Viernheim

Mitsprache Grundschüler schicken Wünsche und Anregungen an Matthias Baaß / Umweltschutz spielt große Rolle

534 Postkarten für den Bürgermeister

Archivartikel

Viernheim.Der konstruktive Austausch mit den Viernheimern ist Bürgermeister Matthias Baaß wichtig. „Da ist es ganz egal, wie alt derjenige ist: Eine gute Idee ist eine gute Idee“, sagt er im Gespräch mit dieser Zeitung. Exakt 534 Wünsche und Anregungen bekam der Rathauschef jetzt überbracht – auf Postkarten hatten zahlreiche Schüler notiert, was sie in der Stadt bewegt. Organisiert wurde die Aktion „Wenn ich Bürgermeister*in wäre…“ vom Ortsverband des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB), der zum Weltkindertag die Postkarten in allen Klassen der vier Viernheimer Grundschulen verteilt und zum Mitmachen aufgerufen hatte.

„Wir sind begeistert von der großen Resonanz sowie den tollen Ideen und der Kreativität der Kinder“, freut sich Franziska Hartmann, Vorsitzende des DKSB Viernheim, über die große Teilnahme. Die Wünsche und Anregungen der Schüler im Alter von sechs bis zehn Jahren reichen von „weniger Plastik“, „saubere Umwelt“ und „mehr Bäume anpflanzen“ bis hin zu „Strafen für Leute, die den Kot ihrer Hunde nicht entfernen“ oder „mehr Blitzer auf Viernheims Straßen“. Außerdem wurden Wünsche nach „mehr Spielplätzen“, „mehr Fahrradwegen“ und „Unterstützung für arme Kinder“ auf den Postkarten geäußert.

Maßnahmen gegen CO2-Ausstoß

Themen rund um den Umweltschutz seien besonders stark vertreten, freut sich Baaß über das Engagement der Schüler. Mit dem neuen Klimaschutzkonzept und der Entwicklung hin zur Fahrradstadt arbeite die Verwaltung permanent an Maßnahmen, die zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes beitragen würden. Interessant seien die Postkarten außerdem, weil sie „auch ein bisschen das Spiegelbild der Diskussionen sind, die es im vergangenen Jahr in der Kommunalpolitik gab“, erklärt der Bürgermeister.

„Mit der Aktion sollen auch Erwachsene für kindliche Sichtweisen sensibilisiert und gleichzeitig den Kindern gezeigt werden, dass ihre Belange ernst genommen werden“, nennt Hartmann die Ziele des Postkartenprojekts. In den kommenden Wochen sollen die Anregungen im Einzelnen ausgewertet werden, verspricht Baaß: „Die Wünsche der Schüler werde ich in meine Arbeit aufnehmen.“ Die Sicherheit von Schulwegen habe einen großen Stellenwert, und „ich finde es sehr interessant, was genau hinter der Forderung nach mehr Blitzern steckt“. Das gelte es nun herauszufinden. cao

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