Viernheim

Unwetter Freiwillige Feuerwehr registriert 50 Einsätze im Stadtgebiet / Sturmböe entwurzelt Baum in der Luisenstraße

Äste stürzen herab, Keller laufen voll

viernheim.Größere Mengen Laub liegen in den Vorgärten, herabgefallene Äste sind noch am Straßenrand zu sehen. Und auch das eine oder andere Hinweisschild hat ganz offensichtlich Schaden genommen. Am gestrigen Dienstag sind die Folgen des Unwetters vom Vorabend noch deutlich erkennbar. Die Freiwillige Feuerwehr zieht Bilanz eines arbeitsintensiven Einsatzes: An insgesamt 50 Orten seien die Kollegen gefordert gewesen, berichtet Pressesprecher Andreas Schmidt. Bei der Mehrzahl der Fälle galt es, vollgelaufene Keller oder tiefer liegende Carports leer zu pumpen. „In der Regel stand das Wasser nur wenige Zentimeter hoch in den Räumen, einmal war es aber auch ein halber Meter“, so Schmidt.

Darüber hinaus dichteten die Brandschützer abgedeckte Hausdächer ab, zerlegten herabgestürzte Äste mit der Kettensäge und räumten sie beiseite. In der Ernst-Reuter-Allee traf ein größerer Ast ein Auto und verursachte einen Sachschaden an dem Pkw. Spektakuläre Bilder boten sich den Feuerwehrleuten in der Viernheimer Innenstadt: Vor dem Hotel Post in der Luisenstraße war ein kompletter Baum umgestürzt. Und am DK-Hochhaus in der Rathausstraße hatte eine Sturmböe einen Großteil des Geästs vom Stamm abgerissen.

Zahlreiche Kräfte gefordert

Ab 17.15 Uhr war die Wehr am Montag mit 50 Kräften und neun Fahrzeugen im Dauereinsatz. Die Wache war bis gegen 23 Uhr besetzt. „Wir hatten viel zu tun, aber alles recht schnell abgearbeitet. Eigentlich war es nichts Außergewöhnliches“, bilanziert Andreas Schmidt. Unterstützt wurde die Feuerwehr vom Technischen Hilfswerk (THW), das im Anschluss an das Gewitter mit sechs Einsatzkräften und einem Fahrzeug im Stadtgebiet unterwegs war. An den Aufräumarbeiten beteiligt sind am gestrigen Dienstag auch zwölf Mitarbeiter des Viernheimer Stadtbetriebs. Die Arbeiten sollen heute fortgesetzt werden.

Auch im übrigen Kreisgebiet hat das Unwetter mit Starkregen zu zahlreichen Schäden geführt. Neben Blitzeinschlägen wurden umgestürzte Strommasten gemeldet. Das Landratsamt in Heppenheim zählte etwa 300 Einsätze der Feuerwehren und des THW.

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