im Gegenteil! „Ich habe vor der Runde schon gesagt, dass es für mich in der Kreisoberliga zwei Mannschaften gibt, die ich am Ende ganz vorne sehe. Das sind die SG Wald-Michelbach und der TV Lampertheim. Der TVL hat eine eingespielte Mannschaft mit brandgefährlichen Spielern“, unterstreicht Barisic, dem nicht entgangen ist, dass die zurzeit in der Tabelle zweitplatzierten Spargeldstädter aktuell die Torfabrik der Liga sind.

Vielbeschäftigter Physiotherapeut

„26 Tore in fünf Ligaspielen, das ist schon eine Ansage“, hat Kecskemeti mit seinen Rot-Weißen in der Kreisoberliga zurzeit richtig Spaß. Im jüngsten Spiel bei Schlusslicht SC Olympia Lorsch ließ sich der TVL denn auch nicht lumpen und gewann mit 7:0. „Diese sieben Tore muss man auch in Lorsch erst einmal schießen und wir haben das sogar ohne echten Stürmer getan“, gefällt Kecskemeti auch, dass die Abwehr der Turner mittlerweile deutlich weniger Treffer zulässt. „In den ersten beiden Saisonspielen haben wir elf Tore geschossen, aber auch acht kassiert. Viele unsere Gegentore entstanden da bei Standardsituationen“, hat der Coach bei seinem Team defensiv nachjustiert.

Kecskemeti ist sich aber auch bewusst, dass seine Mannschaft auch einmal in ein Formtief kommen kann: „Wir haben einen kleinen aber feinen Kader mit 15 Feldspielern – und wollen jetzt solange wie möglich oben mit dabei bleiben.“

„Der wichtigste Mann ist bei uns im Moment unser Physiotherapeut. Er musste zuletzt allein sieben Spieler behandeln“, bedauert Barisic. So hat sich Burak Karlidag bei der 0:3-Niederlage gegen Auerbach eine Oberschenkelzerrung zugezogen und fällt nun wohl für zwei Wochen aus.

„Bei Haris Hodzic sah es zunächst auch nicht gut aus, aber er wird wohl spielen können“, hofft Barisic, auch wieder auf den zuletzt angeschlagenen Patrick Bugert und den aus dem Urlaub zurückgekehrten Noel Jurek zurückgreifen zu können. „Ich habe die Hoffnung, dass wir am Samstag mal wieder mit elf zumindest gesunden, wenn auch nicht fitten Spielern auf dem Platz stehen können“, will Barisic den mangels Alternativen zuletzt verletzt spielenden Branko Bozic und Salem Nesust endlich eine Pause gönnen, um ihre Verletzungen auszukurieren.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional