Lokalsport Südhessen

Fußball-D-Liga Tabellendritter hofft auf Fortsetzung der Saison

Zwangspause stoppt Birlikspors Lauf

Archivartikel

Biblis.In der Fußball-D-Liga Bergstraße, Staffel II, kommt Birlikspor Biblis die durch die Corona-Pandemie verursachte Zwangspause nicht gerade gelegen. Birlik ist derzeit gut in Schuss und hat dies zuletzt mit einem 1:0-Auswärtssieg beim SC Olympia Lorsch II bewiesen, dem bis dato ungeschlagenen Tabellenführer. Das Tor des Tages schoss am 8. März Aytas Karakaya. So würden sich die Fußballer aus Biblis, die derzeit auf dem dritten Tabellenplatz stehen, auf eine Fortsetzung der Runde freuen.

„Platz eins ist wohl schon an Olympia Lorsch vergeben. Ich vermute, dass wir uns mit der zweiten Mannschaft des TV Lampertheim ein heißes Duell um den zweiten Tabellenplatz liefern werden“, hofft Samedin Tela, der Spielausschussvorsitzende von Birlikspor, noch auf spannende Fußballtage – falls weitergespielt werden würde.

Owohl Tela eigentlich ein offizielles Vorstandsamt bekleidet, schlüpft er bei seinem Club immer wieder in die Trainerrolle und vertritt da seinen Sohn Juni Tela, den Spielertrainer von Birlikspor Biblis.

Samedin Telas fußballerische Laufbahn ist durch viele Wechsel gekennzeichnet. Als Spieler war er bei Olympia Lorsch und der KSG Nordheim am Ball. Als Trainer bei der zweiten Mannschaft von Eintracht Bürstadt, Italia Bensheim und eben Birlikspor Biblis. Aber nach dem Birlik-Aufstieg im Jahr 2017 ging er mit einigen seiner Spieler zu Anatolia Birkenau. Dort aber stimmte die Harmonie zwischen ihm und dem Anatolia-Vorstand nicht.

Eine Trennung war die Folge. Und so freute sich Birlikspor Biblis im vergangenen Sommer nicht nur darüber, dass Samedin Tela wieder an die alte Wirkungsstätte zurückkehrte, sondern auch eine Reihe ehemaliger Spieler mitbrachte. Zum Beispiel Torwart Kpatcha „Batscha“ Bawena, der mit seiner Fangkraft die Mannschaft immer wieder vor Niederlagen bewahrt. Aber auch Tchalombo Zendine ist für das Birlikspor-Team enorm wichtig.

C-Liga bleibt das Ziel

Außerdem kamen einige neue Kicker zu Saisonbeginn hinzu. Viele davon spielen inzwischen nicht mehr beim 1992 gegründeten Sport- und Kulturverein. „Einige der Jungs waren viel zu undiszipliniert. Da war nicht mehr zu tragen“, berichtete Tela von einem personellen Aderlass. Dieser blieb dann auch nicht ohne Folgen, denn bei der zweiten Mannschaft des TV Lampertheim, dem hartnäckigen Konkurrenten um Platz zwei, gab es am 22. September 2019 eine enttäuschende 0:6-Niederlage.

Auch kurz darauf klappte es noch nicht und die 1:4-Heimniederlage gegen die zweite Mannschaft des FV Hofheim warf Birlikspor Biblis ebenfalls empfindlich zurück.

Aber es gab Spiele, da lief es wesentlich besser: So gelang beim SV Bobstadt immerhin ein beachtlicher 4:1-Erfolg. Eine reife kämpferische Leistung rief die Mannschaft schließlich zum Rückrundenbeginn Mitte November beim 4:3-Sieg in Lorsch ab, als sie bei der dritten Mannschaft der Tvgg gewann.

„Aber egal wie lange, die Corona-Krise noch dauert, wollen wir alsbald wieder in der C-Liga spielen. Dort haben wir 1992 angefangen und dort gehören wir auch hin“, gibt sich Samedin Tela kämpferisch. hias

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