Viernheim

Handball TSV Amicitia verliert mit 28:36 gegen HC Neuenbürg

Abwehr offenbart viele Lücken

Archivartikel

Viernheim.Der Saisonstart ist endgültig missglückt: Auch im dritten Badenliga-Spiel blieben die Viernheimer Handballer ohne Punkte. Gegen den HC Neuenbürg gab es eine bittere 28:36-Niederlage. Trainer Frank Herbert musste nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Julius Herbert und Marcel König sein Team umstellen. „Wir konnten die Abwehrformation nur einmal trainieren, deshalb hat das auch nicht so funktioniert wie erhofft“, erklärte der Coach nach dem Spiel.

Tatsächlich nutzte der HC Neuenbürg gleich in den ersten Minuten die Lücken in der Abwehr und ging mit 1:6 in Führung. Raul Lazaro Garcia im Viernheimer Tor entschärfte dabei mehrere Würfe und einen Siebenmeter, sonst wäre der Rückstand noch höher gewesen. Trainer Herbert stellte die Deckung etwas offensiver ein. Aber auch im Angriff haperte es, die Spieler agierten zu unkonzentriert. Gute Möglichkeiten blieben so liegen, während Neuenbürg den Abstand auf acht Tore erhöhte (3:11). Die Viernheimer konnten den Rückstand zwar auf 11:16 verkürzen, aber mit dem Pausenpfiff versenkte Neuenbürg noch einen Freiwurf im TSV-Amicitia-Tor.

Bei den Viernheimer Handballfans gab es die vage Hoffnung, dass der TSV Amicitia das Ruder in der zweiten Hälfte noch einmal herumreißen könnte, schließlich hatte das Team im vorherigen Heimspiel gegen Birkenau selbst mit sieben Treffern geführt und die Partie aus der Hand gegeben. Und tatsächlich gaben sich die Akteure einen Ruck und spielten überragende 15 Minuten.

Zwischenzeitliche Aufholjagd

Endlich funktionierte der Abschluss, die Viernheimer holten Treffer um Treffer auf. Schnell stand es 14:18, dann brachte Willner den TSV Amicitia auf drei Tore heran (19:22). Weil Torhüter Lazaro Garcia gut aufpasste, wurden die Neuenbürger Torwürfe abgefangen und die Gegenangriffe erfolgreich abgeschlossen. Dymal Kernaja erzielte so nicht nur das 20:22, sondern wenig später auch das umjubelte 21:22. Neuenbürg konterte, aber in Überzahl traf Meygeri zum 22:23.

„Da ist der HC geschwommen, und wir haben es nicht geschafft, entscheidend nachzulegen“, sagte Frank Herbert zu dieser Phase des Spiels. Denn der HC antwortete auf den Anschlusstreffer mit drei schnellen Toren, wieder lag Viernheim mit vier Treffern im Rückstand. Statt die Aufholjagd fortzusetzen, verfiel das junge Team ins alte Muster – zu viele Einzelaktionen, vorschnelle Würfe aufs Tor. Neuenbürg erhöhte folglich auf 23:31. Der große Abstand der ersten Hälfte war wieder erreicht. Den Zuschauern war klar, dass es nichts mehr würde mit einem Punktgewinn. In den verbleibenden Minuten ging es um Ergebniskosmetik, der TSV Amicitia konnte aus elf Toren Rückstand (23:34) auf acht verkürzen.

TSV Amicitia: Raul Lazaro Garcia, Dennis Hoffmann, Patrick Koch; Pal Megyari (2), Jan Willner (4), Ronny Unger (2), Dominik Seib, Robin Helbig (4), Dymal Kernaja (13/4), Philipp Oswald (1), Philipp Schmitt, Leon Schaal, Jannik Geisler (1), Tobias Seel (1). su

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