Lokalsport Südhessen

Handball-Bezirksoberliga Lampertheims Trainer Achim Schmied geht mit viel Optimismus in die beginnende Runde

"Wir sind gut aufgestellt"

Lampertheim.Am Samstag ist es endlich so weit: Die Handballer des TV Lampertheim eröffnen mit dem Heimspiel um 19 Uhr gegen die SKG Bonsweiher die Bezirksoberliga-Saison. "Wir sind froh, dass es jetzt los geht", meint Achim Schmied, neuer Trainer der Lampertheimer, der im Mai das Ruder von Norbert Metzger übernahm.

Mit dem Leistungsstand seiner Mannschaft ist Schmied, der beim TVL schon seit vielen Jahren in den unterschiedlichsten Funktionen tätig ist, durchaus zufrieden. "Wir sind sicherlich noch nicht bei 100 Prozent, aber in etwa dort, wo wir zu diesem Zeitpunkt sein sollten", so der zuletzt als Coach der zweiten Mannschaft und verschiedener Jugendteams aktive Trainer. Zwei, drei Monate würde man noch benötigen, um das volle Leistungsvemögen abzurufen. "Punkten sollten wir aber natürlich schon vorher", schiebt Schmied nach.

Jugend eine Perspektive bieten

Die Spargelstädter absolvierten eine intensive Vorbereitung, die aber durchaus abwechslungsreich gestaltet war. So versuchten sich die Spieler beim Wasserball oder waren bei den Lampertheimer Schützen zu Gast. Im Vordergrund stand aber natürlich der Handball und da war Schmied vor allem mit der Entwicklung seiner jungen Akteure sehr zufrieden: "Felix Nieter, Nils Lochbühler und Max Deissler haben super mitgezogen und große Fortschritte gemacht", lobt er. "Sie brauchen noch ihre Zeit, aber ich kann sie auf alle Fälle bringen, ohne dass man Angst haben müsste. Sie haben viel Potenzial und sind für unsere Zukunft ganz wichtige Bausteine."

Ohnehin ist für Schmied die vorrangige Aufgabe, einen kleinen Umbruch zu vollziehen, ohne dabei den sportlichen Erfolg aus den Augen zu verlieren. "Wir sind gut aufgestellt, haben eine richtig gute Jugend hintendran. Da muss man in den nächsten Jahren den jungen Akteuren eine Perspektive im Aktivenbereich bieten. Es drängen viele gut ausgebildete Spieler nach", hält er große Stücke auf die Arbeit von A-Jugendtrainer Thorsten Jakob.

Das Bezirksoberliga-Team absolvierte zuletzt ein Testspiel gegen die TG Biblis, was trotz einiger Ausfälle klar gewonnen wurde. "Das war ein gutes Spiel, auch weil ich noch einiges ausprobieren konnte", so Schmied. "Unser dritter Platz beim Turnier in Groß-Rohrheim war so schlecht nicht. Da haben auch einige gefehlt und ich war mit der gezeigten Leistung recht zufrieden. Wir dürfen nicht den Fehler machen und Vorbereitungsspiele überbewerten. Jetzt geht es erst los", blickt Schmied mit einer Mischung aus positiver Anspannung und Vorfreude auf das Duell am Samstagabend gegen die SKG Bonsweiher.

Die Odenwälder waren in den vergangenen Jahren immer Konkurrent von Lampertheim um einen Platz im vorderen Drittel. In dieser Runde könnten beide Teams etwas kleinere Brötchen backen. Besonders bei Bonsweiher sieht es gar nicht gut aus. Spielertrainer Dennis Rybakov bekommt mit Ach und Krach eine spielfähige Mannschaft zusammen, nachdem einige Akteure den Verein verlassen oder ihre Karriere beendet haben. "Wir dürfen uns aber nicht blenden lassen. Sicher hat Bonsweiher nicht mehr die Tiefe im Kader. Aber die erste Sechs ist richtig gut", warnt Schmied. Auch hat er durchaus Respekt vor dem jüngsten Neuzugang des Gegners: Erst vor einer Woche wurde Ciprian Jeler verpflichtet. Der 37-Jährige spielte zuletzt bei der HSG Rodenstein, war als torgefährlicher Spielmacher bis in die Oberliga am Ball. Für Lampertheim kommt erschwerend hinzu, dass mit Michael Redig (Rippenprellung) und Dennis Strubel (Fingerverletzung) zwei Leistungsträger fehlen werden.

Ein guter Start wäre mit Blick auf die folgenden Spiele wichtig: Mit dem Topfavoriten HSG Fürth/Krumbach, dem Landesliga-Absteiger SG Arheilgen und dem Vorjahresfünften Crumstadt/Goddelau wartet ein richtig schweres Auftaktprogramm auf den TVL. me

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