Lokalsport Südhessen

Handball-Bezirksoberliga Groß-Rohrheims Trainer Holdefehr nach wechselhaftem Auftritt bei 25:25 in Erbach unzufrieden

„Wir können deutlich mehr“

Archivartikel

Groß-Rohrheim.„Eigentlich wollten wir zwei Punkte hier holen – jetzt haben wir einen“, meinte Sascha Holdefehr, Trainer des TV Groß-Rohrheim, auf die Frage, ob er mit dem Resultat zufrieden sei. Beim bis dato punktlosen SV Erbach, der von vielen als Abstiegskandidat gehandelt wird, kamen die Bezirksoberliga-Handballer aus dem Ried nicht über ein 25:25 (12:13)-Remis hinaus. „Das ist eigentlich zu wenig. Wenn man die 60 Minuten sieht, ist das Unentschieden verdient. Wenn man aber anschaut, was wir letzte Woche gegen Bonsweiher gespielt haben, dann ist das heute enttäuschend. Wir können deutlich mehr“, ärgerte sich Holdefehr.

Zufrieden war der Trainer noch mit der ersten Viertelstunde: „Da haben wir das so gelöst, wie wir uns das vorgenommen hatten“, meinte er mit Blick auf das 6:2 (10.) und 8:4 (16.). Erst nach dem 10:6 (19.) geriet der Spielfluss der Gäste ins Stocken. „Wir haben aufgehört, füreinander zu spielen. Vielleicht hatten einige im Hinterkopf, dass das nun ein Selbstläufer wird“, suchte Holdefehr nach den Ursachen für die in der Folge fahrigen Leistung.

Aggressive Deckung

Die Gastgeber agierten in der Deckung sehr aggressiv und machten damit den Groß-Rohrheimern das Leben schwer. Manuel Kohl am Kreis holte mit guten Bewegungen immer wieder Strafwürfe heraus, die Andreas Ochs ausnahmslos verwandelte – insgesamt elf – aber ansonsten blieb doch vieles Stückwerk. Holdfeher versuchte gegenzusteuern, wechselte Jonas Sartorius für den etwas glücklosen Alexander Wägerle ins Tor, aber es war nicht das Aufbruchsignal, dass seine Mannschaft brauchte. In der zweiten Hälfte brachte er wieder Wägerle, der fortan seine Sache auch ordentlich machte. Das Manko war eindeutig die Offensive, in der Bewegung fehlte. Beim 12:11 (25.) führte der TVG noch knapp, dann konterte Erbach durch den ehemaligen Drittliga-Spieler Nemanja Skrobic zum 12:12 und ging Sekunden vor der Pause tatsächlich mit 13:12 in Führung.

Hatten die TVG-Anhänger in der Erbacher Mehrzweckhalle gehofft, dass der Rückstand ein Weckruf wäre, wurden sie zum Start der zweiten Hälfte enttäuscht: Der SVE übernahm das Kommando, erhöhte auf 18:15 (37.) und 20:17 (41.).

Erst danach stabilisierte sich Groß-Rohrheim etwas, ging seinerseits mit 22:20 in Führung (48.), aber es sollte auch weiterhin nicht rund laufen. Nach dem 24:22 (52.) mussten die Ried-Handballer sogar drei Gegentore in Folge hinnehmen, lagen zwei Minuten vor dem Ende wieder mit 24:25 hinten. Dass das Spiel insgesamt sehr zerfahren war, dokumentiert die Schlussphase: Als Andreas Ochs per Strafwurf zum 25:25 egalisierte, waren noch 110 Sekunden zu spielen. Beide Seiten hatten noch Ballbesitz, aber keines der Teams war in der Lage, den entscheidenden Treffer zu erzielen.

„Das war heute ein ständiges Auf und Ab. Zufrieden kann man damit nicht sein“, bilanzierte Holdefehr, der nun hofft, dass seine Mannschaft nächstes Wochenende gegen seinen Heimatverein ESG Erfelden wieder in Bestform auftritt. Eventuell ist dann auch wieder der in Erbach schmerzlich vermisste Kevin Kehl (Oberschenkelzerrung) wieder dabei. „Dass wir gegen Erfelden anders auftreten müssen, das ist jedem klar“, erwartet der TVG-Coach gegen die verlustpunktfreie ESG eine Reaktion von seinem Team.

TVG-Tore: Ochs (15/11), Olf (4), Till Haas, Ehlert (je 2), Sebastian Haas, Heß (je 1).

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