Viernheim

Handball TSV Amicitia verliert mit 38:43 gegen TV Plochingen / Schwache Abwehrleistung

Abstieg steht endgültig fest

Archivartikel

Viernheim.„Ich weiß gar nicht, wie die anderen Vereine gespielt haben“, sagt Mirco Ritter und schaut fragend in die Runde. Abteilungsleiter Ralf Schaal schüttelt nur den Kopf, da weiß der Trainer der Handballherren Bescheid: Der Abstieg des TSV Amicitia aus der Baden-Württemberg-Oberliga ist besiegelt.

Zu seinen Spielern hat sich schon herumgesprochen, dass Blaustein gewonnen und Remshalden einen Punkt geholt hat. Der Nichtabstieg und auch der Relegationsplatz sind nach der eigenen 38:43-Niederlage gegen den TV Plochingen kein Thema mehr. Die Spieler sitzen frustriert und enttäuscht auf dem Hallenboden; nach einem Jahr müssen sie wieder zurück in die Badenliga. Dabei hatten sie es gegen den TV Plochingen eigentlich in der Hand, ein echtes Endspiel am letzten Spieltag zu bekommen. Doch erneut wurde der TSV Amicitia für seine Abwehrschwäche bestraft.

In der ersten Halbzeit bewegten sich die beiden Mannschaften noch auf Augenhöge, wobei der TV Plochingen schon zeigte, dass er zu den besseren Mannschaften in der Oberliga zählt. Beim 5:4 war Viernheim sogar noch vorne, lag aber wenig später mit 5:8 im Hintertreffen. Diesem Rückstand lief die Mannschaft fast die ganze erste Hälfte hinterher. Erst kurz vor dem Ende war der TSV Amicitia wieder dran, Walther markierte den 17:17-Ausgleich. Aber zwei schnelle Gegentore führten doch zum Pausenrückstand (17:19).

Viele Ballverluste

Die Viernheimer wussten, dass ihnen nur ein Sieg die Chance auf den Klassenerhalt wahren konnte und entschieden sich für ein risikoreicheres Spiel in der zweiten Halbzeit. Das taktische Konzept misslang allerdings: Während fast fünf Minuten lang kein Viernheimer Treffer gelang, erhöhte Plochingen auf 17:22 und kurz darauf auf 18:24. Die Körpersprache der Viernheimer Akteure war deutlich: Sie schienen nervös zu werden, leisteten sich viele Ballverluste und technische Fehler.

Der TV Plochingen baute seine Führung vor allem mit Gegenstoßtoren auf 21:31 aus. Mirco Ritter nahm eine Auszeit, und es ging wieder ein leichter Ruck durch das Team. Viernheim konnte auf 26:33 und 31:36 verkürzen. Aber wieder ließ der TSV Amicitia Chancen liegen und musste im Gegenzug die Gegentore hinnehmen.

Das 34:40 schien die Entscheidung zu sein, aber die Hausherren mobilisierten noch einmal alle Kräfte. Koch (2) und Willner verkürzten auf 37:40, und jetzt zitterte der TVP. Die letzten beiden Spielminuten riskierte Viernheim alles, spielte mit offener Deckung – und dennoch gelang es dem Team nicht, das Spiel doch noch einmal zu drehen.

Das Abenteuer Baden-Württemberg-Oberliga ist damit nach einem Jahr vorbei, aber das Thema ist für den TSV Amicitia noch lange nicht erledigt: „Wir sind Handballer: Wir stehen wieder auf, wir kommen wieder“, versprach Abteilungsleiter Ralf Schaal den Fans den Wiederaufstieg.

TSV Amicitia Viernheim: Patrick Koch, Dennis Hoffmann; Philipp Bernhardt, Maximilian Hornstein (2), Joshua Brahm (4), Marvin Wachter (4), Philipp Gunst (4), Sven Walther (2), Sebastian Knierim (2), Jannik Geisler (2), Jan Willner (3), Holger Hubert (7/1), Marcel Koch (3/1), Marcel König (5/1). su

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