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Fußball-B-Liga SG Olympia/VfB Lampertheim will die Synergieeffekte aus dem Zusammenschluss nutzen

„Wir wissen um unsere Stärke“

Archivartikel

Lampertheim.Es ist die Ried-Sensation des Jahres. Die beiden stets rivalisierenden Lampertheimer Fußballvereine VfB und FC Olympia gehen ab der kommenden Saison mit einer Spielgemeinschaft an den Start, die den Platz der Olympia in der Kreisliga B wahrnimmt.

SG Olympia/VfB Lampertheim heißt dieses neue Konstrukt im Fußball-Beamtendeutsch, doch wer ein wenig dahinter schaut, weiß, welch‘ Emotionen mit diesem Zusammenschluss freigesetzt werden können. Schon bei der Pressekonferenz am 21. Juni wurde klar, dass die Kreisliga B nur eine Durchgangsstation der Spielgemeinschaft sein und der Aufstieg in die Kreisoberliga Bergstraße in absehbarer Zeit angestrebt werden soll.

Favoritenrolle an FSG Riedrode II

„Wir wollen zusammen Fußballspielen und uns dabei ein wenig kennenlernen“, war den Vorständen der beiden traditionsreichen Vereine unisono zu entnehmen. Was das Sportliche anbelangt, wollen Olympia und VfB in der kommenden Saison aber erst einmal kleinere Brötchen backen.

„Wir wissen um unsere Stärke. Doch es wäre vermessen, den ganz großen Aufstiegsfavoriten mimen zu wollen“, sagt Sportausschussvorsitzender Patrick Andres mit einer Portion Demut und schiebt dabei die Favoritenrolle ganz galant der zweiten Mannschaft der FSG Riedrode zu, die vom früheren Olympia-Übungsleiter Andreas Zinke trainiert wird. „Denen werden wird wohl nicht das Wasser reichen können“, vermutet Andres.

Der Spielgemeinschaft aber sollte es gelingen, einen Großteil der Liga nass zu spritzen. Die personellen Voraussetzungen dafür scheinen mehr als geeignet.

Zum einen ergeben sich durch den Zusammenschluss der beiden ersten Mannschaften wichtige Synergieeffekte, zum anderen begrüßt Lampertheims neue Fußballmannschaft auch so manch etablierten Zugang, den andere Clubs ebenso gerne genommen hätten.

Da ist in erster Linie Vincenzo Terrazzino zu nennen, der vom ASC Neuenheim kommt und somit Erfahrung aus der badischen Landesliga mitbringt. Terrazzino ist Bruder des Freiburger Bundesligaprofis Marco Terrazzino und will auch mit 35 Jahren zeigen, dass er fußballerisch noch längst nicht zum alten Eisen gehört.

Stürmerduo muss ersetzt werden

Über viel Erfahrung verfügt auch Peter Hecher vom TV Lampertheim, der ebenso wie Angelo Schneider für die Torhüterposition vorgesehen ist. Ebenfalls einen Platz in der Stammformation beanspruchen Semih Yücel, Emre Gülmez (beide Azzurri Lampertheim) und Furkan Disli, der von der zweiten Vertretung von Türkspor Mannheims den Weg ins Lampertheimer Adam-Günderoth-Stadion fand.

Aber auch schmerzhafte Abgänge musste die neue Spielgemeinschaft hinnehmen. Sie darf sich nun nicht mehr auf Treffer von Michael Reichardt und Simon Hanusch freuen, die es zum VfR Bürstadt bzw. zu den Lampertheimer Azzurri gezogen hat. hias

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