Viernheim

Boule PC Viernheim 1984 qualifiziert sich für die Bundesliga / Spielstarke Teams aus Münster 5:0 besiegt

Aufstieg nach Herzschlagfinale

Viernheim.Nach sechs Jahren Abstinenz schaffte es der 1. PC Viernheim 1984 in Düsseldorf, in die höchste Deutsche Spielklasse aufzusteigen. Als amtierender Hessenligameister reihten sich die Viernheimer in die insgesamt zehn Vereine ein, welche Landesmeister wurden. Die Platzierung in der Deutschen Vereinsrangliste diente als Grundlage für die Gruppenzusammensetzung der Aufstiegsrunde.

In insgesamt fünf Spielen (jeweils zwei Tripletten und drei Doubletten) wurden die drei Aufsteiger in die Bundesliga ermittelt. Viernheim hatte mit Berlin und Achern (Baden-Württemberg) zwei harte Brocken erwischt, dazu die spielstarken Teams von Münster, Dresden und Krähenwinkel (Niedersachsen).

Los ging es mit der Partie gegen Dresden. Nach den beiden Tripletten stand es 1:1. Somit mussten zwei von drei Doubletten gewonnen werden. Während Hoffmann und Faltermann schnell siegten, ging die zweite Runde verloren, so dass das Mixed die Entscheidung bringen musste. Bereits hier gab es ein Herzschlagfinale. Seitz und Puchner spielten sehr stark, behielten die Nerven und gewannen 13:11 und Viernheim damit 3:2. Danach wartete der Topfavorit Berlin. Die Tripletten konnten knapp mit 1:1 ausgeglichen gestaltet werden. Danach ging es jedoch bergab. Am Ende hieß der Stand 1:4.

Die letzte Runde des Tages fand gegen Münster statt. Die Tripletten gegen die bis dahin Sieglosen waren ein hartes Stück Arbeit. Nach dramatischen Spielen konnte man allerdings doch beide Partien gewinnen. In den anschließenden Doubletten waren die Münsteraner nicht mehr fokussiert, so dass Viernheim die Begegnung 5:0 gewann. Am darauffolgenden Tag ging es los mit dem Spiel gegen Krähenwinkel. Nach den Tripletten stand es 2:0. Doch der Gegner kämpfte sich durch zwei Siege bei den Doubletten ins Entscheidungsspiel. Hier behielten Hoffmann und Faltermann beim Stand von 9:9 die Nerven und konnten den dritten Punkt heimbringen.

In der letzten, alles entscheidenden Runde wartete der Vertreter aus Baden-Württemberg, Achern. Mit vielen französischen Spielern gespickt, waren die Rollen klar verteilt. In den Tripletten hatten Hoffmann, Faltermann und Kern keine Chance gegen sehr stark aufspielende Gegner. Im zweiten Spiel wendete sich das Blatt nach einer hohen Viernheimer Führung zusehends zugunsten der Acherner. Die Entscheidung fiel im allerletzten Spiel. Beim Stand von 9:11 wechselte man den Präsidenten, Michael Tekath, ein. Durch seine Präsenz wirkte der Gegner verunsichert. Letztendlich entschied eine an die Sau gelegte Kugel durch Manuel Kern, und es war geschafft – unter großem Jubel feierte Viernheim den Aufstieg in die Bundesliga. red

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