Viernheim

Jahrgang 1942/43 Mehrtagesausflug führt Viernheimer an zahlreiche schöne Orte

„75-Jährige“ besuchen das Kaisergebirge

Archivartikel

Viernheim.Bei strahlendem Sonnenschein machten sich die „75-Jährigen“ zu ihrem Mehrtagesausflug an den Walchsee im Kaisergebirge auf. Nach zwei längeren Pausen zum Frühstück und Mittagessen mit Bordverpflegung erreichte die Gruppe am späten Nachmittag das Hotel, das direkt am See lag – mit mehreren Schwimmbädern und eigenem Seezugang. Bevor die Koffer ausgepackt waren, drehten die Ersten schon ihre Runden im Freibad vor herrlicher Kulisse. Der Walchsee liegt 18 Kilometer von Kufstein an der Grenze zum Chiemgau.

Der zweite Tag startete mit einer Rundfahrt durchs Kaisergebirge, das die Teilnehmer bisher nur vom Hotelzimmer sehen konnten. Erstes Ziel war die kleinste Stadt Österreichs, Rattenberg. Die mittelalterliche Fußgängerzone wird dominiert von dem einmaligen Schaubetrieb der zahlreichen Glasbetriebe – fast alle hatten nach dem Stadtbummel Einkaufstüten dabei. Die Reiseleiterin erzählte von der heiligen Notburga, die hier aufgewachsen war und segensreich gewirkt hat. Nach diesem Kleinod Rattenberg ging es weiter nach Kitzbühel, um auch den Hauch der großen weiten Welt einatmen zu können. Der Nachmittag führte die Gruppe noch auf die Griesner Alm, 1024 Meter hoch ins Naturschutzgebiet Wilder Kaiser. Die Griesner Alm liegt inmitten eines Kletter- und Wandergebiets und ist eine der wenigen Almen, die auch mit dem Bus angefahren werden kann. Eine vorzügliche „Brettljause“ wartete hier auf die Viernheimer, die es sich schmecken ließen. Ein Blick auf die Speisekarte steigerte anschließend die Lust der „75er“ noch auf einen Kaiserschmarrn. Auf die Besteigung der umliegenden Almen hat die Gruppe aufgrund des guten Essens und der aufkommenden Müdigkeit verzichtet. Ein Tag mit wunderschönen Eindrücken war zu Ende.

Der nächste Tag brachte die Teilnehmer nach einer Rundfahrt durch die Chiemgau Alpen an den Chiemsee und zu einer Schifffahrt zur Fraueninsel. Hier durfte die Gruppe mit der Reiseleiterin neben dem Kloster noch die zwei 1000-jährigen Linden bestaunen.

Der Mittwoch brachte die Viernheimer nach Kufstein, wo sie auf dem Marktplatz dem Mittagskonzert der größten Freiorgel der Welt lauschten. Davor nutzte ein Teil der Gesellschaft die Gelegenheit, mit der Pferdekutsche durch Kufstein zu fahren. Bevor es von Kufstein weiterging, wurden noch Teile der Bordverpflegung mit gutem Appetit verspeist. So gestärkt ging es ins Thierseertal nach Hinterthiersee mit Möglichkeit zum Spazieren gehen und Einkehr zur Kaffeezeit. Nach Rückkehr an den Walchsee nutzten viele am Abend das Freiluftkonzert der Musik-Kapelle Walchsee.

Am Donnerstag war Abreise, und manche wären am liebsten noch geblieben. Die Stimmung im Bus war gut, denn Alfred mit seiner Mundharmonika und Liederbüchern machte aus dem Bus ein kleines Musikanten-Stadel. Den Abschluss der Reise bildete ein Abendessen in Sinsheim-Steinsfurt. red

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