Viernheim

Projekttag Fünftklässler widmen sich dem Leben und Wirken des Heiligen Albertus Magnus / Bedeutender Naturwissenschaftler

AMSeln lernen Namenspatron kennen

Archivartikel

VIERNHEIM.„Albertus Magnus hätte sich nicht für eure Noten in den Fächern interessiert. Er würde auf die Kopfnoten schauen.“ Subregens Sebastian Lang „übersetzt“ für die Schüler der Albertus-Magnus-Schule (AMS) den Ausspruch ihres Namenspatrons: „Bemüht Euch nicht, reine Verstandesmenschen zu sein, sondern trachtet danach, gute Menschen zu werden.“ Zum Gedenktag an Albertus Magnus überlegt der Pfarrer und Leiter des bischöflichen Seminars, der für die Messe aus Mainz nach Viernheim gekommen war, was man eigentlich unter einem guten Menschen versteht.

Nicht nur um diesen Leitspruch, sondern um das ganze Leben von Albertus Magnus geht es beim anschließenden Projekttag der Fünftklässler. „Wir haben vier Projekte vorbereitet, in denen wir die Schüler auf unterschiedliche Weise mit dem Namensgeber der Schule bekannt machen wollen“, sagt Maria Weckler vom Schulseelsorgeteam. Sie betreut das Projekt „AMS kreativ“.

Religiöse Symbole

Anhand von Kirchenfensterbildern versetzt sie die Schüler in die damalige Zeit. „Viele Menschen konnten weder schreiben noch lesen“, erzählt Weckler den Mädchen und Jungen, „man hat den Zugang zu Religion mit Symbolen gefunden“. Ein solches religiöses Symbol ist der Stern – und den basteln die AMSeln aus alten Gesangbuchseiten. Akribisch falten sie die einzelnen Teile gemäß der Anleitung und kleben am Ende die Einzelteile zu einem Stern zusammen. Wer der Heilige Albertus Magnus überhaupt war, müssen sich die Schüler selbst erarbeiten. Thomas Graschtat hat dazu ein „Webquest“ vorbereitet. Auf vorgegebenen Internetseiten suchen die Schüler nach den Fakten zur Vita des Heiligen – zu seinem Geburtsjahr und Herkunft, seinem Leben als Mönch und seinem Wirken als Streitschlichter.

Albertus Magnus wurde um 1200 in Lauingen an der Donau geboren und trat dem Dominikanerorden bei. Er galt als großer Theologe und Naturwissenschaftler des Mittelalters, als er 1280 starb. Sein Todestag, der 15. November, wurde als Gedenktag des Heiligen festgelegt.

„Die Schüler lernen, wie man richtig und sicher im Internet recherchiert“, nennt Graschtat einen positiven Nebeneffekt der Aufgaben. Bei „Ave Albertus“ müssen auch Lücken im Text gefüllt werden. „Kommt da ,Wissenschaftssprache‘ hin?“, überlegen Paul und Philip. Lehrerin Andrea Bauer hat den Schwerpunkt des Textes nämlich auf die Beziehung von Albertus Magnus zur lateinischen Sprache gelegt.

Maria Weis hat ein musikalisches Projekt vorbereitet. Die Fünftklässler hören zusammen das Singspiel „Jenseits der Grashalme“ an. Der ehemalige AMS-Lehrer Wilfried Röhrig hat in der Geschichte aus dem Heiligen den quakenden Frosch Alberto gemacht, der sich für das Leben abseits der grünen Wiese interessiert. Bei den rhythmischen Liedern wippen die Schüler sofort mit und können den Text schnell mitsingen – auch wenn der Sprechgesang „Des Lebens Lauf“ über die emsig arbeitenden Ameisen ein ziemlich hohes Tempo hat. su

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