Viernheim

Skiclub Letzte Winterwanderung der Saison im Überwald

Auf romantischen Pfaden

Viernheim.Bei der letzten Winterwanderung des Ski-Clubs unter der Führung von Klaus Sommer waren die Aktiven auf romantischen Pfaden im Überwald unterwegs. Mit OEG und Bus ging es zunächst nach Unter-Abtsteinach. Zwar lockte die tolle Hipp-Hopp-Anlage zum Aufwärmen, doch ein kurzer Nieselregen machte den Viernheimern einen Strich durch die Rechnung.

Der Überwald mit dem Zentrum Wald-Michelbach ist eine besondere Region des Odenwaldes. Verschiedene Sagen beschreiben diesen Unterschied zu der Entwicklung des Odenwaldes. Dies kommt auch zum Ausdruck in der Nibelungen-Gemeinde Grasellenbach und in der einstigen Wintersportgemeinde Siedelsbrunn. Auf dem Wanderweg von Unter-Abtsteinach über die Stiefelhütte zur Steinernen Bank schien die Sonne aus heiterem Himmel. Bei der kurzen Rast genossen die Wanderer die herrliche Aussicht.

Steinmännchen am Weg

In früheren Jahren war die Stiefelhütte Ziel einer Wallfahrt aus Unter-Abtsteinach. An der steinernen Bank beginnt ein Trampelpfad mit vielen kleinen Steinmännchen links und rechts des Weges zum Lichtenklinger Hof. Hier galt die Aufmerksamkeit der Gruppe den historischen Ameisenbrunnen und Krötenbrunnen oberhalb von Eiterbach. Nächstes Ziel der Wanderung war der „Morgenstern“ in Siedelsbrunn, wo die Gäste eine herrlich gedeckte Tafel erwartete. Siedelsbrunn war vor Jahrzehnten, als noch alle Jahre tiefer Schnee auf den Odenwälder Hängen lag, ein beliebtes Ziel für das Wintertraining der Viernheimer Skisportler. Neben den kurzen Abfahrten an einem kleinen Schlepplift am Hang des „Morgensterns“ wurde auch eine rasante Abfahrtstrecke vom Hardberg hinab ins Eiterbachtal genutzt. Doch der schwierige Aufstieg nach solchen Abfahrten hat manchen von dieser alpinen Freude abgehalten. Sogar an die Sprünge von einer provisorischen Sprungschanze erinnern sich die älteren Mitglieder im Ski-Club.

Wie sehr Unter-Abtsteinach und Siedelsbrunn an diesem Ski-Tourismus interessiert waren, merkte man an dem Plan, einen Sessellift am Hardberg zu bauen, doch nach einigen Jahren ohne ausreichenden Schnee wurde daraus nichts.

Auch auf den Abstieg nach Unter-Abtsteinach mussten die Wanderer verzichten, weil sich am Hardberg ein Sommergewitter mit Sturm, Blitz und Donner zusammengebraut hatte. So mussten sie den Bus bereits in Siedelsbrunn nutzen. Es war demnach eine Wanderung vom Winter in den Sommer. H. T.

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