Viernheim

Filmabend DGB zeigt „Der marktgerechte Patient“

Ärzte und Patienten äußern sich

VIERNHEIM.Der Viernheimer Ortsverband des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und Verdi laden am Samstag, 11. Mai, 17 Uhr, zu einem Filmabend in die Kulturscheune ein. Gezeigt wird der Streifen „Der marktgerechte Patient – in der Krankenhausfabrik“. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an die Vorführung besteht die Gelegenheit zur Diskussion. Als Gesprächspartner steht DGB-Regionssekretär Horst Raupp zur Verfügung, der beim DGB Südhessen auch für den Bereich Gesundheitspolitik und Pflege zuständig ist. „Krank ist niemand freiwillig, wer es aber wird, muss die beste Versorgung haben. Wer in dieser Branche tätig ist, muss die besten Arbeitsbedingungen haben und darf nicht bei der Arbeit selbst krank werden“, erklärt DGB-Ortsverbandsvorsitzender Nils Burkhoff.

In seiner Ankündigung zu der Veranstaltung weist der DGB auf die seit 2003 verbindliche Vergütung der Krankenhäuser durch so genannte Fallpauschalen hin. Nach ihr habe jede diagnostizierbare Krankheit einen fixen Preis. Wer mit möglichst geringen Kosten Patienten abfertige, mache Gewinn, wer sich auf die Patienten einlasse, mache Verluste, so die Gewerkschafter.

Folgen der Fallpauschalen

Der Film „Der marktgerechte Patient“ handelt nach Angaben des DGB von den Ursachen und Folgen der Fallpauschalen. Leslie Franke und Herdolor Lorenz haben sich mit Medizinern, Pflegepersonal und Patienten getroffen, mit Krankenhausmanagern und Gesundheitsaktivisten. Auf der Basis einer Ursachenanalyse liefere ihr Film Argumente für alle, die sich für eine menschenwürdige und soziale Gesundheitsversorgung für Patienten und Beschäftigte einsetzen. „Der marktgerechte Patient“ wolle die Diskussion über das Thema vorantreiben und Bündnisse initiieren. red

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