Lokalsport Südhessen

Handball-Landesliga TV Groß-Rohrheim zeigt großen Respekt vor der Auswärtsaufgabe beim TV Gelnhausen II

„Wir brauchen einen Sahnetag“

Archivartikel

Groß-Rohrheim.Nein, leichte Aufgaben gibt es für den TV Groß-Rohrheim in diesem Jahr keine. „Wir spielen jetzt in der Landesliga und damit in einer Liga, in der alle Mannschaften einen guten Handball spielen können“, meint Sascha Holdefehr, Trainer des TVG, auf die Frage nach der Qualität des kommenden Auswärtsgegners TV Gelnhausen II (Sonntag, 17 Uhr). „Wenn wir dort etwas holen wollen, dann brauchen wir einen absoluten Sahnetag“, betont der Coach, der vor der Drittliga-Reserve der Gelnhäuser großen Respekt hat.

„Das ist so ähnlich wie bei unserem ersten Match in Hanau. Wir bekommen es mit einem Gegner zu tun, der über eine Vielzahl hervorragend ausgebildeter Spieler verfügt und seinen Kader auch noch mit Akteuren aus der Bundesliga-A-Jugend auffüllen kann. Da ist schon viel Qualität vorhanden“, hat Holdefehr Respekt, will sich aber nicht verstecken: „Wir fahren dorthin, um zu punkten.“ Allerdings ist die Ausgangsposition alles andere als ideal: Sebastian Haas hat weiterhin arge Probleme mit seinem Knie, das entgegen der Prognosen einfach nicht besser wird.

„Wenn er längerfristig ausfallen würde, wäre das natürlich fatal“, hofft Holdefehr, dass der Leistungsträger bald wieder fit ist. Youngster Louis Erlemann kann nach einer Zahn-Operation noch nicht mitwirken und Florian Olf hat – beruflich bedingt – großen Trainingsrückstand. Immerhin war am Dienstag wieder Oliver Sziebert im Training, nachdem er zuvor drei Wochen lang ebenfalls beruflich bedingt nicht dabei war.

„Nicht ideal“

Hinzu kommt, dass die letztjährige Nummer eins im Tor der Groß-Rohrheimer, Alexander Wägerle, schon seit einigen Wochen nicht mehr regelmäßig am Mannschaftstraining teilnehmen kann, da er unter der Woche auf Schulungen weilt. „Meist hat er es geschafft, wenigstens am Freitagabend dabei zu sein. Aber ideal ist das natürlich nicht“, erläutert Holdefehr.

Unterstützung aus der Reserve

Gerade mit Blick auf das sehr hohe Tempo, das Gelnhausen über 60 Minuten geht, wäre es wichtig, dass die Ried-Handballer einen kompletten Kader zur Verfügung haben. Da die zweite Mannschaft spielfrei ist, wird Holdefehr daher einige Akteure von dort dazunehmen. „Ich werde versuchen, die Bank vollzumachen, damit wir die nötigen Alternativen haben, um immer wieder mal wechseln zu können“, erklärt der Coach. Holdefehr hat Gelnhausen zweimal gesehen, einmal auf Video in ihrem Spiel gegen Fürth, einmal live im Spiel in Büttelborn. Und beide Male war er angetan von der Spielweise der jungen Mannschaft. „Sie sind auf allen Positionen gut besetzt, verfügen über ein sehr gutes Umschaltspiel und entsprechend müssen wir extrem diszipliniert auftreten“, fordert der Trainer. Dass seiner Mannschaft noch die 28:40-Auftaktniederlage in Hanau zu schaffen machen könnte, das glaubt Holdefehr indes nicht: „Das ist abgehakt. Wir wissen das sehr gut einzuordnen“, erklärt er: „Wir waren personell nicht ideal besetzt und haben gegen einen sehr guten Gegner einige Fehler zu viel gemacht und sind dann in der zweiten Hälfte eingebrochen.“

Vor allem Letzteres sollte nicht wieder passieren. Und was den Groß-Rohrheimern Mut machen könnte, ist die Tatsache, dass Holdfehr den TV Gelnhausen nach intensivem Studium „einen Tick schwächer“ ansieht als Hanau: „Aber für uns ist das dennoch eine sehr hohe Hürde und es muss wirklich alles passen.“ me

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