Lokalsport Südhessen

Tischtennis, 3. Liga TTC Lampertheim startet gegen Zweitliga-Absteiger 1. FC Köln

Zum Auftakt gleich ein Kracher

Archivartikel

Lampertheim.„Das ist gleich eine richtige Hausnummer“, sagt Uwe van gen Hassend – und blickt dem Saisonstart des ersten Tischtennis-Herrenteams des TTC Lampertheim gespannt entgegen. Das dritte Jahr in der 3. Bundesliga Nord beginnt für die Südhessen mit einem Kracher: Am Sonntag (14.15 Uhr) kommt Zweitliga-Absteiger 1. FC Köln in die Lampertheimer Sedanhalle.

„Wir haben den Vorteil, dass wir befreit aufspielen können“, glaubt der TTC-Vorsitzende, der seine Truppe als „krassen Außenseiter“ sieht: „Köln wäre in dieser Runde auch in der zweiten Liga eine gute Mannschaft. Sie sind auf allen vier Positionen überragend besetzt. Es wird schwer, etwas zu holen, aber wir wollen unseren Zuschauern gutes Tischtennis bieten. Ein interessantes Spiel wird es auf jeden Fall.“ Mit Siegen gegen den TTC Ruhrstadt Herne (6:1) und bei Aufsteiger SC Buschhausen (6:3) untermauerten die Rheinländer den Anspruch auf die Favoritenrolle.

Nur ein Absteiger

Für die TTC-Herren wird es auch im dritten Drittliga-Jahr darum gehen, die Klasse zu halten. Die Nord-Gruppe besteht in dieser Spielzeit aus neun statt bisher zehn Mannschaften, nur der Letzte steigt direkt ab. Der TTC startet derweil als letztes Team in die neue Spielzeit. „Wir können uns auf Platz sechs bis acht einsortieren. An einem guten Tag wollen wir auch eine gute Mannschaft ärgern. Dazu darf aber nichts schiefgehen“, betont van gen Hassend.

Nach den Weggängen von Andras Turoczy, Soroosh Amiri Nia und Ersatzmann Mauricio Cayetano bringen der US-Amerikaner Nicholas Tio und der Ungarn Istvan Molnar reichlich internationale Erfahrung für das hintere Paarkreuz mit. Vorne sollen wie gehabt Andrei Putuntica und Alfredas Udra für Zählbares sorgen. „Einen fünften Spieler auf diesem Niveau haben wir allerdings nicht. Es darf sich also keiner verletzen“, warnt van gen Hassend.

Am Trainingseifer der TTC-Cracks dürfte die Mission Klassenerhalt nicht scheitern. „Sie trainieren zweimal täglich in ihren Trainingszentren“, weiß Lampertheims Vorsitzender. Spitzenmann Putuntica (19 Jahre) etwa gehört der Trainingsgruppe von Bundesligist Werder Bremen an. Nicholas Tio, der am Samstag seinen 18. Geburtstag feiert, trainiert im Stützpunkt von Zugbrücke Grenzau. Der 23-jährige Udra trainiert in seiner lituaischen Heimat, der 20 Jahre alte Molnar hält sich in Budapest fit.

Jüngstes Team der Liga

Die Altersangaben kommen nicht von ungefähr. „Wir gehen mit einem Altersschnitt von genau 20 Jahren in die neue Runde und sind damit das jüngste Team der Liga“, meint van gen Hassend. Die Aufsteiger Buschhausen und TTS Borsum sowie den TSV Schwarzenbek zählt der TTC-Boss zu den ärgsten Konkurrenten im Tabellenkeller. Alle drei Teams sind mit Niederlagen gestartet. Für van gen Hassend hat das jedoch wenig Aussagekraft. „Gerade die Aufsteiger haben nichts zu verlieren. Letztes Jahr gab es deutlich schwächere Mannschaften“, sagt er. Zumal sich die TTC-Herren keineswegs auf einen leichten Auftakt einstellen. Eine Woche nach dem 1. FC Köln geht es zu Hertha BSC Berlin. „Köln, Berlin und Union Velbert sind eine eigene Klasse“, prognostiziert van gen Hassend.

In der Hessenliga Süd-West steht dem TTC Lampertheim II am Sonntag (10 Uhr) ein Aufsteigerduell bevor. Der Verbandsliga-Meister reist zum nachgerückten „Vize“ Alemannia Königstädten. „Das ist ein Kellerduell. Wenn wir in dieser Klasse irgendwas reißen wollen, dann müssen wir gewinnen“, stellt van gen Hassend klar.

Ob TTC-Spitzenmann Ahmet Topal (Tennisarm) mitwirken kann, ist nach jetzigem Stand offen. Für Billy Pegg (Urlaub) soll Philipp Seiler ins Team rücken. „Ohne Topal wird es deutlich schwerer“, betont der TTC-Vorsitzende. cpa

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