Viernheim

Triathlon Bundesligarennen beginnt mit Zeitstrafe nach Linienübertritt / Sportlerinnen des TSV Amicitia rutschen aus den ersten zehn der Tabelle ab

Aufholjagd kostet zu viel Kraft

Archivartikel

Viernheim.Das dritte Bundesligarennen der Saison verlief für die Triathlon-Damen des TSV Amicitia nicht ganz nach Plan. Mit Platz 13 in der Tageswertung rutschten sie aus den ersten zehn der Tabelle ab.

Die Viernheimer hatten schon vor dem Rennen in Tübingen ihren Kader umstellen müssen, am Wettkampftag gab es einen weiteren kurzfristigen Ausfall: Kathrin Halter meldete sich morgens krank. „Da standen wir zu dritt da, mit Ursula Trützschler, Kim Heidemann und Emma Graf“, beschreibt Betreuer Peter Grüber die Situation. Glücklicherweise war Eva Estler, die nach langer Verletzungspause erst seit einigen Tagen wieder schmerzfrei trainieren konnte, erreichbar und sprang kurzfristig ein. Grüber war erleichtert: „Uns war klar, dass sie ihre Topform nicht abrufen kann. Aber immerhin konnten wir mit vier Athletinnen an der Startlinie stehen.“

Allerdings sollte sich das „Stehen“ noch als schwierig erweisen. Kurz vor dem Start wurde nämlich der Ablauf des Schwimmens geändert, was die Taktik des TSV Amicitia zunichtemachte. Die Triathletinnen hatten eine schlechte Position beim Start erwischt. „Wir waren eins von vier Teams, die im Wasser nicht stehen konnten. Es war dort so eine starke Strömung, dass es unmöglich war, die Position zu halten. So sind wir wohl über die Startlinie gekommen“, erklärte Grüber. Dafür handelten sich die Athletinnen eine Zeitstrafe ein, die sie nach dem Schwimmen absitzen mussten.

Ursula Trützschler gibt alles

Das Aufholen der verlorenen Zeit auf dem Rad kostete die Athletinnen sehr viel Kraft. Dabei legte Ursula Trützschler, die schon die schnellste Schwimmerin der Viernheimer war, die fünftbeste Radzeit des gesamten Feldes hin. Auch beim Laufen sammelte sie eine Athletin nach der anderen ein und kam mit der sechstbesten Laufzeit auf Rang neun ins Ziel. Die jungen Teamkolleginnen mussten den Strapazen auf dem Rad Tribut zollen und konnten beim Laufen nicht so viele andere Starterinnen hinter sich lassen wie erhofft. Emma Graf (51.), Kim Heidemann (54.) und Eva Estler (57.) kamen mit etwas Abstand zur Spitze in den Zielbereich.

In der Summe der besten drei Platzierungen kam der TSV Amicitia auf Rang 13 der Tageswertung. Auch wenn sich die Viernheimerinnen ein besseres Ergebnis erhofft hatten, waren sie angesichts der widrigen Voraussetzungen doch zufrieden. Vor allem, weil sich mit Ursula Trützschler in den Top Ten platziert hat. Beim Blick auf die Ergebnisliste sieht man, dass sie die drittbeste Deutsche ist – unter den ersten 15 Plätzen sind zwölf ausländische Triathletinnen zu finden. „Andere Teams teilen eben nicht unsere Philosophie“, meint Grüber zum Einsatz von Sportlerinnen aus Neuseeland oder Australien. Der TSV dagegen werde weiterhin dem Nachwuchs aus den eigenen Reihen eine Chance geben, sich in der stärksten Triathlon-Liga zu beweisen. su

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