Viernheim

Odenwaldklub Teilnehmer der Reise erkunden verschiedene Wandergebiete / Aufstieg zum Gipfelkreuz des Abers

An den schönsten Plätzen des Bayrischen Waldes

Viernheim.Die Teilnehmer der Wanderreisen des Odenwaldklubs Viernheim (OKW) sammelten im Laufe der Jahre viele Vergleiche der Wandergebiete im In- und Ausland. Der Vorsitzende Fritz Walleczek sorgte bei der Erkundung besonders attraktiver Wandererlebnisse immer wieder für Überraschungen. So folgte auf die Malta-Reise eine faszinierende Wanderwoche im Bayrischen Wald. Schon die Anreise nach Büchlberg stand im Zeichen bayrischer Gastfreundschaft, denn die Viernheimer wurden mit einem komfortablen Bus eines Büchlberger Reiseunternehmens abgeholt.

Erkundung des Ilztals

Das Tor des Bayrischen Waldes ist die Stadt Regensburg mit dem Dom und der berühmten „Steinernen Brücke“. Schon hier bekamen die OWK-Wanderer einen ersten Eindruck von der Schönheit der Oberpfalz. Der nächste Willkommensgruß war das kleine Kuscheltier „Passauer Wolf“, das alle Wanderfreunde bei der Weiterfahrt auf ihren Sitzplätzen vorfanden. Diese Herzlichkeit fand man auch im Hotel in Büchlberg bestätigt. Die erste Wanderung wurde vom Seniorchef des Hotels geführt. Dabei lernten die Viernheimer das liebliche Ilztal und die Schrottenbaummühle kennen. Wie immer, so wurden auch hier zwei verschieden lange Wanderstrecken angeboten. Die wildromantische Ilz entspringt im bayrisch-böhmischen Grenzgebiet zwischen den Bergen Rachel und Lusen, und vereint sich in Passau mit Donau und Inn. Hier schuf die Natur ein kleines botanisches Wunder mit einer besonderen Flora – neben Indischem Springkraut blüht die Sibirische Schwertlilie. In diesem Umfeld haben Feuersalamander ihr Zuhause.

Am Gipfel des Großen Arbers

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Bewunderung des Großen Arbers. Über Tittling und Neuberg kamen die Viernheimer Wanderer zur Arber-Bergbahn. Schon bei der Bergfahrt genossen sie die herrliche Aussicht auf den Nationalpark Bayrischer Wald, den ältesten Nationalpark Deutschlands. Die große Tour beim Aufstieg zum Gipfelkreuz des Arbers (1456 Meter) führte der Juniorchef des Hotels. Auf einer kürzeren aber beschwerlichen Strecke kam die von Fritz Walleczek geführte Gruppe zum Kleinen Arbersee. Ein Felsriegel abseits des Gipfelkreuzes am Arber markiert den höchsten Punkt der Oberpfalz. Alle waren von diesem Gipfel- und Bergsee-Erlebnis begeistert.

An vielen Stellen des Bayrischen Waldes hat man Zugang zur Donau. Deshalb stand auch ein Besuch der Stadt Passau auf dem Programm der Viernheimer Gruppe. Bei einer Rundfahrt lernten die Ausflügler die schönsten historischen Winkel der Stadt kennen. Ein besonderes Orgelkonzert im Hohen Dom St. Stephan krönte diesen Tag in Passau. Nach dem Konzert erfuhren die Viernheimer Besucher, dass die Passauer Domorgel 1928 mit 208 Registern als damals größte Orgel der Welt eingeordnet wurde. Auch eine Fahrt mit dem Kristallschiff „Swarovski“ auf der Donau wird den Viernheimern noch lange in Erinnerung bleiben.

Schluchtenwanderung

Zu der Vielfalt der Wanderwoche im Bayrischen Wald gehörte auch ein Besuch im „Museumsdorf Bayrischer Wald“ im „Drei-Burgen-Land“. In dem Freilichtmuseum bei Tittling stehen auf einem Areal von 25 Hektar 150 Gebäude aus der Zeit von 1580 bis 1850. Zum Museum gehört eine volkskundliche Sammlung mit 60 000 Objekten. Eindrucksvollstes Finale dieser Woche war eine Wanderung durch die „Buchberger Leite“, einer der schönsten Wildbachklammen im Bayrischen Wald. Das unter Landschaftsschutz gestellte Wandergebiet zwischen Freyung und Ringelei ist eine der beeindruckendsten Schluchtenlandschaften dieser Region.

„Mensch und Natur“

Der acht Kilometer lange Themenwanderweg „Mensch und Natur“ ist eine besondere Etappe des Europäischen Pilgerweges „Via Nova“ vom Donautal nach Tschechien. Diese Wanderung war eine besondere Leistung der Viernheimer, die danach mit dem Bus die Bergglashütte in Ringelai erreichten. Die Herstellung der herrlichen Glaserzeugnisse konnten die Gäste wegen eines defekten Ofens zwar nicht verfolgen, doch den besonderen Glanz dieser Kostbarkeiten erlebten sie in den Ausstellungsräumen.

Zu den Freuden dieser Wanderwoche gehörten auch die schönen Stunden im Hotel und manche kleine Rast. Selbst die Heimreise brachte noch eine Überraschung, bei einem kurzen Aufenthalt in Wolframs-Eschenbach. Vielseitiger und eindrucksvoller kann man eine Wanderreise nicht organisieren. Dafür dankten die Teilnehmer dem Vorsitzenden Fritz Walleczek, der diesen Aufenthalt im Bayrischen Wald plante und gestaltete. H.T.

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