Lokalsport Südhessen

Handball-A-Liga Trainer Sascha Holdefehr ist nach dem Aufstieg überzeugt, dass der TVG in der Bezirksoberliga bestehen kann

„Wir sind stark genug“

Archivartikel

Groß-Rohrheim.Das Drehbuch war perfekt: Ausgerechnet beim alten Rivalen TG Biblis feierten die Handballer des TV Groß-Rohrheim vorzeitig die Meisterschaft in der Bezirksliga A und damit den ersehnten Aufstieg in die Bezirksoberliga. Zwischen dem erfolgreichen Derby und dem letzten Heimspiel am Samstag (18 Uhr) gegen den TV Büttelborn II stand TVG-Trainer Sascha Holdefehr Rede und Antwort.

Herr Holdefehr, herzlichen Glückwunsch zur Meisterschaft. Wann haben sie denn das erste Mal damit gerechnet, dass es dieses Jahr klappen könnte?

Sascha Holdefehr: Eigentlich schon vor der Runde. Uns war allen klar, dass wir eine starke Mannschaft haben und entsprechend haben wir auch offensiv unser Saisonziel Meisterschaft ausgegeben.

Aber dieses Ziel hatten ja auch noch andere Mannschaften wie Bensheim/Auerbach oder Lorsch.

Holdefehr: Ja, das stimmt. Und das hat auch für eine sehr interessante Runde gesorgt. Dass genau die drei Mannschaften jetzt am Ende auf den ersten drei Plätzen stehen, zeigt ja, dass die Ziele durchaus berechtigt waren.

Was hat schließlich den Ausschlag gegeben?

Holdefehr: Ich denke, wir hatten die ausgeglichenste Mannschaft, den am breitesten aufgestellten Kader. Dadurch konnten wir auch Ausfälle ganz gut kompensieren – zum Glück. Lorsch und Bensheim haben sich zudem einige Ausrutscher erlaubt, vor denen wir fast komplett – Ausnahme das Unentschieden im Hinspiel gegen Biblis und die Niederlage in Eberstadt – verschont blieben.

Wo lag die größte Stärke?

Holdefehr: Das ist unsere Offensivstärke. Wir haben gerade in den entscheidenden Spielen aber auch in der Abwehr die Leistung abgerufen, die es braucht. Das Spiel in Biblis ist das beste Beispiel dafür. Wir haben die TGB mit ihrem starken Rückraum in der ersten Hälfte bei sechs Toren gehalten. Das war richtig klasse.

Jetzt steht das letzte Rundenspiel an. In eigener Halle geht es gegen den Tabellenfünften Büttelborn.

Holdefehr: Diese Begegnung wollen wir jetzt einfach noch einmal genießen – und natürlich auch gewinnen.

Ist die Mannschaft schon jetzt für die nächste Runde in der Bezirksoberliga gewappnet oder werden noch Neuzugänge benötigt?

Holdefehr: Ich bin überzeugt, dass wir stark genug sind, um in der Bezirksoberliga zu bestehen. Wichtig wird sein, dass wir von Verletzungen weitestgehend verschon bleiben. Wenn dann der aktuell verletzten Lukas Baumann und Oliver Sziebert wieder zurückkommen, haben wir eine starke Mannschaft.

Das bedeutet, es wird personell keine Veränderungen geben?

Holdefehr: Ich denke nicht. Bei Lukas Baumann bin ich sehr optimistisch, dass er bald wieder in den Kader zurückkehren kann, bei Oliver Sziebert ist das mit der Patellasehne problematischer, aber ich drücke ihm die Daumen. Etwas offen ist noch die Zukunft von Alex Anthes. Aber es wäre klasse, wenn er weitermachen würde. Er ist eine Bereicherung für uns und ich bin froh, dass er uns diese Runde ausgeholfen hat. Wieder dazu kommt bekanntlich Kevin Kehl, der über viel Qualität verfügt. Damit sollten wir sehr gut aufgestellt sein.

Kann man schon ein Ziel für die Bezirksoberliga formulieren?

Holdefehr: Der Respekt gebietet es, erst einmal den Klassenerhalt als vorrangiges Ziel zu nennen. Bleiben wir ohne langwierige Verletzungen, dann können wir aber schon einen einstelligen Tabellenplatz ins Visier nehmen. me

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