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American Football Redskins-Trainer „Charlie“ Zühlsdorf hat seinen Trainerstab zusammen und gibt einen Fünf-Jahres-Plan aus

„Wollen um Aufstieg spielen“

Bürstadt.Jürgen „Charlie“ Zühlsdorf ist keiner, der um den heißen Brei herumredet – schon gar nicht, wenn er etwas zu verkünden hat. „Unser Trainerteam für die neue Saison ist komplett“, sagt der Head Coach der Bürstadt Redskins stolz und freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Trainerstab : „Das hört sich gut an. Auch nominell.“

Gut angehört hat sich bei den American Footballern des TV Bürstadt in diesem Jahr so einiges. Die erste Saison nach dem sportlichen Neustart der Seniors-Truppe in der sechstklassigen Verbandsliga Hessen geht als Erfolg durch. Mit 6:10 Punkten stellten die Redskins das viertbeste Team der Sechser-Runde. „Was wir erreicht haben, war mehr, als wir uns erhofft hatten. Mindestens einen Sieg haben wir verschenkt – und auch gegen die Top-Teams Hanau Ravens und Gernsheim Gladiators wären Siege drin gewesen“, ist sich Zühlsdorf sicher.

Große Zusammengehörigkeit

Aber auch die weichen Faktoren stimmen „Charlie“, der zu Mannheimer Zeiten noch selbst für die Redskins spielte, zuversichtlich. „Für mich ist es ein bisschen wie Heimkommen. Ein ähnliches Gefüge wie hier habe ich nur 1989 erlebt, als ich bei den Ludwigshafen Titans angefangen habe. Hier sitzen die Jungs nach den Trainings noch zusammen – das habe ich so seit Jahren nicht mehr im Football erlebt“, freut sich der 55-Jährige, dass die Südhessen hier einem Trend entgegenwirken: „Teilweise ist das Ganze zu anonym geworden. Wir wollen hier ein Wir-Gefühl entwickeln, das ist uns bisher hervorragend gelungen.“

Auch bei den neuen Mitgliedern im Trainerstab legte „Charlie“ Wert darauf, „dass sie ins Gefüge passen – unabhängig von ihrem Fachwissen“, wie er sagt. Wobei der Kurpfälzer keinerlei Zweifel an den fachlichen Qualitäten der Neuen hat: „Fünf Coaches haben noch mit mir bei den Mannheim Redskins gespielt. Mit anderen habe ich schon als Trainer zusammengearbeitet.“

Zühlsdorf wird sich neben seiner Position als Head Coach um die Wide Receiver kümmern und als Offense Coordinator die Angriffsspielzüge in die Hand nehmen. Wie gehabt kann er auf Matthias Zeimet (Defensive Back, Line Backer) und Spielertrainer Matthias „Matt“ Klöpsch (Defense Line) setzen, die den Neustart der Redskins-Seniors vor über einem Jahr in die Wege geleitet hatten. Bereits seit Mai im Trainerteam sind Daniel Thatcher (Offense Line), der unter anderem in Berlin (Adler, Rebels) aktiv war, und der frühere Redskins-Spieler Frank Matijczak-Stanger (Running Backs), der zuvor als Jugendcoach bei den Mannheim Bandits fungiert hat.

Weitere drei Ex-Redskins-Spieler sind im September und Oktober zum Trainerteam gestoßen. Chris Withers coacht die Quarterbacks. Mathias Lahm, früher U-13-Coach der Bandits, wird sich den Defensive Backs und den Line Backers widmen. Dazu wird Nicholas „Nick“ Barrie, der zuletzt als U-19 und U-17-Jugendcoach bei den Bandits wirkte, als Defense Coordinator sowie als Positionscoach für die Line Backer und die Defense Line zuständig sein.

Reichlich Zulauf

Geht es nach Zühlsdorf, soll sich der Staff des Seniors-Teams künftig mit den Juniorenteams der Redskins verzahnen – auch, um einheitliche Spielsysteme von klein auf zu fördern. „Auch ich werde hier und da Jugend-Einheiten leiten“, meint Bürstadts Chefcoach.

Mit dem Off-Season-Training haben die Bürstadt Redskins Mitte September begonnen. Trainiert wird dreimal pro Woche – seit zwei Wochen trainieren die Footballer dienstags von 20 bis 22 Uhr in der Turnhalle der Erich Kästner-Schule. Donnerstags (19 bis 21 Uhr) findet das Training auf dem Hartplatz des VfR-Stadions unter Flutlicht statt, samstags (13 bis 15 Uhr) wird auf dem Freizeitkicker trainiert.

An den Akteuren dürfte es nicht scheitern. „Aktuell sind es 52 Spieler. Allein während der Off-Season sind schon zehn Neue dazugekommen. Ich gehe davon aus, dass es noch mehr werden“, berichtet „Charlie“ und stellt klar: „2019 wollen wir um den Aufstieg mitspielen.“ In einem Interview auf der Redskins-Homepage formuliert er bei der Frage, wo er die Redskins-Seniors in fünf Jahren sehe, einen klaren Plan: „Ich würde sagen: Regionalliga. Das wären drei Ligen in fünf Jahren. Das ist rein sportlich betrachtet möglich.“

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