Lokalsport Südhessen

Fußball-Gruppenliga Eintracht Bürstadt empfängt FC 07 zum Restrundenstart / Trainer Benjamin Sigmund freut sich auf Wiedersehen mit Elton da Costa

„Wir wissen, was Bensheim kann“

Archivartikel

Bürstadt.Dem Zufall hat Benjamin Sigmund, der Spielertrainer von Eintracht Bürstadt, in der Wintervorbereitung nichts überlassen. Mit dem Trainingsauftakt am 21. Januar ging es für den Fußball-Gruppenligisten richtig zur Sache. In den ersten zwei Wochen der Vorbereitung beorderte Sigmund sein Team von Montag bis Freitag auf den Trainingsplatz, hinzu kam jeweils ein Testspiel am Samstag.

In Woche drei schraubte Bürstadts Coach die Trainingsintensität auf vier Einheiten runter, danach ging es über in den Wettkampfrhythmus mit drei Einheiten. „Wir waren konditionell bisher nicht unterlegen, hatten am Ende aber auch nichts mehr zuzusetzen“, erklärt Sigmund vor dem Restrundenauftakt am Sonntag (14.30 Uhr, Eintracht-Sportplatz) gegen den FC 07 Bensheim: „Das wollen wir diesmal von Anfang an forcieren.“

Ob seine Schützlinge das hohe Tempo mitgehen konnten? „Sie mussten ja“, schmunzelt der 39-Jährige: „Leider hat man nicht immer alle an Bord, aber der größte Teil hat es durchgezogen.“ Das spiegele sich auch in den Testspiel-Ergebnissen wider, meint Sigmund: „Das war souverän von der Spielweise und sehr stabil von den körperlichen Voraussetzungen. Wir haben aktuell 16 einsatzfähige Spieler plus zwei Keeper – und die, die bald wieder dazustoßen, sind ebenfalls gewappnet.“

Niklas Herzberger (Wadenprobleme) und Juan Marroqui Cases (Rotsperre) werden am Sonntag fehlen, Hüseyin Tutay hat Trainingsrückstand.

Gute Vorbereitung

Als Gradmesser für die 13 verbliebenen Gruppenliga-Partien will Sigmund die gut verlaufene Vorbereitung nur bedingt nehmen. Auch die Tatsache, dass Verbandsliga-Absteiger Bensheim als Sechster mit 36 Punkten fünf Zähler Rückstand auf den Fünften VfR Fehlheim hat und neun Zähler zu Primus SV Unter-Flockenbach vermissen lässt, will der Eintracht-Spielertrainer nicht überbewerten.

Selbst das 1:1 in Bensheim am ersten Spieltag lässt Sigmund außen vor. „Darin liegt das Gebot der Vorsicht. Ich sehe die Bensheimer besser, als die momentane Platzierung es hergibt. Sie gehören für mich zu den besten Mannschaften der Liga“, betont Sigmund: „Durch den personellen Aderlass vor der Saison hat der Kader in der Breite nicht die ganz große Qualität. Von eins bis 16 sind sie trotzdem richtig gut besetzt.“ Das Wiedersehen mit Bensheims Spielertrainer Elton da Costa – jenem Mann, der 2014 den SV Darmstadt 98 beim „Wunder von Bielefeld“ in der Nachspielzeit der Verlängerung in die Zweite Liga schoss – weckt in Sigmund Erinnerungen an die Anfänge seiner Laufbahn. „Ich habe in der Regionalliga Süd gegen ihn gespielt, als er beim FSV Frankfurt war“, sagt Sigmund, der Anfang der 2000er Jahre für den VfR Mannheim und die U 23 von Eintracht Frankfurt am Ball war. „Generell sind bei Bensheim ein paar Spieler, die man aus Bürstadt oder Hofheim kennt, wie die Blüm-Brüder Niclas und Luca.“

Dass es auch für die Eintracht noch um etwas geht, kehrt Sigmund nicht unter den Tisch. Mit 25 Punkten steht Bürstadt als Zwölfter vier Zähler über dem Strich – wobei die Sportfreunde Heppenheim (21) mit der Verpflichtung von Trainer Aiad Al-Jumaili alle Hebel in Bewegung gesetzt haben. Neben der besagten Vorsicht will Sigmund aber auch eine gewisse Lockerheit an den Tag legen.

„Wer hätte sich vor ein paar Jahren vorgestellt, dass sich die Eintracht einmal in einem Punktspiel ein Kräftemessen mit Bensheim 07 leisten würde? Wir werden nicht in Ehrfurcht erstarren, aber es ist ein Heimspiel. Ich traue meiner Mannschaft zu, Bensheim Paroli bieten zu können. Wir wissen, was sie können und was nicht.“

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